Berlin Adler

Berlin Adler bezwingen den Vizemeister aus Kiel

Die Footballer der Berlin Adler starten mit einem 20:10 Sieg über die Kiel Baltic Hurricanes in die reguläre Saison der German Football League. Zwei Big Plays, ein Field-Goal-Versuch der Extraklasse und ein starke Defense-Leistung waren vor 1.506 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark die Grundpfeiler für den Sieg.

Die Adler starteten mit der Verteidigung ins Match und konnten in den ersten beiden Angriffsserien der Kieler einen Ballverlust forcieren. Erst ließ RB Simon Sommerfeld den Ball fallen und brachte somit die Berliner Angriffsformation auf den Platz. Mit kräftigen Läufen von Tony Hollings kämpfte man sich über den Platz. Zwar erzielte man keinen Touchdown, dafür überzeugte Kicker Benjamin Scharweit mit seinem ersten Field Goal zum 3:0 für die Adler.

Kurz darauf war es Kiels QB Kyle Callahan, der Ball aus den Händen gab. Konnte die Kieler Defense den ersten Fehler noch einigermaßen geraderücken, indem man nur ein Field Goal zu ließ, sorgte Berlins Runningback Tony Hollings dafür, dass es für den zweiten die „Höchststrafe“ gab. Bei seinem 52-Yard-Touchdown-Lauf ließ er die Kieler Defense wie Anfänger aussehen und den wieder zahlreich erschienenen Anhang der Adler jubeln.

Kurz vor der Halbzeit konnten dann endlich auch die vielen mitgereisten Fans aus Kiel jubeln. Ein guter Punt Return hatte ihre Mannschaft in eine aussichtsreiche Feldposition gebracht. Danach folgte die beste Angriffssequenz der Gäste, die WR Brandon Langston gekonnt mit einem Touchdown abschloss. Doch die Adler zeigten sich nicht geschockt und schlugen gleich zurück, obwohl nur noch wenige Sekunden zu spielen waren. Auch wenn man sich nur bis an die 33-Yard-Linie der Kieler arbeiten konnte, erwies sich die lange Distanz für ein Field Goal als problemlos für Kicker Benjamin Schwarweit. Mit kürzeren Kicks hatte er an diesem Nachmittag seine Schwierigkeiten, doch dieser Schuss über 51 Yards saß perfekt. Zur Pause führten die Adler mit 13:7. Neben packender Football-Action gab es auch musikalisch etwas zu bieten. Die Berliner Rapper Icke & Er sorgten für tolle Stimmung im Stadion.

Das dritte Viertel ging „nach Punkten“ an die Gäste, die durch ein Field Goal bis auf drei Punkte herankamen. In erster Linie konnten sich die Gäste dafür beim Angriff der Adler bedanken, der sich als netter Gastgeber betätigte, und die zuvor bekommenen Geschenke in Form einer Interception und einem verschossenen Field Goal zurückgab. So blieb Kiel bis zum Schluss immer in Schlagweite, ohne selbst wirklich zu überzeugen.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Paris ließen sich die Adler dieses Mal nicht die Butter vom Brot nehmen. Erst stoppte man drei Minuten vor Schluss die Kieler bei einem vierten Versuch an der eigenen 32-Yard-Linie, dann konnte WR Olaf Fischer, der von Kiels CB Lenny Greene bis zu diesem Zeitpunkt gut abgeschirmt wurde, seinem Bewacher entwischen und den Ball nach Pass von Jon Grant über 40 Yards bis in die Endzone tragen.

Für Kent Anderson, Head Coach der Gäste, blieb nach dem Spiel nur zu resümieren, „dass sein Team gut gespielt hat, aber noch ein hartes Stück Arbeit vor ihnen liegt, damit sie wieder dorthin kommen, wo sie im letzten Jahr schon einmal waren, in den German Bowl.“ Die Adler sind da schon einen Schritt weiter. Auch wenn die Saison noch frisch ist, kann man besonders Offense, im Gegensatz zur Saison 2008, eindeutig einen Aufwärtstrend erkennen.

Berlins Cheftrainer Shuan Fatah war erleichtert nach dem Spiel gegen die Kieler. „Die Kieler haben uns als selbsternannten Titelfavoriten dargestellt. Damit wollte man in Kiel den Druck von den eigenen Schultern nehmen. Letztendlich haben wir aber heute gegen den Deutschen Vizemeister gespielt und verdient gewonnen. Das darf man bei der ganzen Sache nicht vergessen! Ich denke, dass unsere Mannschaft mit diesem Sieg einen wichtigen Grundstein für den weiteren Saisonverlauf gelegt hat. In der kommenden Woche kommt mit den Munich Cowboys die nächste Hammertruppe nach Berlin.“ So der Cheftrainer.

Die Truppe aus der bayrischen Landeshauptstadt wird von einem ehemaligen Adler-Trainer angeführt. Der US-Amerikaner John Rosenberg leitete in der Saison 1995 die Geschicke des Hauptstadt Football Teams. „John ist ein hervorragender Trainer mit reichlich Know-how. Er wird seine Truppe sehr gut vorbereiten. Für uns heißt es daher noch härter zu arbeiten und die Fehler abzustellen, damit am kommenden Sonntag das Stadion nicht zur Ranch für die Cowboys wird.“, schmunzelte Coach Fatah bei der Pressekonferenz.

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