Wie weit kommen die Stuttgart Silver Arrows in ihrer zweiten GFL2-Saison? Ein kleiner Kader und drei Niederlagen zu Beginn machten bisher wenig Hoffnung auf eine gute Saison. Doch die Niederlagen waren alle gegen Topteams. Gegen andere Gegner sollten Siege eingefahren werden. Fünf werden für den Klassenerhalt wohl benötigt. Ein möglicher Kandidat, die Montabaur Fighting Farmers. Zweiter Gast im Stadion Festwiese und alte Bekannte.
Das Umfeld zum Family-Day der Silberpfeile und das Wetter waren bestens, aber die Chancen des VfB auf die Meisterschaft machten den Arrows zumindest das Publikum streitig. Die 100, die gekommen waren erlebten ein spannendes Spiel und die Kinder einen tollen Platz zum Toben und tolle Preise bei der Schatzsuche, unter anderem gestiftet von der BW-Bank und den Bietigheim Steelers. Dazu machte das Team von Happy Faces die Gesichter der Kinder zu fantasievollen Bildern.
Das Spiel selbst begann nicht im Sinne der Silver Arrows. Christian Günter beendete einen langen Drive der Gäste nach einem 10 Yards Pass von Abdihir zur 7:0 Führung (alle PATs Dreser). Der Angriff der Arrows dagegen verpuffte in der gegnerischen Hälfte und die Stuttgarter trennten sich per Punt vom Angriffsrecht. Die Defense der Silberpfeile offenbarte nun erschreckende Schwächen, wie wenn sie den Gegner nie analysiert hätte. Und so wanderten die Farmers 80 Yards über das Feld, ehe Philip Hube aus 8 Yards auf 14:0 erhöhte
Nun kamen die Arrows erneut in Ballbesitz und nach einem guten Return auch noch in guter Feldposition. Nur 7 Spielzüge später vollendete J.D. Lindsay mit einem 26 Yards Lauf zum 7:14 (PAT Jochen Alber). Dabei setzte er sich auf dem letzten Meter gegen 2 Verteidiger wuchtig durch. Doch auch Montabaur war offensiv noch durchschlagskräftig. Erneut narrte Günter die Verteidiger der Silver Arrows und trug den Ball nach Pass von Abihider über 31 Yards in die Stuttgarter Endzone. Mit diesem 7:21 ging es auch in die Halbzeit.
„Wir haben den Spielern klar gemacht, dass wir trotzdem eine Chance haben, das Spiel zugewinnen“, faßt Headcoach Jürgen Doh zusammen, was in der Pause gesprochen wurde. Und in der Tat, die Arrows kamen als erster in Ballbesitz und auch ins Spiel zurück. Aber nicht die Offense setzte die ersten Akzente, sondern die Defense. Die zwang die Farmers zum Punten und setzte dabei das Puntteam dermaßen unter Druck, dass der Punt mißlang und der Angriff an der 5 Yards Linie in Ballbesitz kam. Nach einem Foul wanderten die Arrows aber erst einmal 5 Yards zurück, ehe Lindsay einen gefühlvollen Pass auf Alexander Abramow warf, den dieser in der Endzone fangen konnte. Der Zusatzversuch schlug aber fehl und so verkürzten die Silberpfeile nur auf 13:21.
Montabaur spürte das Aufbäumen der Silver Arrows und hielt dagegen. Quarterback Abihider machte es Lindsay nach und erhöhte nach einem 5 Yards Touchdownlauf auf 13:28. Bei diesem Stand wurden letztmals die Seiten gewechselt. Und die Offense der Stuttgarter bekam die zweite Luft. Einen 63 Yards Drive vollendete Lindsay erneut selbst aus 5 Yards und bediente danach Sergio DePilla beim Zweipunktversuch mustergültig. Damit stand es 21:28. Ein Touchdown Differenz. Die Defense sorgte dafür, dass Montabaur nicht mehr punktete und das Angriffsrecht abgeben musste. Lindsay führte seine Mannen über das Feld, um am Ende Zentimeter vor der Endzone gestoppt zu werden. Ein gelungener Touchdownversuch wurde wegen eines Fouls zurückgepfiffen und am Ende standen die Arrows mit leeren Händen da.
„Wir haben gezeigt, dass wir zumindest mit den Farmers mithalten können und es wäre für uns auch mehr drin gewesen, wenn wir im entscheidenden Augenblick individuelle Fehler vermieden hätten“, weiß Doh. Er hofft nun mit den anderen Coaches zusammen auf ein Aufbäumen und einen Sieg gegen die Darmstadt Diamonds, die am 30 Mai ins Stadion Festwiese kommen. Zu diesem Spiel erhält jeder Fan im Schwarzen T-Shirt oder Polohemd eine Ermäßigung von 3 Euro auf den Eintritt.
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