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Abwehr-Riesen retten Cougars-Sieg

Was für ein Kraftakt, was für eine Abwehr-Schlacht, was für eine Dramatik: Die Zweitliga-Footballer der Lübeck Cougars haben Dank ihrer überragenden Defense einen 14:10 (14:3)- Auswärtssieg bei den Troisdorf Jets gefeiert und durch die gleichzeitige 7:21-Niederlage der drittplatzierten Berlin Rebels bei Spitzenreiter Hamburg Blue Devils ihren zweiten Tabellenplatz weiter gefestigt. Im Rheinland mussten die „Berglöwen“ aber bis zur letzten Minute zittern, ehe der vierte Saisonsieg in trockenen Tüchern war.

Dabei legten die Cougars einen Traumstart: Gleich mit der ersten Angriffssequenz war es Receiver Mike Kresowaty, der nach einem 45-yard-Pass von Quarterback Ole Wulf, den ersten Touchdown der Partie erzielte. Den Zusatzpunkt verwandelte Daniel Richter, der nach dem Ausfall der etatmäßigen Kicker Daniel Töllner und André Klöhn in die Bresche springen musste, zum 7:0. Die Jets konterten nur mit einem Field Goal: 7:3.

Im zweiten Quarter war es dann erneut der überragende Kressowaty, der den zweiten Cougars-Touchdown vorbereitete. Nach einem 50-yard-Pass wurde der schnelle Kanadier erst an der gegnerischen 1-yard-Linie gestoppt. Runninback Mike Davis hatte anschließend keine Mühe den letzten Meter zu überbrücken. Erneut verwandelte Richter den Zusatzkick sicher: 14:3.

Ein Beginn nach Maß also, und erste Erinnerungen an den deutlichen 56:13-Heimsieg der Cougars im Hinspiel wurden wach, als den Lübeckern praktisch alles gelang. Doch es sollte bei der Neuauflage anders werden. Ganz anders.

Denn in der zweiten Halbzeit sollte bei der Cougars-Offense kaum noch etwas funktionieren. Zumindest wenn der Angriff kurz vor der Jets-Endzone stand. Insgesamt fünfmal befand sich die lübsche Offense in unmittelbarer Nähe zum Touchdown – immer fehlten aber die letzten Zentimeter. Anders die Jets, die im dritten Viertel auf 14:10 verkürzen konnten.

Die Gegenpunkte waren aber nicht das einzige, was den Cougars Sorgen bereitete – denn langsam gingen ihnen die Spieler aus. Bereits mit einem Mini-Kader von nur 29 Spielern angereist, schieden Mike Davis (Verdacht auf Rippenbruch), Erik Schween (Armbruch) und Christian Lewin (Nasenbein-Prellung) verletzt aus und mussten allesamt in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Positive Nachricht vorab: das Trio konnte später die Heimreise wieder mit dem Teambus antreten.

Im Troisdorfer Aggerstadion entwickelte sich derweil nun ein echter Krimi. Lübecks Offense glück- und kraftlos, Troisdorfs Angriff mit der zweiten Luft. Aber da war ja auch noch eine Cougars-Defense die trotz Personalnot alles aus sich herausholte. Matthew Kidd fing seine erste Interception, Philipp Stursberg eroberte einen Fumble und Dennis Eggert vertrat den bis zu seiner Verletzung ganz starken Erik Schween vorzüglich. So kamen die Jets noch zweimal bis an die Lübecker 40-yard-Line. Dann war aber Endstation. Und irgendwann endlich auch Schluss. Abpfiff – Jubel in rot-weiß.

„Wie schon beim Auswärtsspiel in Köln: sicher nicht unser schönster Sieg – aber immerhin gewonnen“, befand Cougars Head Coach Mark Holtze, meinte aber auch: „Der Erfolg wurde teuer erkauft. Noch können wir nicht abschätzen wie lange die verletzten Jungs ausfallen werden.“

Am kommenden Samstag (16 Uhr) empfangen die Cougars nun die Magdeburg Virgin Guards auf dem heimischen Buniamshof.

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