Berlin Rebels

Rebellen beenden Langenfeld-Fluch

Nur aufgrund einer geschlossenen Teamleistung konnten die 32 angereisten Charlottenburger am Samstag in Langenfeld mit 20:12 als Sieger vom Platz gehen.

Gleichzeitig ist dieser Sieg nicht nur ein wichtiger Auswärtstriumph – wurde doch der direkte Vergleich mit den Longhorns zu Gunsten der Berliner entschieden – sondern auch ein psychologischer, beendet er doch gleichzeitig die Niederlagenserie der Berliner in Langenfeld. Tatsächlich ist das der erste Sieg der Berliner in Langenfeld seit der Rückkehr in die GFL2 Nord.

Aber zum Spiel:
Eröffnet durch einen schönen Kick-Off der Men in Purple marschierte die Berliner Offense direkt übers gegnerische Feld Yard für Yard in Richtung Endzone. Dennoch musste man sich schließlich vom Angriffsrecht trennen. Aber auch die Langenfelder Offense, welche ebenfalls mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, wollte zwar gleich mittels eines tiefen Passes zuschlagen; hatte jedoch die Rechnung ohne den an diesem Tag erneut bärenstark aufspielenden und vermeintlich besten Safety der Liga Paul Mehling gemacht, welcher den Ball abfangen und über gute vierzig Yards in die Endzone der Longhorns tragen konnte. Für Mehling schon TD Nummer zwei übrigens. Somit stand es 6:0 (PAT von Langenfeld geblockt) für die Gäste aus Berlin.

Auch in der Folge sollte der Langenfelder Offensive nicht viel gelingen, was vor allem an einer bärenstarken Leistung der Berliner Defense lag. Man konnte deutlich sehen, dass die Berliner durch Jan Ibler und Ricardo Sautier in der Passverteidigung zugelegt hatten. Somit gab man den Longhorns keine zum Hinspiel vergleichbaren Räume.

Die Berliner Offensivabteilung machte ihren Job hingegen trotz eines angeschlagenen Darius Outlaw etwas besser und so war es schließlich einmal mehr Punktemaschine und RB Deeikee Williams, der den Ball zum Touchdown in die Langenfelder Endzone trug (PAT F. Hoffmann).
Die Horns, jetzt bemüht die Partie nicht ganz aus der Hand zugeben, kämpften sich bis auf ein Yard an die Goalline der Gäste heran. Aber auch dort überließen die Mannen um LB Orkan Atakan, Torsten „AJ“ Rehmer und Safety Sebastian „Kasper“ Ruf nichts dem Zufall und hielten die lilafarbene „Herde“ mit knallharten Tacklings im Zaum. Nach vier erfolglosen Versuchen der Langenfelder gingen die Mannschaften mit 13:0 aus Berliner Sicht in die Pause.

Dennoch waren es in der zweiten Hälfte zunächst die Longhorns, die zu ihren ersten Punkten an diesem Tag kommen sollten. Ein kurzer Lauf brachte das ersehnte 13:6. Die anschließende Two-Point-Conversion wurde jedoch von der Berliner Defense vereitelt.

Doch wie schon das Hinspiel, sollte auch das Rückspiel ein Nervenkrimi werden. Die Longhorns konnten per Pass gleich ein zweites Mal Punkten. Es stand knappe 13:12 für Berlin! Natürlich wollten die Longhorns nun auch noch den Extrapunkt verwandeln, doch NFLE-Veteran Kim Kuci bekam eine Hand an den Ball, so dass dieser knapp an den Stangen vorbeisegelte. In diesem Moment war noch genügend Zeit auf der Uhr, so dass das Spiel wieder völlig offen war. Nach kurzem „Verbalgewitter“ aufgrund hängender Köpfe durch OC Marc Ellgering war auch der letzte Zweifler im Lager der Rebels überzeugt, dass heute keine Wiederholung des Hinspiels, welches man in der letzten Minute aus der Hand gegeben hatte, stattfinden sollte. Motiviert ging die Offense ans Werk und ließ sich auch durch eine deutlich besser spielende Langenfeld-Defense aufhalten. Schließlich wurden die Angriffsbemühungen der Berliner, bei eineinhalb Minuten verbleibender Spielzeit, belohnt. Nach schöner Vorarbeit von Kim Kuci war es erneut Deeikee Williams, der die Berliner erlöste und den Ball zum 20:12 (PAT F. Hoffmann) über die Goalline rammte. Von jetzt an war die Offense zum Zuschauen verdammt. Aber auf die Berliner Defense war verlaß!
Die Langenfelder bemüht, nun doch noch das kleine Wunder zu bewirken, gingen in die Offensive. Doch diesmal war es Ricardo Sautier, der den Ball von QB Garrett Collins abfing und somit den Berliner Sieg besiegelte.

Die Freude der Berliner war groß, schließlich war man ohne einen Großteil der Starter, wie DT Mathias Tschernoch, DE Sebastian Wilke, TE Benjamin Kühnast und LB Brian Flowers – die allesamt aus berufklichen Gründen fehlten – angereist.

Besonders Lob gilt QB Darius Outlaw, welcher trotz Verletzung zu keiner Zeit im Spiel daran dachte das Team nur von der Sideline zu unterstützen und alles gab was in ihm steckte. Ebenso erwähnenswert sind die Läufe der RBs Steven Bosse, Deeikee Williams und Kim Kuci, welche einen großen Anteil am erfolgreichen Laufspiel der Berliner tragen.

Dennoch war man sich einig, dass der Spielball heute der Defense gehören sollte, welche die Berliner Offense auch in der Phase des drohenden Ausgleichs im Spiel hielt und stets als Beispiel voranschritt.

Das nächste Spiel der Berlin Rebels findet am kommenden Sonntag in Düsseldorf statt. Dort gilt es den Tabellenführer – die Panther – zu zähmen, bevor man dann im heimischen Mommsenstadion gegen die Lübeck Cougars antreten wird.

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