[singlepic id=187 w=320 h=240 float=left]Bei sonnigen Temperaturen und vor spärlicher Kulisse haben die Marburg Mercenaries am Wochenende ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Nach zwei Niederlagen in den Testspielen präsentierte sich die Mannschaft von Head Coach Tim McNulty konzentriert und lies den gastgebenden Weinheim Longhorns über vier Quarter keine wirkliche Chance auf den Sieg. Während die Defense ein sehr solides Spiel machte, gab es vor allem im Passspiel der Offense noch einige Abstimmungsschwierigkeiten, die ein denkbar höheres Ergebnis verhinderten. Dennoch war man im Lager der Marburger rundum zufrieden: „Wir haben noch nicht unser bestes Personal auf dem Feld und waren durch das Spiel in Dresden verunsichert. Dafür war es eine gute Leistung, vor allem der Defense“, so Präsident Carsten Dalkowski, der sich das Spiel live vor Ort ansah.
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Nach einem vergebenen Field Goal der Weinheimer waren es im ersten Viertel zunächst die Defense Reihen beider Teams die dominierten. Unglücklich für die Hausherren, dass sich bereits in dieser Phase Topscorer Danny Washington verletzte und für den Rest der Partie ausfiel. Der Bann wurde letztendlich durch einen schönen Pass von Ullrich auf Marcel Duft gebrochen, der nicht nur das 7:0 herstellte (Extrapunkt Karol Czapinski) sondern den Hessen auch etwas von der spürbaren Anspannung nahm. Was folgte war ein bärenstarker Auftritt der „Söldner-Defense“, die es vor allem immer wieder schafften Druck auf den gegnerischen Quarterback, hießen sie nun McBrayer oder Basaran, auszuüben. Gestützt auf diese Defense gelang der Offensivabteilung noch vor der Pause das 14:0, als Jo Ullrich Filip Pawelka in der Weinheimer Endzone bediente. Allerdings leistete man sich vor dem Wechsel auch noch zwei Interceptions, wobei eine eher unglücklich bei einem Screen Pass auf Sean Cooper zustande kam.
Das dritte Viertel begann dann fulminant. Sean Cooper, der bis dahin eine gute, wenn auch für seine Verhältnisse eher ruhige erste Halbzeit gespielt hatte, drehte nun mächtig auf. Das Spiel hatte gerade erst wieder begonnen, als der kleine Texaner die Kurve bekam, Torrence Brown abschüttelte und über 65 Yards in die Weinheimer Endzone lief. Doch die Gastgeber schlugen zurück. Einer der wenigen guten Pässe an diesem Tag fand Murat Basaran, der die Marburger Secondary überlief, um für seine Farben die einzigen Punkte an diesem Tag zu erzielen. Was folgte war Ullrichs dritte Interception an diesem Tag, was wiederum die Corrnerbacks der Lahnstädter zu inspirieren schien. Erst fing Christian Graw das Ei ab, was Sean Cooper umgehend zum 27:7 nutzte und anschließend war Tobi Ochs zu Stelle und pflückte einen langen Pass von McBrayer aus der Luft. Jetzt bereits im letzten Quarter entwich die Luft der Hausherren vollständig aus einem Kader, der nahe der Mindestspielstärke lag. Die Goalline der Marburger wurde bei einem ausgespielten vierten Versuch „zugemauert“ bevor abermals Sean Cooper und Johann Gerner den Endstand von 40:7 herstellten. Unerfreulich für letztgenannten war die Tatsache, dass er sich noch in den Schlussminuten eine Knieverletzung zuzog, über deren schwere noch nichts bekannt ist.
Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass eine solide Leistung zu einem Sieg gereicht hat, der bei entsprechender Umsetzung noch höher hätte ausfallen können. Personell wird die Mannschaft nach der Rückkehr von Eugen Heidt, Jason Krupinski, Sean Averhoff und Brad Vickroy, die allesamt fehlten, weiter aufgewertet und befindet sich nach der holprigen Vorbereitung nunmehr auf einem guten Weg.
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