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Unicorns gewinnen bei den Berlin Adlern mit 34:17

Nach 2005 konnte Schwäbisch Hall am Samstag den Berliner Jahnpark erstmals wieder als Sieger verlassen. Durch den 34:17-Sieg gegen die Berlin Adler feierten die Unicorns dank eines Offensiv-Feuerwerks und einer überraschend starken Defense einen Traumstart in die neue Saison.

Eine Schreckenssekunde mussten die Unicorns am Samstag im vierten Viertel überstehen. Nach ihrem Anschluss-Touchdown zum 17:27 kickten die Berliner den Ball in die Haller Hälfte und Justice Joslin nahm den Ball für die Unicorns auf. Er wollte weitere Yards erkämpfen, verlor dabei jedoch das Ei – schon zum zweiten Mal an diesem Tag!

Die Adler erhielten so den Ball sofort an der 30 Yards-Linie der Unicorns zurück. Man befürchtete schon das Schlimmste: Sollte Hall einen bereits sicher geglaubten Sieg gegen ein Spitzenteam aus dem Norden erneut hergeben? Die Hoffnungen der Berliner beendete dann aber Halls Jonathan Ziegner gleich im ersten Spielzug der Gastgeber: Den Pass vom Berliner Quarterback Clint Toon fing er ab. Damit war der historische Sieg der Schwäbisch Hall Unicorns in Berlin besiegelt.

Beide Teams begannen gut. Jeweils im ersten Angriffszug ging zuerst Hall durch einen Lauf von Waldemar Schander mit 6:0 und dann die gastgebenden Adler mit 7:6 (Lauf von Tory Cooper, PAT Justin Sterz) in Führung. Alles deutete darauf hin, dass die beiden Offensivreihen das Geschehen bestimmen würden. Am Ende sollte aber doch die Unicorns-Defense, die im Testspiel gegen die Franken Knights noch deutliche Schwächen offenbart hatte, über sich hinauswachsen. Unicorns-Head Coach Siegfried Gehrke nach dem Spiel: „Die Defense hat mich heute überwältigt.“

Auch im nächsten Drive marschierten die Unicorns über das Feld. Kurz vor der Goal-Line verlor jedoch Receiver Justice Joslin nach einem gefangenen Pass den Ball an die Berliner Defense. Die Gäste-Abwehr hatte jetzt aber den Power-Runningback Tory Cooper, der stark an den letztjährigen Berliner Talib Wise erinnerte, besser im Griff und unterband Berliner Punkte. Überraschend offenbarte der Berliner Angriff Schwächen: Mehrere Snaps (Ballübergaben) kamen zu hoch, sodass Quarterback Toon unter Druck geriet.

Die Unicorns-Offense agierte sehr sicher. Durch die variable Spielweise mit Pässen von Aaron Boehme abwechselnd auf Johannes und Felix Brenner, Thomas Hambalek und Justice Joslin war Hall für die Adler-Abwehr schwer ausrechenbar. Im nächsten Anlauf gelang den Haller Underdogs ihr nächster Punkterfolg: Ein 20-Yards-Pass auf Felix Brenner brachte die Unicorns mit 14:7 (Conversion Justice Joslin) in Front. Die Adler kamen vor Ende der Halbzeit noch einmal in Ballbesitz und marschierten über das Feld. Doch zum Touchdown reichte es nicht mehr. Nur ein Field Goal zum 10:14 konnte Berlin noch erzielen.

Nach der Pause kamen wieder die letztjährigen Vizemeister aus der Hauptstadt in Ballbesitz. Ihre Hoffnung auf eine Führung beendete aber Safety Bruno Michitti mit seiner ersten von zwei Interceptions. Danach erhöhte Hall seine Führung schnell und durch sichere Pässe mit zwei Touchdowns auf 27:17. Waldemar Schander (PAT Hannes Dierolf) und der überragende Johannes Brenner punkteten. Durch viele Strafen der Haller Defense kam Berlin dann nochmal an die Einhörner heran (Touchdown-Pass auf Lars Samjeske). Im Folgenden ergab sich den Adlern die Chance, auf drei Punkte heranzukommen, doch Ziegner beendete dies mit seiner Interception.

Alles klar machte dann Aaron Boehme mit seinem zweiten Touchdown-Pass auf Johannes Brenner (PAT Hannes Dierolf). Die 34:17-Führung lähmte die Berliner dermaßen, dass sie sogar noch eine vierte Interception durch den von Gehrke sehr gelobten Rookie-Cornerback Timo Weiß kassieren mussten.

Nach Abpfiff schien es, als könnten es die deutlichen Tagessieger selbst kaum glauben. Auch der Haller Head Coach nicht: „Natürlich habe ich es mir gewünscht, aber zu erwarten war das nicht.“ Die Leistung der Offense bewertet Gehrke sogar noch als ausbaufähig. Doch klar ist: Nach vielen Jahren schlägt Schwäbisch Hall endlich wieder einmal eins der großen Teams aus dem Norden. Und das mit einer Teamleistung, die zum Saisonstart kaum jemand erwartet hätte.

Die Punkte für Hall erzielten: Johannes Brenner (12), Waldemar Schander (12), Felix Brenner (6), Hannes Dierolf (2), Justice Joslin (2)

Viertel-Ergebnisse: 7:6 / 3:8 / 0:7 / 7:13 / Final 17:34

Alle Punkte:
0:6 – Waldemar Schander – 5-Yards-Lauf
7:6 – Tory Cooper – 5-Yards-Lauf (PAT Justin Sterz)
7:14 – Felix Brenner – 22-Yards-Pass von Aaron Boehme (CON Justice Joslin)
10:14 – Justin Sterz – 33-Yard-Fieldgoal
10:21 – Waldemar Schander – 3-Yard-Lauf (PAT Hannes Dierolf)
10:27 – Johannes Brenner – 10-Yards-Pass von Aaron Boehme
17:27 – Lars Samjeske – 17-Yards-Pass von Clint Toon (PAT Justin Sterz)
17:34 – Johannes Brenner – 5-Yards-Pass von Aaron Boehme (PAT Hannes Dierolf)

Bericht: Julia Günter
Foto: Michael Hundt

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