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Pflichtsieg ohne Glanz – Phantoms gewinnen in Kaiserslautern 28:6

Nicht immer müssen und können es spielerische Glanzleistungen sein, die zum sportlichen Erfolg führen. Auf den Nenner „Effektiv“ könnte man dann auch die Vorstellung der Wiesbaden Phantoms beim Zweitliga-Aufsteiger Kaiserslautern Pikes bringen, der sich vor rund 700 Fans in der Pfalz erneut als nicht leicht zu spielender, kampfstarker Gegner erwies. Dass es dennoch zu einem erneut deutlichen Sieg für das Team von Michael Treber reichte, lag aber an der besagten Effektivität der Phantoms, die zum jeweils richtigen Zeitpunkt im Spiel das richtige Mittel fand, um den Weg in die Endzone der Gastgeber zu finden und einen hart erkämpften, aber letztlich ungefährdeten vierten Saisonsieg einzufahren.

„Es war nicht unser bestes Spiel in diesem Jahr, was wir hier gezeigt haben. Zufrieden bin ich aber, dass wir trotz des eher mäßigen Gesamteindrucks einen deutlichen Sieg herausgespielt haben. Dass wir in den wichtigen Momenten konzentriert genug waren, die entscheidenden Plays zu machen“, zog Michael Treber nach dem Spiel sein Fazit.

Eingeläutet durch zwei abgefangene Pässe des agilen Pikes-Spielmachers Denis Rohleder sorgten die Phantoms jeweils für wichtige Statements gegen die unermüdlichen Gastgeber: Zunächst lieferte kurz nach Spielbeginn Kenneth Colbert mit seiner Interception für die Vorlage zur Führung, die nach einem tiefen Pass von Guido Reuels auf Robin Bräuer und dem anschließenden erneuten Zusammenspiel des Erfolgs-Duos über 11 Yards die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte.

Im zweiten Spielviertel führte Malte Hennings Interception zum zweiten Touchdwon. Diesmal war Fabian Gerhardt Nutznießer der guten Defense-Arbeit. Er fing einen Reuels-Pass aus kurzer Distanz, Michael Reich erhöhte per Kick auf 14:0. Bis dahin verschenkten die Phantoms weitere gute Möglichkeiten auf Punkte durch Unkonzentriertheiten, unnötige Penalties in wichtigen Situationen – gleich zwei tiefe Pässe kurz vor die Pikes-Endzone wurden zurückgepfiffen – und auch durch eine beherzt kämpfende Pikes-Defense, die nach der 12:42 gegen Saarbrücken erfolgreiche Wiedergutmachung betrieb.

Zum richtigen Zeitpunkt das richtige Statement: Wenige Minuten war die zweite Halbzeit erst alt, als Joel Buskirk bei seiner Saison-Premiere einen Punt der Pikes bis auf deren 10-Yard-Linie zurücktrug. Daniel Schiffner auf Zuspiel von Frank Grimm und Michael Reichs Extrapunkt sorgten im direkten Anschluss für die beruhigende 21:0 Führung der hessischen Landeshauptstädter.

Zwar kamen die Pfälzer noch einmal heran, die Brüder Vasim und Denis Rohleder überwandten die ansonsten souveräne Phantoms-Defense zum ersten und einzigen Mal an diesem Tag, das kurze Aufflackern von Hoffnung auf Seiten Kaiserslautern wurde jedoch im Keim erstickt. Arbeitstier Kelly Perrier sorgte nämlich im Gegenzug dafür, dass der alte Abstand wieder hergestellt war. Effektiv eben. Das muntere und äußerst fair geführte Spiel ging unspektakulär zu Ende. Die Phantoms bleiben als einziges Team der Liga weiterhin ungeschlagen, während man auf Seiten der Pikes durchaus zufrieden mit den bisherigen Vorstellungen gegen ausnahmslos als Favoriten anzusehende Mannschaften nun auch auf zählbare Erfolge gegen die derzeitigen Tabellennachbarn hoffen darf.

Am kommenden Wochenende geht es für die Phantoms zu den Stuttgart Silver Arrows. Diese verloren beim Hinspiel im Europaviertel kürzlich zwar mit 0:55, ließen aber nun durch eine durchaus unglückliche 14:25 Niederlage gegen Bundesliga-Absteiger Darmstadt Diamonds aufhorchen. Dennoch ist ein Sieg bei den Silver Arrows Pflicht, bevor es für Treber und Co. gegen die derzeitigen Tabellennachbarn Rhein-Neckar Bandits (42:36 über Saarbrücken), Darmstadt Diamonds, Franken Knights (49:42 gegen Montabaur) und Saarland Hurricanes in einen heißen Sommer geht.

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