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Der Blick darf nicht nach unten gehen

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Kurz vor dem wohl letzten Spiel des American Football Club Universe Frankfurt im Jahr 2010 beim Test gegen die Langen Knights am Sonntag, 26. September, 15 Uhr, hat Universe-Head Coach Markus Grahn ein erstes großes Saisonfazit gezogen.
”Wir hatten mit den Play-offs sehr hohe Ziele, die wir aufgrund von drei knappen Niederlagen am Ende sicherlich knapper als es die ausgeglichene Bilanz aussagt, verfehlt haben”, zeigt sich Grahn in Hinblick auf die Zukunft zuversichtlich. “Die Gründe, aufgrund deren wir diese drei Spiele verloren haben, werden wir bis zur Saison 2011 ausmerzen.”

Die Frage, nach diesen Gründen, beantwortet Grahn durchaus selbstkritisch: “Man kann viele Dinge im American Football kontrollieren, einige aber auch nicht. Hauptgrund für die am Ende fünf Niederlagen war natürlich die hohe Zahl an Verletzungen im Starterbereich, aber auch einigen Verletzungen kann man in der Vorbereitung vorbeugen.
Zur bei nicht allen Spielern optimalen Einstellung zum Training kamen auch personelle Fehlentscheidung. Als diese Spieler, die nicht richtig in die Philosophie von Universe passten oder auch aus anderen Gründen hier gespielt haben, als aus den Beweggründen des Großteils von Spielern, unseren Club schließlich verlassen hatten, ist die Leistungskurve schnell wieder angestiegen. Wir konnten im Training auf einen harten Kern von 30 bis 35 Spieler zurückgreifen, die mit den Coaches wirklich sehr hart an sich gearbeitet haben. Durch die fehlenden Starter rückten junge Sportler nach, die teilweise über sich hinausgewachsen sind und die Lücken hervorragend gefüllt haben. Das ist für die Zukunft natürlich förderlich, durch ihre fehlende Erfahrung und teils auch noch zu geringe Abgeklärtheit unterlagen wir am Ende aber in einigen knappen Spielen. Wir haben in fast allen verlorenen Vergleichen über weite Phasen gut bis sehr gut mitgehalten und uns ständig weiter verbessert, wurden am Ende als Aufsteiger Vierter und haben vielen Kritikern gezeigt, dass wir uns nicht grundlos hohe Ziele gesteckt haben.”

2011 müsse Universe daher einmal mehr mit dem Ziel in die Saison gehen, die Play-offs zu erreichen. “Der Blick darf nicht nach unten gehen. Wir müssen immer nach oben schauen und uns mit besseren oder höherklassigen Teams vergleichen.”
In Sachen Spielerabgänge und Neuverpflichtungen hielt sich Markus Grahn im Interview erwartungsgemäß mit Informationen noch zurück: “Es ist noch zu früh in der Saison, um einen coaching staff zu benennen oder über das roster zu sprechen.” Die individuellen Gespräche mit dem harten Spielerkern und den Coaches seien aber bereits fast ausnahmslos geführt worden und das Feedback dabei außerordentlich positiv ausgefallen. Die wenigen Negativpunkte, die von den Spielern moniert wurden, seien entweder bereits während der Saison abgestellt worden oder stünden bereits auf der to-do-Liste der Coaches für die Vorbereitung auf die vierte Universe-Saison. “Spieler kritisierten beispielsweise die zu komplizierte Defense, ein Problem, das nach der Entlassung des Defensive Coordinator gelöst worden war”, unterstreicht Markus Grahn.
Positives Feedback habe er unter anderem für das professionelle Coaching-Programm sowie das Umfeld während der Spieltage erhalten. “Die Spieler kannten es nicht, sich am Gameday ganz auf Football konzentrieren zu können, weil es engagierte Helfer gibt, die sich um Auf- und Abbau sowie um Catering und Organisation kümmern.” In sportlicher Hinsicht sei die große Anzahl professionell eingestellter Trainer, Ärzte und Helfer oftmals genannt worden, die für die Spieler zur Verfügung standen. 
Neben den Gesprächen, in denen außer nach positiven und negativen Erfahrungen sowie Eindrücken auch die persönlichen sportlichen und privaten Ziele sowie individuelle Verbesserungswünsche am Football-Programm erfragt wurden, führten Grahn und seine Coaches nach Ende der eigenen Saison ein umfangreiches Recruiting im Rhein-Main-Gebiet durch. “Wir haben natürlich einige Wunschspieler auf der Liste und auch das eine oder andere Gespräch bereits geführt. Hinzu kommen Interviews mit zusätzlichen und neuen Coaches sowie regelmäßige Meetings mit dem Vorstand, um zukünftige Ziele zu formulieren und Arbeitsvorgänge aufeinander abzustimmen”, führt Grahn weiter aus. “Während die Spieler sich bereits auf die nächste Saison vorbereiten, wird es uns Coaches also auch nicht langweilig.”
Das Testspiel bei den Langen Knights am 26. September sieht Grahn daher bereits als erste Möglichkeit an, Frankfurt Universe auf die Saison 2011 vorzubereiten. “Neue Spieler werden in diesem Vergleich ebenso die Chance auf Einsatzzeit erhalten, wie zuvor noch verletzte Stammspieler. Und: Der eine oder andere Akteur wird auf einer für ihn ungewöhnlichen Position getestet. Die Fans haben also nochmals die Möglichkeit, das Team spielen zu sehen.” Aufgrund des Benefizcharakters des Testspiels – ein Großteil des Erlöses werde einer Stiftung zur Hilfe Sportverletzter zukommen, so Andreas Hock von den Langen Knights – bittet Grahn die AFC-Fans abschließend: “Unterstützt nicht nur uns zahlreich und lautstark wie gewohnt, sondern auch das Engagement der Knights für einen guten Zweck!” 

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