Stuttgart Scorpions

Pflichtsieg der Scorpions im Vorbereitungsspiel

An das letzte Vorbereitungsspiel, das ebenfalls schon im März stattfand, konnten sich nicht mehr viele Fans und Spieler der Scorpions am vergangenen Samstag erinnern, und der allgemeine Eindruck nach dem 27:18-Sieg gegen den amtierenden Schweizer Meister, die Zürich Renegades, war dann folgerichtig auch: Das war einfach zu früh.

Zu früh, um eine belastbare Aussage über das tatsächliche Leistungsvermögen der Mannschaft in diesem Jahr treffen zu können. Dazu fehlten auch noch zu viele Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen. Gerade einmal 35 Akteure standen Head Coach Matthias Mecherlein am Samstag zur Verfügung, da ist fast jede Trainingseinheit besser besucht.

Zu früh auch aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen, da der aufgeweichte Rasen und die niedrigen Temperaturen das ihrige dazu taten, den Akteuren beider Mannschaften das Leben schwer zu machen. Den besseren Start erwischten dabei die Gäste aus Zürich, die ihren ersten Drive direkt mit einem Touchdown-Lauf über 10 Yards von Michael Henschel abschließen konnten. Schwer wurde es ihnen dabei nicht gemacht, da die Verteidigung der Scorpions ihre rechte Abwehrseite bei diesem Spielzug weitgehend geräumt hatte. Sicherlich ein Abstimmungsfehler, es war ja auch noch früh im Spiel. Den Extrakick konnte der erst vor kurzem eingeflogene Chris Wollin dafür mit einem spektakulären Flug abblocken.

Die ersten Angriffsversuche der Hausherren brachten nicht viel ein, nach zwei kurzen Läufen und einem unvollständigen Pass musste direkt gepuntet werden. Im Gegenzug aber ein Erfolgserlebnis für die Defense, die die Gäste an der 34-Yard-Linie der Scorpions stoppen
konnten. Und jetzt schlug auch der Stuttgarter Angriff zum ersten Mal zu. Zwei Pässe auf Neuzugang Andreas Nägele brachten die Scorpions weit in die gegnerische Hälfte, die restlichen 23 Yards legte QB Ira Vandever selbst zu Fuß zurück (PAT jeweils Wurster). Dieser kurze Drive stand dann auch beispielhaft für die positiven Erkenntnisse, die sich aus Stuttgarter Sicht ziehen ließen. Zum einen wird es auch in dieser Saison wieder einige Anspielstationen für die Pässe von Vandever geben, zum anderen ist dieser selbst immer in der Lage, die Beine in die Hand zu nehmen und für Unruhe in den gegnerischen Verteidigungsreihen zu sorgen. Kritisch hinzufügen muss man allerdings, dass es gerade in Passspiel noch einiges an Abstimmungsbedarf auf allen Seiten gibt. Gerade einmal 7 von 19 Pässen kamen an, eine Quote, mit der man in der GFL sicherlich keinen Blumentopf gewinnen kann.

Die nächsten beiden Drives endeten jeweils mit einem Turnover (Fumble der Renegades, Interception der Scorpions, nachdem sie sich bis an die 9-Yard-Linie der Gäste vorgearbeitet hatten), und die letzten Bemühungen der Schweizer wurden durch den Halbzeitpfiff der Referees beendet.

Nach der Pause waren es dann zunächst Läufe von Raphael Schneider und Ira Vandever, mit denen die Stuttgarter den Ball nach vorne bewegten, und zudem eine große Portion Glück. Einen Punt von Sascha Wurster konnten die Gäste nicht unter Kontrolle bringen, und den freien Ball eroberte Hubert Fleck für die Scorpions. Die Verwirrung nutzte Vandever für einen 18-Yard-Pass auf TE Sascha Wurster zur 14:6-Führung.

Nach zwei Punts der Schweizer und einem Turnover on Downs der Scorpions ging es mit diesem Stand ins letzte Viertel, in dem dann mehr Punkte fallen sollten als in den drei ersten zusammen. Nach einigen schönen Pässen des Züricher Quarterbacks Chris Joseph war es
erneut Michael Henschel, der den Ball zum 14:12 in die Stuttgarter Endzone trug. Den Versuch, mit einer Two-Point-Conversion auszugleichen, vereitelte die aufmerksame Defense der Hausherren.

Kurz darauf bot sich den Gästen die Chance mit einem Field Goal aus 37 Yards in Führung zu gehen, doch der zu tiefe Kick wurde geblockt. Mit einem weiten Pass über 40 Yards von Vandever auf einen weiteren Neuzugang, Fabian Weigel, legten die Scorpions dann den Grundstein für das vermeintlich vorentscheidende 21:12, das Vandever mit einem 1-Yard-Lauf besorgte. Doch im direkten Gegenzug legte Chris Joseph den Scorpions mit einem 46-Yard-Pass auf Michael Langholz den erneuten Anschluss-Touchdown zum 21:18 ins Nest (Conversion misslungen).

Mit dem letzten Drive des Spiels machten die Stuttgarter dann aber doch alles klar. Lange Läufe von Vandever und Schneider bereiteten den 26-Yard-Pass auf Andreas Nägele zum Endstand von 27:18 vor (PAT daneben).

Der nächste Test steht am Ostersamstag bei den Düsseldorf Panthern an. Um dort zu überzeugen, wird sich das Team der Scorpions in einigen Bereichen sicher noch steigern müssen, aber die Coaches werden genug Anhaltspunkte gefunden haben, an denen in den nächsten Trainingseinheiten gearbeitet werden kann.

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