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Wildcats im vierten Spiel ungeschlagen

„Dieses Spiel ist richtungsweisend, es ist ein Must-Win-Game“, so eröffnete Headcoach Simmeit seine Ansprache vor dem Spitzenspiel der Kirchdorf Wildcats gegen die bis dahin ungeschlagenen Allgäu Comets. Der Defenseline-Trainer Ingo Bruckmeier drückte das etwas rustikaler aus: „Da fahrt heid da Zug drüber!“ Und genau so sollte es an diesem etwas bewölkten Nachmittag in der Kirchdorf Airport Arena ablaufen.


Der schwarze Zug nahm gleich beim ersten Kick-Off-Return volle Fahrt auf und dampfte mit Dennis Allcock (#22) an die 7 Yard-Linie der Allgäu Comets. Im anschließenden Lauf über das Runningback-Eigengewächs Maxi Meßner (#30) forcierte die Defense der Comets zwar einen Fumble, doch konnte Dennis Allcock diesen glücklicherweise in der Endzone sichern und somit die ersten Punkte aufs Scoreboard bringen. Nun war es Aufgabe der Defense das starke Laufspiel der Comets zu unterbinden. Da diese leider auch vom Verletzungspech verfolgt sind und den Ausfall zweier Offenseliner und eines Runningbacks zu beklagen hatten, gelang dies den jungen Wildcats sogleich, und die Allgäu Comets, gecoacht von dem früheren Wildcats-Quarterback Brian Caler (2006/2007), mussten das Ei wieder abgeben. Da noch etwas Sand im Getriebe der Wildcats-Offense war, dauerte es ein bisschen, bis die Offense-Line um Hannes Bichlmaier (#70) den Quarterback Mike McPherson (#14) lange genug beschützen konnte. Als er dann aber genug Zeit hatte, erhöhte er im zweiten Quarter den Spielstand auf 12:0, indem er Dennis Allcock spektakulär mit einem Pass über 40 Yards bediente. Die anschließende 2-Point-Conversion wurde von Maxi Billing (#5) mit einem schönen Catch erfolgreich abgeschlossen. Bis zur Halbzeit gelang es dann der Defense um Christoph Simmeit (#16) die meisten Angriffe der Comets abzuwehren, was auch zu einem gewissen Teil daran lag, dass der frühere Düsseldorfer Panther Michael Demers (#51) dem Allgäuer Quarterback Stefan Hafels (#17) ein ums andere Mal stark zusetzen konnte. Dieser konnte zwar von Zeit zu Zeit sehr ansehnliche Pässe bei seinen Receivern anbringen, doch vor der Endzone der Wildcats geriet der Motor dann ins Stocken, weil die Wildcats-Defense vor allem in der Mitte um Roman Krösslhuber (#96) gut zusammenstand und niemanden durchließ. Auch das Defense-Backfield war stets wachsam, sodass Christoph Braun (#23) letztendlich auch mal einen Pass aus der Luft pflückte. Die Comets konnten somit in der ersten Hälfte keine Punkte machen. Als Ende des zweiten Quarters noch vier Sekunden zu Spielen waren, und die Offense der Wildcats an der gegnerischen 25 Yard-Linie stand, gelang es McPherson in letzter Sekunde einen Pass auf Maxi Billing zu werfen, welcher sich die Chance nicht nehmen ließ und mit einem Diving-Catch den Punktestand auf 20:0 erhöhte. Dementsprechend guter Dinge gingen die Spieler der Wildcats in die Halbzeit, behielten aber im Hinterkopf, dass das Spiel noch lange nicht vorbei ist und die Comets durchaus nochmal zurückkommen könnten. Diese Einstellung führte in der zweiten Hälfte dann dazu, dass die Offense der Wildcats diszipliniert da weitermachte, wo Sie in der ersten Hälfte aufgehört hat. So gelang es Maxi Meßner, der an diesem Tag in der Offense ebenso wie Michael Demers in der Defense ohne Rücksicht auf Verluste spielte, mehrere Tackles zu brechen und den Ball nach 25 Yards in der Endzone abzulegen. Aber das blieb nicht lange unbeantwortet von den Comets, die den ca. 400 Zuschauern zeigen wollten, dass Sie durchaus auch in der Lage sind richtig guten Football zu spielen. Quarterback Stefan Hafels stellte das mit einem sehenswerten 40 Yard-Lauf unter Beweis, den er gegen das Bemühen einiger Wildcats mit einem Touchdown krönte. Wieder war die Offense der Kirchdorfer am Zug. Nach einigen schönen Pässen auf Christoph Öller (#33), erhöhten Sie mit einem 5 Yard-Lauf über Maxi Meßner auf 32:07. Nun war es Aufgabe der Defense, sämtliche Versuche im Keim zu ersticken. Linebacker Bastian Lehner (#7) und Simon Taubenböck (#27) erfüllten ihren Job mit Bravour, tackleten die Ballträger schnell und hart, was mitunter dazu führte, dass Maximilian Hoffmann (#29)und Martin „Moose“ Eckmüller über das Spiel hinweg zwei Fumbles erobern konnten. Somit war der Ball dann wieder in den Händen von Center Martin Schätz (#75). Da die Defense der Comets kein Mittel gegen die abwechselnden Pässe und Läufe fanden, konnte Mike McPherson nach einem eigentlich vergeigten Spielzug abermals Maxi Billing 12 Yards entfernt in der Endzone finden. Als der Angriff der Comets wieder aufs Feld kam, brachten Sie sich mit einem schönen Screen in die Näher der Endzone. Stefan Hafels bediente seinen Receiver Januschke Johnathan (#12) über die Köpfe der Verteidigung hinweg über 16 Yards. Die Offense der Wildcats setzte daraufhin auf den ursprünglichen Defense-Back Sinan Günaltay (#20), der nun als Runningback auf dem Feld stand. Durch die gute Arbeit der Offenseline und seinen Speed konnte er den Spielstand nach einem 8 Yard-Run dann auch auf 46:14 erhöhen. Bei diesem Spielstand wurde es den Wildcats dann von der Schiedsrichter-Crew angeraten, einen Gang zurückzuschalten, um das Verletzungsrisiko beiderseits zu minimieren. Dadurch konnte der Quarterback der Comets, der an diesem Tag sehr viel einstecken musste und wirkliche Nehmerqualitäten zeigte, etwas befreiter agieren und John Florian (#84) in der Endzone über 22 Yards hinweg bedienen. Zu guter Letzt war es einmal mehr Maxi Meßner, der den Schlußstand von 54:20 besiegelte, indem er einen wieselflinken 35 Yard-Lauf hinlegte. Alles in allem war es ein schöner Nachmittag für die Zuschauer auf der Tribüne, was auch mit daran lag, dass größtenteils sehr fair gespielt wurde.

Nun sind die Wildcats im vierten Spiel noch immer ungeschlagen und führen die Tabelle an. Doch das ist kein Grund übermütig zu werden, denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel, und in zwei Wochen steht mit den Aschaffenburg Stallions ein Gegner an, der nicht zu unterschätzen ist. Nichtsdestotrotz werden die jungen Spieler die nächste trainings- und spielfreie Woche erstmal zum Regenerieren nutzen, sodass der Zug in zwei Wochen wieder mit allen Rädern und ohne Sand im Getriebe Vollgas geben kann!

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