Franken Knights

Phantoms unterliegen im Topspiel gegen die Franken Knights mit 9:10

Die zum Ende hin und auch lange nach Spielende viel diskutierte Szene: Durch Joel Buskirks Touchdown verkürzen die Phantoms 44 Sekunden vor Spielende auf 9:10, würden mit dem fälligen Extrapunkt den Ausgleich erzielen. Stattdessen entscheidet man sich für eine Conversion für zwei Extrapunkte zum möglichen Sieg und scheitert bei Kelly Perriers Lauf um wenige Zentimeter am 11:10. Sieg Franken Knights vor 700 atemlosen Zuschauern im Europaviertel. Was Michael Treber in der anschließenden Pressekonferenz mit einem „Unentschieden ist was für Fußballer, beim Football kommt es auf Siege an“ umschrieb, erweist sich bei näherer Betrachtung in der Tat als richtig. Wäre Perrier nicht kurz vor Erreichen der Endzone für zwei Zusatzpunkte gestoppt worden, hätte man die Franken Knights nach einem von beiden Defense-Reihen dominierten Spiel auf zwei Siege Abstand gebracht. So aber muss nun das Rückspiel in Rothenburg gewonnen werden, um den direkten Vergleich gegen die Knights zu gewinnen. Besagter direkter Vergleich ist der erste „Tie Breaker“ bei zwei punktgleichen Mannschaften in der Tabelle, nicht etwa das Score-Verhältnis. Ein weiterer Unterschied zum Fußball. So spielte es letztlich keine große Rolle, ob Unentschieden oder Niederlage, ein Sieg in Rothenburg ist in beiden Fällen Pflicht, sollten beide Teams am Ende der Saison punktgleich stehen.

So riskierte Michael Treber am Ende alles für den Sieg, nur um am Ende mit seiner Mannschaft das erste Heimspiel seit zwei Jahren zu verlieren. Dramatisch, packend und entgegen aller Erwartungen ohne Punktefestival. Denn nicht nur die Phantoms-Defense hatte über weite Strecken des Spiels die punktehungrigste Offense der Liga um US-Spielmacher Joshua Kittell im Griff, auch die Verteidigung der Gäste zeigte sich bestens vorbereitet und hielt ihrerseits den Angriffsbemühungen der Phantoms meist stand.

Zahlreiche Ballverluste in günstigen Feldpositionen verhinderten bis zum besagten spektakulären Finale mehr als ein Phantoms-Field Goal durch Tobi Kreuzer zu Beginn des Spiels. Aber auch aus der Rothenburger Offense war nach dem Touchdown durch Oliver Rohn zum 7:3 der Gäste lange Zeit die Luft raus. Die beiden besten Offense-Abteilungen der Liga neutralisierten sich durch gute Verteidigungs-Strategien selbst. So auch bei einem „Goal Line Stand“ der Phantoms, als es die Knights aus nur 5 Yards Entfernung in drei Versuchen nicht schafften, den Ball zur Vorentscheidung in die Phantoms-Endzone zu befördern. „Nur“ ein Field Goal zum 3:10 und die Basis für den nervenaufreibenden Showdown in den letzten Sekunden.

„Keine Frage, die Knights haben sich hier bestens präsentiert und verdient gewonnen. Uns haben die drei Ballverluste richtig weh getan, es wäre mehr möglich gewesen. Gerade weil es uns gelang, die Knights auf gerade mal 10 Punkten zu halten. Wir haben offensiv anfangs zu viel gewollt, zu aggressiv gespielt und wurden bestraft“, so Michael Treber weiter. Aus den gemachten Fehlern lernen und weiterhin fokussiert bleiben, lautet die Losung für die kommenden vier Auswärtsspiele in Folge. „Der Kampf um die Meisterschaft bleibt weiterhin spannend. Wir haben ein Spiel verloren, aber die Saison ist noch lang und wie wenige Zentimeter manchmal über Sieg oder Niederlage entscheiden können, haben wir ja heute erlebt“.

Mit nun jeweils einer Niederlage bleiben Phantoms und Knights vorne, gefolgt von den Saarland Hurricanes mit bisher zwei Niederlagen. Alle drei Spitzenteams müssen noch gegeneinander ran. Es kann und wird also viel passieren in den nächsten Spielwochen der GFL 2 Süd. Und vielleicht entscheiden besagte wenige Zentimeter dann auch ein wichtiges Spiel für Michael Trebers Mannschaft, die am kommenden Wochenende zum zweiten Hessenderby nach Darmstadt reisen wird. Da ist dann wieder eine ähnlich souveräne Defense gefordert, und eine deutlich erfolgreichere Offense, als im Spiel um „Alles oder nichts“ gegen die Knights.

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