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Ritter nehmen Revanche in Mannheim

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In einer wahren Hitzeschlacht auf dem schattenarmen MTG Rasen, bei Temperaturen von jenseits der 40 Grad, zogen die Rhein-Neckar Bandits am vergangenen Samstag den Kürzeren. Konnten sie doch den Sieg eine Woche zuvor bei den Knights nicht bestätigen und verloren relativ deutlich mit 14:38 (7:7 7:7 0:7 0:17) gegen den neuen und alten Tabellenführer aus Franken. Die Gäste untermauerten dabei eindrucksvoll mit einer starken Leistung auf beiden Seiten des Balles ihre Ambitionen auf die Titelverteidigung in der GFL2.

Dabei war das Spiel über die komplette erste Hälfte und zu Beginn des zweiten Durchgangs absolut ausgeglichen. Dafür sorgte vor allem die erneut starke Mannheimer Defense, die nach dem Debut Touchdown vor einer Woche auch im Rückspiel das erste Mal für die Quadratestädter die gegnerische Endzone enterte. Nach Felix Morillas-Navas letzte Woche, darf sich nun auch sein Linebacker Kollege Derrick Gurley in die Scorerliste eintragen. Der Touchdown des US-Amerikaners war allerdings einer der kuriosesten, den das MTG Stadion wohl je gesehen hat. Nach einem Screenpass bekam der fränkische Receiver den Ball nicht unter Kontrolle. Gurley beendete die Jongelage, nahm ihm den Ball aus der Hand und spazierte in die Endzone. Den obligatorischen Extrapunkt besorgte bereits zum 24 Mal in dieser Saison Alexander Serpi.

Von Sicherheit durch den ersten Touchdown des Tages war aber auf Mannheimer Seite nichts zu spüren. Nach einem Fumble der Offense betrat wieder der fränkische Quarterback Cedric Townsend mit seinen Angriffskollegen das Feld. Mit dem ersten Play fand der Spielmacher seinen Lieblingsreceiver am heutigen Tag, Anthony Thebault, zum 7:7 Ausgleich.

Der Topscorer der Mannheimer, Thomas Wright, mit nunmehr 17 Touchdowns in 9 Spielen, konnte sich der Bewachung der Franken nur einmal gewinnbringend entziehen und brachte sein Team im ersten Drive nach dem ersten Seitenwechsel wieder in Führung. Die Franken ließen sich aber vom erneuten Rückstand nicht verunsichern und glichen direkt im anschließenden Drive zum 14:14 Halbzeitstand aus. Vor allem beim letzten Drive der Gäste zeigte sich die Stärke der Franken die sie im Hinspiel nicht richtig ausspielen konnten: Eine sehr effektive Mischung aus Pass- und Laufspiel sowie ein Quarterback der beides tadellos beherrscht.

Das erste Ausrufezeichen in Hälfte Zwei setzte allerdings der Gastgeber. Nach einem tiefen Pass im ersten Play nach Wiederanpfiff fing Safety Ronny Sprengel den Ball ab. Die Mannheimer Offense, die keinen guten Tag erwischte, konnte aber daraus kein Kapital schlagen. Die Franken schalteten im Anschluss einen Gang nach oben, eine Tempoverschärfung die auch die beste Defense der zweiten Liga, was gegnerische First- Downs und Red-Zone Verteidigung angeht, nicht mitgehen konnte. Nach einem Field Goal, sowie zwei Touchdownläufen und einem Touchdownpass von Townsend, dem wohl unstrittig besten Spieler auf dem Feld, stand der Endstand von 14:38 fest.

Die Bandits schaffen somit nicht den Sprung auf den erhofften ersten Platz in der GFL2 und fallen vorläufig auf den vierten Tabellenplatz zurück. Nach der nun anstehenden, fünfwöchigen Spielpause treffen die Kurpfälzer zuerst mit den Hanau Hornets auf das abgeschlagene Schlusslicht der Liga, ehe es am 28. August zum großen Showdown in Mannheim kommt, wenn die Bandits und Hurricanes wohl um den Titel der zweiten Kraft in der GFl2 Süd hinter den Franken Knights kämpfen werden. 

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