GFL

Spannung pur im Hagenbachstadion

Scott Phaydavong auf dem Weg zum 21:14 für die Unicorns. Am Ende stand es 21:20.

Scott Phaydavong auf dem Weg zum 21:14 für die Unicorns. Am Ende stand es 21:20. (Foto: Olaf Nordwich)

Es war ein an Spannung kaum zu überbietender Schlagabtausch, den sich die Schwäbisch Hall Unicorns und die Marburg Mercenaries am Samstag vor 1.069 Zuschauern im Haller Hagenbachstadion lieferten. In einer ausgeglichenen Partie hatten die Gastgeber die Nase am Ende mit 21:20 vorne.

Dass die Begegnungen zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Marburg Mercenaries zu den spannendsten in der Football-Bundesliga gehören, darf spätestens seit Samstag als bewiesen gelten. Im letzten Viertel der Partie brannte im Haller Hagenbachstadion förmlich die Luft. Besonders heiß wurde es in der letzten Spielminute, in der die beiden Haller Verteidiger Oliver Radke und David Seiffer zu den Helden des Tages für die TSG-Footballer werden sollten.

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Bis dahin waren es über weite Strecken der Marburger Angriff und die Haller Verteidigung, die der Partie ihren Stempel aufdrückten. Auffälligster Spieler war dabei Runningback Sean Cooper, der fast im Alleingang für viel Marburger Raumgewinn sorgte. Eine sehr gute Leistung zeigte auch Gästequarterback Johannes Hoppe, der bei den Hessen für den erkrankten Nationalquarterback Joachim Ullrich einspringen musste. „Hoppe zolle ich großen Respekt“, sagte auch Unicorns-Headcoach Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Er hat es heute wirklich verstanden, die Marburger Offense zu führen.“

Dass den Gästen zwar Raumgewinn aber nur wenige Punkte gelingen sollten, dafür war nicht zuletzt auch die Haller Defense verantwortlich. Sie verstand es sehr gut, der eigenen Offense so lange den Rücken frei zu halten, bis diese endlich ins Spiel gefunden hatte. Und das sollte lange dauern. In der ersten Hälfte konnten die TSGler weder mit Pässen noch mit Läufen überzeugen. Gegen die sehr agile und körperlich überlegene Defense der Mercenaries fand man lange kein Mittel und musste die meisten Angriffsserien meist nach wenigen Versuchen beenden. „Da wurden viel zu viele mentale Fehler gemacht“, ärgerte sich Sigfried Gehrke später über seine Offense. „Wir standen uns förmlich selbst im Weg.“

Erst nach der Pause schien der Haller Angriffsmotor besser zu laufen. Die frühe 6:0-Führung der Gäste aus dem ersten Viertel konnte man nun mit einem 5-Yards-Pass von Chad Rupp auf Felix Brenner egalisieren, musste aber wenig später den zweiten Cooper-Touchdown (CON Marcel Duft) zum 6:14 hinnehmen.

Richtig Schwung kam dann aber nach dem letzten Seitenwechsel in die Partie. Die Unicorns erzielten mit einem 32-Yards-Pass von Chad Rupp auf Thomas Hambalek (CON Bernd Wollensack) den erneuten Ausgleich und von nun an geriet das Spiel zum offenen Schlagabtausch. Mehrfach wechselte der Ballbesitz und beiden Teams lief mehr und mehr die Zeit davon.

Kurz nach der Zwei-Minuten-Warnung waren es dann die Gastgeber, die mit einem 10-Yards-Lauf von Scott Phaydavong (PAT Hannes Dierolf) endlich die Endzone der Marburger erreichten und auf 21:14 erhöhten. In Windeseile arbeiteten sich die Gäste im Gegenzug nach vorne. Bei noch 50 ausstehenden Spielsekunden gelang ihnen das 21:20 mit einem 20-Yards-Pass von Johannes Hoppe auf Marcel Duft und die über 1.000 Zuschauer fieberten dem Conversion-Versuch entgegen. Der Ball ging an Sean Cooper, der bei seinem Lauf die rechte Ecke der Endzone ansteuerte, dort aber ein Yard vor der Goalline in Oliver Radke seinen Meister fand.

Wer glaubte, das Spiel sei nun entschieden, der sah sich getäuscht. Marburg spielte den zu erwartenden Onside-Kick, hatte damit Erfolg und stand sieben Sekunden vor Spielende an der 16-Yard-Linie der Unicorns. Von dort warf Hoppe seinen letzten Pass in die Haller Endzone wo er zwei Sekunden vor Schluss aber in den Händen von Halls Cornerback David Seiffer landete. Der knappe Haller Sieg war damit gesichert und die TSG-Footballer dürfen sich nun verlustpunktfreier und alleiniger Tabellenführer der GFL-Süd nennen.

Unicorns Cornerback David Seiffer beendete mit seiner Interception die letzte Hoffnung der Mercenaries. (Foto: Olaf Nordwich)

Unicorns Cornerback David Seiffer beendete mit seiner Interception die letzte Hoffnung der Mercenaries. (Foto: Olaf Nordwich)

Die Punkte für Hall erzielten: Felix Brenner (6), Thomas Hambalek (6), Scott Phaydavong (6), Bernd Wollensack (2) und Hannes Dierolf (1).

Viertel-Ergebnisse: 0:6 / 0:0 / 6:8 / 15:6 , Final 21:20

Alle Punkte:
0:6 Sean Cooper 6-Yards-Lauf
6:6 Felix Brenner 5-Yards-Pass von Chad Rupp
6:14 Sean Cooper 2-Yards-Lauf (CON Marcel Duft)
14:14 Thomas Hambalek 32-Yards-Pass von Chad Rupp (CON Wollensack)
21:14 Scott Phaydavong 10-Yards-Lauf (PAT Hannes Dierolf)
21:20 Marcel Duft 20-Yards-Pass von Johannes Hoppe

von Axel Streich

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