Dresden Monarchs

Ein Krimi zum Saisonstart in Dresden

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Die Dresden Monarchs haben im ersten regulären Saisonspiel 2009 eine bitter Niederlage einstecken müssen. In einem spannenden, packenden und zeitweise hitzig geführtem Match gegen den Vorjahres-Vizemeister Kiel unterlagen die Sachsen vor 1820 Fans beim Sparkassen Gameday im Dresdner „Heinz-Field“ am Ende mit 21:31 (6:3/0:7/7:14/8:7).

Dieses Spiel wird ein langes Echo haben! Spieler werden oft an gemachte Fehler denken, Coaches sie daran erinnern und Fans werden in Foren und Gesprächen etliche strittige Situationen diskutieren. Unterm Strich bleibt: die Dresden Monarchs starten mit einer Niederlage in die Saison 2009.

Dabei begann alles so schön: Jared Dumm trug schon den Kick Off der Partie unter dem sonnigen Dresdner Himmel bis an die 1-Yard Linie der Kiel Baltic Hurricanes zurück. Es waren erst ein paar Sekunden gespielt, da führten die Monarchs mit 6:0! Quarterback Kyle Israel schob sich die nötigen Inches zum ersten Touchdown über die Kieler Goal Line. Sebastian Kretzschmar setzte den Zusatzkick zwar an die linke Torstange, der guten Laune im Rund tat das aber keinen Abbruch. Kiel antwortete zunächst mit einem Fieldgoal: Matthias Eck traf aus 29 Yard Entfernung zum 6:3. Es folgte der Auftritt des jüngsten Dresdner Neuzugangs: Talib Wise. Der Allrounder ging hoch motiviert in das Spiel – vieleicht ein wenig ZU motiviert. Denn seinen ersten beiden Catches folgten die ersten Strafen gegen ihn. Hatte er eben noch für deutlichen Raumgewinn gesorgt, hieß es nach ein paar regelwidrigen Schubsern durch ihn „Erster und 40“! QB Israel machte noch ein paar Yard gut, eh er den Ball über den Kopf von Michael Andrew in die Hände eines Kieler Verteidigers warf. Die Gäste nahmen diese Einladung dankend an: Gunnar Peter erziehlte gleich im ersten Spielzug des zweiten Viertels den Touchdown zur Führung (PAT Eck 6:10). Was die Monarchs im Drive zuvor begonnen hatten wurde spätestens jetzt zum traurigen Motto des Spiels: Bemühen, Marschieren und sich durch Fehler, Fouls und Strafen um den verdienten Lohn bringen!

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Nach einem Fumble der Kieler brachte Burkhard Vogt die Gastgeber in eine aussichtsreiche Position. Enrico Martini fing wenig später den Ball in der Endzone – doch die Schiedsrichter hatten eine Holding gesehen. Sekunden später das gleiche Spiel: Kyle Israel warf im vierten und 16 zum First Down – doch wieder trübte eine gelbe Flagge die Freude: Holding! Israel versuchte es erneut, Wise griff zu – und verlor den Ball an Robert Koster. Kurz vor der Halbzeitpause dann noch einmal Hoffnung für Dresden. Zunächst fing Sebastian Schulz einen TD Pass von Kiels QB Callahan ab. Dresden marschierte in wenigen Sekunden bis an die gegnerische 26. Pass auf Wise – Incomplete, aber diesmal hatten die Schiedsrichter ein Foul der Canes gesehen. Dresden versuchte per Fieldgoal zu verkürzen, doch zu kurz geriet auch der Kick von Kretzschmar. Halbzeit 6:10.

Kiel begann den zweiten Durchgang zunächst konzentriert. Nach einem schnellen Drive stand es 6:17. Leonard Greene nahm einen kurzen Pass von Callahan auf und lief zum zweiten Touchdown (PAT Eck). Doch dann bewiesen die Canes, daß sie es auch verstehen, sich das Leben mit Fouls und Fehlern schwer zu machen. Der erste Aufreger: Radko Zoller verliert bei einem Catch seinen Helm und bekommt von Robert Koster noch einen späten Hit dazu. Der fälligen Strafe folgte ein erneut spätes Tackle, diesmal gegen Israel. Dazu beschwerte sich Koster lautstark und sorgte so für weitere 15 Yard Raumgewinn für Dresden. Talib Wise behielt diesmal die Nerven und fing zum Anschluss-Touchdown. Kurzer Schrecksekunde für die Fans: schon wieder eine Flagge auf dem Feld. Doch die nahmen die Schiries ausnahmsweise zurück, der TD zählte (PAT Kretzschmar 13:17). Spätestens jetzt war Feuer im Spiel. Beide Teams fühlten sich von den Schiedsrichtern zu unrecht zu oft bestraft. Das Dresdner Publikum hatte seine Meinung über die Leistung der Crew um Jens Vogtländer längst gefällt. Und es sollte noch mehr schlechte Stimmung aufkommen! Kiel erhöhte zunächst dank des überragend spielenden Simon Sommerfeld auf 13:24.

Dresden konterte: Michael Andrew lief übers halbe Feld zum Touchdown. Doch die Freude währte kurz. Der Touchdown wurde erneut aberkannt und Andrew des Feldes verwiesen. Andrew bekam gleich zwei Strafen für unsprotliches Verhalten. Die erste, weil er schon wenige Schritte vor der Endzone mit dem Jubel begann. Und dann sahen die Schiedsrichter noch eine Geste Andrews, die sie als Verhöhnung des Gegners werteten. Diskussionen und wütende Gesten konnten nix dran ändern: die Monarchs standen plötzlich ohne ihren Runningback da. Mit besonderem Frust beobachtete vor allem Luc Wetzel an der Seitenlinie die Szenerie. Der Runningback der Monarchs, der sich im Test gegen Marburg verletzte, hätte jetzt liebend gern eingegriffen, musste aber tatenlos dem weiteren Treiben zusehen. Und das wurde nicht schöner. Dresden weiter bemüht, lies sich aber immer wieder ausbremsen. Erst in dem letzten 2 Minuten kamen sie noch einmal heran. Ein langer, zäher Drive hatte sie bis an die 1-Yard Linie der Canes geführt. Israel schob sich wie zu Beginn des Spiels über die Goal Line. Und wie immer musste erst einmal eine Flagge diskutiert werden. Doch die ging gegen Kiel, der TD zählte. Wise sorgte mit einer verwandelten Consversion für weitere 2 Punkte (21:24). Was folgte war ein Psychospielchen der beiden Headcoaches. Dresden lief an zum Onside Kick, doch Kiel nahm einen Augenblick früher eine Auszeit. Dresden lief erneut an – und nahm selbst eine Auszeit. Anlauf – die Dritte: der Onside Kick war lang genug und landete friedlich in den Armen von Kiels Gunnar Peter. Damit war die Partie, bei noch 1:23 zu spielen, eigentlich gelaufen. Doch Kiel wollte offenbar klar machen, daß sie dieses Match „spielend“ gewinnen können. Kyle Callahan lief selbst zum 21:31 Endstand. Was für ein Spiel!

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