GFL

Unicorns deklassieren Longhorns

Die Schwäbisch Hall Unicorns wurden am Samstag ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Gegen die in allen Belangen überforderten Weinheim Longhorns kamen sie vor 1.023 Zuschauern zu einem von Anfang an klaren 60:6-Erfolg.

Nach der sehr durchwachsenen Leistung und dem mageren 16:7-Erfolg in Stuttgart war man bei den Unicorns vorsichtig geworden. Obwohl am Samstag das Tabellenschlusslicht beim Tabellenführer der GFL-Süd antrat, war man im Haller Lager vor dem Spiel verhalten optimistisch. Dazu gab es aber keinen Grund, wie sich nach dem Anpfiff der Partie schnell herausstellen sollte.

Die TSGler wandelten in der ersten Hälfte jeden Ballbesitz postwendend in einen Touchdown um. Von den zuletzt beobachteten Unkonzentriertheiten des Haller Spielmachers Brian Brunner war nichts mehr zu sehen. Gleiches gilt für die Fangschwächen seiner Receiver und am Ende sollten sich am Samstag gleich acht Offense-Spieler in die Punkteliste eingetragen haben.

Die Haller Defense hatte zu keinem Zeitpunkt echte Mühe, die Angriffsbemühungen der Nordbadener zu stoppen. Lediglich von einem Pass über 65 Yards im dritten Viertel, als die Haller bereits mit 53:0 in Führung lagen, ließ man sich überrumpeln. Besonders hervor tat sich Gerhard Jäger, der einen Weinheimer Pass abfangen und einen geblockten Longhorns-Punt über 50 Yards zum Touchdown tragen konnte.

Insgesamt betrachtet machten es die geschwächt angetretenen Weinhem Longhorns ihren Gastgebern aber auch nicht gerade schwer zu glänzen. In Offense und Defense zeigten sie sich schlicht überfordert. Respekt musste man allerdings dem Weinheimer Johannes Mansee zollen. Obwohl er zweimal lange auf dem Platz behandelt und vom Feld getragen werden musste, spielte er nach kurzen Pause bis zum Schluss in Offense und Defense weiter.

Überhaupt hätte man es den Longhorns nicht übel nehmen können, wenn sie spätestens ab Mitte des zweiten Viertels die Lust am Spiel verloren hätten. Aufopferungsvoll kämpften sie aber bis zum Schlusspfiff, obwohl es am Samstag wirklich keinen Blumentopf für sie zu gewinnen gab.

Schnell waren die Unicorns am Samstag davon gezogen. Schon beim ersten Seitenwechsel lagen sie mit 26:0 in Führung und zur Pause hatten sie bereits 46 Punkte gesammelt. Kein Wunder also, dass Halls Head Coach Siegfried Gehrke schon früh damit begann, auf vielen Positionen durchzuwechseln und die zweite Reihe seines Kaders auf das Feld zu bringen. Ab Ende des dritten Viertels gestattet er beim Spielstand von 53:6 auch Quarterback Brian Brunner einen Platz auf der Bank und Johannes Brenner übernahm die Geschäfte des Spielmachers. Er schloss das Spiel selbst mit dem Touchdown zum 60:6-Endstand ab.

„Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir die erste Hälfte dominiert haben. In der zweiten Hälfte sind wir dann natürlich vom Gas gegangen“, sagte Siegfried Gehrke nach dem Spiel. Bedauern tut er die Verletzungen, die seine Unicorns aus dem Spiel mitnahmen. Linebacker Sven Mielke sowie die Receiver Eren Savasli und Felix Hegemann fielen während des Spiels aus. Bereits vorher zog sich Offense-Liner Christian Rothe eine Zerrung zu. „Das ist sehr bedauerlich, zumal am nächsten Sonntag in Marburg eine schwere Aufgabe auf uns wartet.“

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