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Ein Kader mit viel Tiefe bei den Panther

Panther

Jung, hungrig und motiviert. So sieht der Kader des GFL-Aufsteigers Düsseldorf Panther aus. Der vorbildlichen Jugendarbeit des Erstligisten ist es zu verdanken, dass der Kader der Raubkatzen in der Ersten Mannschaft auf über 70 Spieler angewachsen ist. “Kontinuierliche Arbeit zahlt sich aus. Auch als Aufsteiger können wir unheimlich viele Leistungsträger aus unseren eigenen Reihen vorweisen”, so Vorstandsmitglied Frank Joachim.

Die Aufgabe für die junge Mannschaft des Liga-Neulings wird es zunächst sein, in der neuen Spielklasse Erfahrung zu sammeln und sich in der GFL einzufinden. Dazu werden sie von erfahrenen Neuzugängen unterstützt. „In erster Linie setzen wir auf unsere Eigengewächse und verbessern diese. Das ist auch unsere Stärke. Viele Spieler trainieren schon seit Jahren zusammen und sind gut aufeinander eingespielt. Bei unseren Verstärkungen ist uns wichtig, dass diese unsere jungen Akteure weiterbringen. Sie sollen ihr Wissen in das Team einfließen lassen, mit den Panther-Eigengewächsen arbeiten und ihre Erfahrungen an die Athleten weiter tragen. Wir suchen Spieler, die sich in die Mannschaft einfügen und sie weiterentwickeln“, erklärt Vorstandsmitlied Marcel Friedrich die Philosophie des Traditionsvereins.

Die Rheinländer suchen zur Verstärkung Spieler, die genau diese Philosophie leben und verstehen, dass in der Landeshauptstadt ein langfristiges Konzept aufgebaut wird, in dem der Nachwuchs immer im Vordergrund steht. Das beste Beispiel dafür ist Estrus Crayton. Der US-Amerikaner kam 1995 vom USC-College nach Düsseldorf und hat in Europa Football-Geschichte geschrieben. Mit acht German Bowl-Teilnahmen – von denen er insgesamt sieben gewann – mehreren MVP-Auszeichnungen und zwei Eurobowl-Titeln – davon einen 1995 mit den Düsseldorf Panthern – zählt Estrus Crayton zu den erfolgreichsten Spielern in Europa und ist einer der wichtigsten Bausteine für die Entwicklung des Panther-Programms. „Seine enorme Erfahrung hilft uns vor allem bei der Weiterentwicklung unserer jungen talentierten Spieler. Von Estrus profitieren besonders unsere Passempfänger. Er ist ein Vorbild und treibt die jungen Athleten zu Höchstleistungen an“, so Friedrich. Dies war die Anforderung des Vorstandes an seine Trainer. Mit vereinten Kräften ist ihnen, im Rahmen des konservativ kalkulierten Budgets, Großes gelungen. Neuzugang Marten Töwe von den Lions aus Braunschweig ist nun der zehnte Akteur im Kader, der bereits das Trikot der Nationalmannschaft getragen hat. Der Offenseliner bringt viel Erfahrung mit drei German Bowl-Teilnahmen – davon zwei gewonnenen – verstärkt er die Offense Line. Damit stehen dem jungen Nationalquarterback Robert Demers drei Offense Liner, zwei Tight Ends und zwei Wide Receiver zur Verfügung, die bereits für die deutsche Auswahl aufgelaufen sind.

Mit Loan Temming können die Panther auf einen Tight End zurückgreifen, der letztes Jahr pausiert hat und sich nun dieses Jahr zurück meldete. Der Rückkehrer wurde gleich in die Nationalmannschaft eingeladen und sorgte prompt für den ersten Touchdown der Deutschen gegen Italien. Desweiteren verzeichnet der sechsmalige Deutsche Meister weitere Neuzugänge in der Offense: Running Back Boris Marshall von den Düsseldorf Bulldozern, Milad Samoudi (RB) von den Cardinals aus Essen, Christian Hagemeier (OL) vom Rivalen Langenfeld Longhorns. Die größere Herausforderung besteht nun in der Verstärkung der Defense. Priorität hatte zunächst die Verpflichtung eines hauptamtlichen Defense Coordinators. Den Weggang von Linebacker Alexander Borgs in die USA schmerzt den Panthern sehr, doch mit Fabian Hahn kommt in die Linebacker-Reihe GFL-Erfahrung. Hahn spielte zuletzt diese Position bei den Assindia Cardinals und unterstützt das Herzstück der Defense.

Teamcaptain David Wallen ist auch wieder mit an Bord. Der Linebacker zog sich in der letzten Saison eine schwere Handverletzung zu. Jens Hoffmann von den Niederrhein Grizzlies entpuppte sich als echtes Talent. Mit seinen 4,8 Sekunden auf 40 Yards und 31 Wiederholungen beim 100 kg-Bankdrücken setzte er ein deutliches Zeichen. Im Backfield bekommen die Nationalspieler Sebastian Schönbroich und Philipp Kalisch Unterstützung von dem US-Amerikaner Ahmad Spidle, der bereits letztes Jahr die Raubkatzen unterstützte.„Wir werden uns noch auf der DB/LB-Position verstärken. Sofern es das Budget zulässt, wollen wir auch noch einen Defensel Liner verpflichten“, lautet der Wunsch des neuen Defense Coordinator Phillip Carlson. In der Defense Line verzeichnen die Raubkatzen aktuell lediglich Jonathan Dwyer als Neuzugang. Er spielte bereits mit Steve Coles in England, der als britischer Nationalspieler nunmehr im dritten Jahr im Dienste der Panther steht.
 

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