Dresden Monarchs

Gelungener Heim-Abschied der Monarchs

Die Dresden Monarchs feiern im vorerst letzten Pflicht-Heimspiel der Saison 2009 einen hart erkämpften Sieg. Vor mehr als 2000 Fans im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion hieß es am Ende 34:27 (13:14/0:7/14:0/7:6).

Ein spannendes, ein abwechslungsreiches und packendes Match zum Abschied. Zum Einen war es das vorerst letzte reguläre Heimspiel der Dresden Monarchs. Und zum Anderen war es der letzte Auftritt von „Günnie“ Jagsch, der Stimme des sächsischen Erstliga-Football Teams. Nach vielen Jahren als Spieler, Coach, Stadionantreiber und Helfer an allen möglichen Ecken macht er Schluss. Mag sein, das es ein paar Spieler oder Fans von gegnerischen Teams gibt, die ihn in seiner lauten und immer emotionalen Art nicht vermissen werden. Die Dresdner Fans werden es! Sie werden ihn als das in Erinnerung behalten was er war: Footballfan mit Herz, Seele und Fachwissen, emotional egal in welche Richtung und fair gegenüber jedem Gegner. Machs gut Günnie – und komm uns nächstes Jahr besuchen!

Zu Beginn sah es allerdings gar nicht nach einem versöhnlichen Abschied aus. Jagsch und die Fans erlebten einen nervösen Fehlstart der Monarchs. Die eigene Offense verabschiedete sich schnell. Der fällige Punt nach drei nutzlosen Versuchen wurde vom Essener Greg Miletich geblockt und zur Führung in die Endzone getragen (PAT Jungblut 0:7). Der zweite Drive der Gastgeber drohte ebenso schnell wie der erste zu enden. Doch im dritten Versuch und lang feuerte QB Kyle Israel eine erste Granate raus die Sebastian Krech umringt von Essener Verteidigern 7 Yard vor der Goalline fangen konnte. Den nächsten Schritt machte Israel selbst, indem er den restlichen Weg in die Endzone zum Touchdown lief (PAT Lüdeck 7:7). Die Cardinals waren davon aber wenig beeindruckt. QB Ronald Curley dirigierte seine Offense sehr variabel und vor allem effektiv übers Feld. Und am Ende machte er es Israel gleich: Curley mit einem TD Lauf über 10 Yard zur erneuten Führung der Gäste (PAT Jungblut). Noch im ersten Viertel die Antwort der Monarchs: wieder ist es Israel, der nach einem schnellen Drive mit einem kurzen Lauf in die Endzone für den nächsten Touchdown sorgt. Allerdings reicht der diesmal nicht zum Ausgleich. Der Versuch einer 2Point Conversion ging daneben: es stand 13:14. Und das alles im ersten Viertel! Schnell wird allen Besuchern dieser Partie klar, das hier zwei hochmotivierte Teams auf Augenhöhe alles geben. Die Cardinals gewohnt laufstark aber auch beeindruckend passsicher. Dresden zwar umsichtig und variabel, aber in der ersten Hälfte halt immer nur reagierend. Nicht überraschend, das Essen noch vor der Halbzeitpause einen nachlegten: Ein 4 Yard Touchdown Pass auf Brendon Emmeott sowie der Zusatzpunkt von souveränen Kicker Sascha Jungblut. Mit 13:21 ging es in die Kabine. Und während draußen die Fans mit ihrem Günnie einen tränenreichen Abschied feierten, muss Dresdens Headcoach Spielbuehler drinnen sehr laut geworden sein. Es kann ihm nicht gefallen haben wie nervös seine Offense und wie leichtfertig seine Defense da auf dem Rasen bisher gespielt hatte. Das Donnerwetter war offensichtlich heilsam – die Monarchs legten nun mehr als einen Gang zu. Erst machte die Defense beim ersten Drive der Essener dicht. Dann zog die Offense an. Der Touchdown zum Anschluss war fast ein wenig kurios: Michael Andrew ließ beim Marsch in die Endzone kurz den Ball fallen. Teamkollege Talib Wise reagierte griff schnell zu und lief den Rest (PAT Lüdeck 20:21). Wenig später gingen die Monarchs zum ersten Mal in Führung: Ronald Curley warf stark unter Druck den Ball dem Dresdner Jens Schletter in die Hände. Und der lief damit umgehend in die Endzone (PAT 27:21). Doch Essen gab nicht auf. Verständlich, denn schließlich geht es bei denen im Fernduell mit Braunschweig immer noch um die Play-Off Teilnahme.

Der Ausgleich kam schnell: Curley diesmal sicher mit einem 23 Yard Pass auf Emeott. Auch misslang der Versuch mit einem „kleinen Touchdown danach“ 2 Punkte drauf zu legen. Es blieb beim 27:27.

Vorerst! Denn Dresden war jetzt deutlich konsequenter. Talib Wise erhöhte nach einem 16 Yard Pass von Israel auf 34:27 (inkl. PAT Lüdeck). Den Rest erledigte die Defense. Essen versuchte viel in den letzten Minuten. Doch die Monarchs Verteidigung war jetzt wach und aggressiv zur Stelle. Mehr als einmal ging Curley beim Versuch einen freien Passempfänger zu finden zu Boden. Zu guter Letzt aus Sicht der Monarchs nahm ihm Paul Krems eine Minute vor Schluss den Ball ab. Die letzten Sekunden gingen im Jubel der Monarchs Fans unter.

Dresden feiert seinen vierten Sieg in Folge. Nach dem enttäuschenden Saisonstart steht man nun sicher auf dem dritten Platz der GFL Gruppe Nord. Noch ein Spiel gilt es zu spielen (nächsten Samstag beim Rematch in Essen) dann geht es im September in die Playoffs!

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