Berlin Rebels

Berlin Rebels: „In letzter Minute – Klappe die Zweite!“

Erneut ein Herzschlagfinale für die Rebels, die sich jedoch im Vergleich zu letzter Woche diesmal bei den Gamecocks in Bonn mit 24:21 (0:0/7:14/10:7/7:0) durchzusetzen wußten.

Gemütlich ging es los bei bestem Wetter im Sportpark Pennenfeld. Für viele wohl zu gemütlich, denn die Hauptstädter waren noch nicht richtig in Bonn angekommen, mußte man sich schon zum ersten Mal vom Ball per Punt trennen. Allgemein hatte man in diesem ersten Quarter das Gefühl, dass einige von HC Clifford Madisons Mannen nicht wirklich aus dem Bus ausgestiegen waren. Glücklicherweise erwischten aber auch die Kampfhähne keinen zählbaren Start, so dass es nach Ablauf des ersten Quarter immer noch 0:0 stand.

Erst in Quarter zwei schafften es die Rebellen mit einem sehenswerten Drive der Charlottenburger aufs Scoreboard. QB Darius Outlaw persönlich trug das Leder aus drei Yards in die Endzone. Nach dem PAT durch den ältesten noch aktiven Spieler der GFL, Kickerurgestein Frank Hoffmann, stand es sodann 7:0 für die Men in Black. Doch genau wie in Woche 1, wehrte die Führung nicht lange. Die Gamecocks konnten nach Pass von QB Schopen auf WR Keferstein den Spielstand egalisieren und zum 7:7 ausgleichen.

Nachdem die ansonsten erneut laufstarke Rebels Offense den Ball einmal mehr per Punt an die Westdeutschen abgab, war es wieder das Duo Schopen und Keferstein, die das Spiel zugunsten der Bonner drehten. So ging es mit 7:14 aus Sicht der Hauptstädter in die Halbzeitpause.

Und genau diese Halbzeitpause haben die Rebels allem Anschein nach gebraucht. Nach einer aufrüttelnden Ansprache der ehemaligen NFLE Spieler Kim Kuci und Marc Ellgering waren sich die Spieler einig, dass die gezeigte Leistung nicht dem derzeitigen Leistungsstand entsprach und schworen so das Team auf eine deutlich bessere zweite Halbzeit ein.

Diese begann dann auch direkt mit einer guten Aktion des im Langgenfeldspiel noch gesperrten Paul Mehling, welcher den Returner der Langenfelder unsanft zu Boden brachte und das Lederei fumbelte. Der wie immer gut aufgelegte Mehling sicherte sodann das Spielgerät gleich mit und brachte Kicker Frank Hoffmann in gute Feldposition. Nach sicherem Kick durch Hoffmann zauberte dieser drei weitere Punkte auf das Scoreboard.

Jedoch zeigten sich die Bonner davon nur wenig beeindruckt und offenbarten die diesjährige Schwachstelle der Rebels, den Kick-Off Return schonungslos, indem sie den Ball in die Endzone der Berliner bugsierten.

Aber auch die Berliner ließen sich nicht unterkriegen. Ein Drive über fast neunzig Yards der laufstarken Charlottenburger, vorangetrieben durch eine erneut druckvoll agierende Offenseline, wurde durch einen zwanzig Yard Touchdownlauf von RB Steven Bosse, den wohl keiner der Bonner zu dieser Zeit auf der Rechnung hatte, vollendet.

Die Rebels Defense hatte von nun an die Footballer aus Bonn im Griff und ließen keine weitern Punkte mehr zu. Ein Punt der Gamecocks zwang die Rebels jedoch innerhalb ihrer eigenen zehn Yards den letzten Drive zu starten. Gedanken an das letzte Spiel gegen Langenfeld wurden laut. Aber es war erneut Kim Kuci, der die Offense zusammenhielt und als Team voranpeitschte. Mit klarem Ziel vor Augen und ausreichend Zeit auf der Uhr bewegten sich die Berliner erneut über nahezu das ganze Feld. Das bewehrte RB-Duo Williams und Kuci arbeiteten Hand in Hand mit QB Outlaw und der Angriffslinie um die Tackles Alen Moric und Jan Baldszuhn, die von Line-Coach Jens Sander perfekt auf die Defense der Cocks vorbereitet wurden. Erst kurz vor der Redzone kam man ins straucheln. Der vierte Versuch musste ausgespielt werden. Aber die Gamecocks hatten die Rechnung erneut ohne die erfahrenen NFLE-Veteranen Ellgering und Kuci gemacht. Eine kurze Unterhaltung an der Sideline und der Spielzug war ausgewählt. Darius Outlaw, der wieder ein gutes Spiel für die Hauptstädter absolvierte, warf einen Pass auf RB Kim Kuci, welcher seinerseits den völlig allein gelassenen WR und mittlerweile schon Rebels Urgestein Jan Meseck bediente, der das Ei problemlos in die Endzone tragen konnte.

Die Gamecocks versuchten nun das Spiel noch mal zu drehen. Doch nach einer überzeugenden Leistung der Defense, erstickte allen voran Safety Sebastian „Kasper“ Ruf mit einem wahren Monsterhit gegen den Bonner Angreifer sämtliche Bemühungen selbiger im Staub. Die Drops war nunmehr sozusagen gelutscht und das Spiel zugunsten der Rebels entschieden.

Die Rebels gewannen dank einer guten zweiten Halbzeit verdient in Bonn. Ihnen bleibt nur, sich bei den Gamecocks für die faire Leistung zu bedanken und Ihnen Glück für das nächste Spiel zu wünschen. Abschließend hervorzuheben ist erneut die gute Leistung der Berliner RBs Kuci, Williams und Bosse, die das Laufspiel der Hauptstädter maßgeblich beeinflußten.

Für die Rebels kommt am Samstag um 15.00 Uhr ein Unbekannter in Gestalt der Invaders aus Hildesheim nach Berlin. Hier gilt es die Leistung aus der zweiten Halbzeit in Bonn wieder abzurufen.

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