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Die Troisdorf Jets rüsten auf

Mit Running Back Luon Spearman (32) und Defense Liner Barry Thomas (28) stehen ab sofort zwei erfahrene Spieler aus dem Mutterland des American Football im Kader der Troisdorf Jets.

Am Samstag in Deutschland angekommen, durften die beiden Neuzugänge bereits am Sonntag zum ersten Mal für die Jets die Football-Schuhe schnüren und beim gemeinsamen Trainingscamp mit den Bochum Cadets den Jetlag verfliegen lassen.

Beide US-Amerikaner sind im deutschen Football keine Unbekannten. So trug der bullige Barry Thomas im vergangenen Jahr noch das Trikot des Ligakonkurrenten aus Langenfeld.

„Barry ist wirklich ein Supertyp“, freut sich dessen letztjähriger Langenfelder Coach Detlef Zorn, der auch schon sieben Jahre lang bei den Jets für die Defense verantwortlich war und nun in Mönchengladbach trainiert. „Er zeichnet sich auf dem Feld vor allem durch seine kraftvolle, technisch starke Spielweise aus. Abseits des Feldes habe ich ihn als stets hilfsbereiten, freundlichen Menschen erlebt.“

Mit seinen 185 cm und knapp 130 kg wird Barry Thomas die Jets vornehmlich als Defense Tackle verstärken, könnte zur Not aber auch in der Offense Line aushelfen. Thomas spielte in den USA am College bei den Murray State Racers in der NCAA Divison 1 (National Collegiate Athletic Association).

Weniger massig, dafür aber umso leichtfüßiger präsentierte sich am Sonntag auch Neuzugang Nummer Zwei und ließ dabei schon einmal seine beeindruckenden läuferischen Fähigkeiten aufblitzen. Mit Luon Spearman (175 cm, 91 kg) haben sich die Jets die Dienste eines erfahrenen Running Backs gesichert, der in Deutschland unter anderem schon in Köln, Saarbrücken und Kiel für reichlich Touchdowns gesorgt hat. 2005 konnte sich der sympathische Sportwissenschaftler, der an der University of Minnesota Crookston studiert hat, sogar die Top-Scorer-Krone der German Football League (GFL) sichern.

Der große Vorteil für die Jets: Spearman hat bereits zusammen mit Quarterback Tony Moore auf dem Feld gestanden. Mit ein wenig Training, werden sich die beiden sicherlich schnell wieder blind verstehen. Dank sicherer Hände kann Luon zudem auch als Wide Receiver eingesetzt werden und diesen bereits sehr gut besetzten Mannschaftsteil ergänzen.

„Die Jungs sollen sich jetzt erst einmal ein paar Tage bei uns einleben“, sagt Headcoach und Vereinspräsident Eric Grützenbach. „Von uns Trainern und der Mannschaft sind sie jedenfalls herzlich aufgenommen worden. Luon und Barry werden als Trainer auch unsere Jugendmannschaften betreuen und an unseren Football-Schulprojekten teilnehmen. Und das ist ein richtig großer Gewinn für die Jets.“

Weite Wege zum Training haben die beiden freundlichen Amerikaner jedenfalls nicht: beide habe eine Wohnung direkt im Aggerstadion bezogen, so dass es ihnen an Sportmöglichkeiten garantiert nicht mangelt.

Mit der Verpflichtung der beiden Amerikaner gehen die Troisdorf Jets, die bisher stets auf Importspieler verzichtet hatten, neue Wege. Eine Entscheidung, die auch vereinsintern nicht unumstritten war.

„Der Druck im Leistungsbereich des deutschen Footballs ist in den vergangenen Jahren einfach immer größer geworden“, so Präsident Grützenbach. „Selbst in der 3. Liga gehören Spieler aus den USA mittlerweile zum Standard. Wir konnten bisher mit Spielern wie Trey Payson oder Gary Washington oft auf Jungs von der Airbase in Spangdahlem zurückgreifen. Auch wenn sie auf dem Spielfeld einen unglaublich guten Job machen, sind sie aufgrund der weiten Anfahrt jedoch einfach zu selten beim Training. Wir wollen in diesem Bereich einfach mehr Konstanz gewährleisten. Und eines ist sicher: wenn wir uns das finanziell nicht leisten könnten, dann hätten ganz sicher keinen, geschweige denn zwei Importspieler geholt.“

Am kommenden Wochenende steht für die Jets das alljährliche, dreitägige Trainingslager auf dem Programm bevor am 9. April ein Testspiel gegen die Nachbarn aus Bonn stattfindet (Kickoff 18 Uhr, Aggerstadion). Der Ligaauftakt hat sich für die Jets auf den 1. Mai verschoben, da der Mitaufsteiger aus Potsdam kurz vor Saisonbeginn sein Team aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb zurückziehen musste. Am 1. Mai also sind die Berlin Rebels, die im vergangenen Jahr aus der GFL abgestiegen sind, zu Gast im Aggerstadion (Kickoff 15 Uhr).

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