Düsseldorf Panther

Panther gewinnen in Marburg

Die Düsseldorf Panther haben’s geschafft. Mit dem hart erkämpften 14:10 (0:0, 7:10, 0:0. 7:0) bei den Marburg Mercenaries hat der Aufsteiger in die German Football League das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreicht. In der Vorschlussrunde müssen die Raubkatzen zum Titelverteidiger Kiel Baltic Hurricanes fahren, der seine Viertelfinal-Begegnung gegen die Munich Cowboys locker mit 45:6 gewann.

„Danke“, sagte Panther-Cheftrainer Martin Hanselmann seiner Mannschaft im Schluss-Huddle, „Danke, dass ihr auf die Coaches gehört habt, danke, dass ihr alles so erfolgreich umgesetzt habt.“ Der Raubkatzen-Bändiger war nach dem Krimi im beschaulichen Georg-Gaßmann-Stadion klatschnass – einerseits schweißgebadet von der Aufregung, andererseits durchtränkt von der obligatorischen Gatorade-Dusche zum Schlusspfiff. „Wir haben zwei Wochen toll gearbeitet in der Vorbereitung auf dieses Spiel und das Team hat als Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Von Beginn hatte sich das erste vierte Duell gegen die Söldner überhaupt zum erwartet engen Fight entwickelt. Die ersten Serien beider Teams endeten jeweils mit einem Punt, die der Düsseldorfer sogar ohne einen Firstdown. Im zweiten Drive marschierten die Gastgeber, vor allem dank der Läufe von US-Runningback Joe Clark bis in die Endzone. Den Touchdown erzielte dann allerdings Tightend Bastian Nau auf Pass von Nationalmannschafts-Quarterback Joachim Ullrich kurz nach Beginn des zweiten Viertels.

Doch die Panther schlugen prompt zurück. Ein wunderschöner 28-Yard-Pass von Robert Demers auf Yannik Baumgärtner krönte den Drive, bei dem kurze Pässe immer wieder durch Läufe von Steve Coles aufgelockert wurden. In ihrer dritten Angriffsserie kamen die Hausherren vor der jämmerlichen Kulisse von gerade einmal 500 Zuschauern, darunter 100 Panther-Getreue, bis kurz vor die Düsseldorfer Endzone, wurden dann aber vor allem durch zwei beherzte Tackles von David Wallen gestoppt. „Wir hatten verschiedene Blitz-Pakete vorbereitet, und die haben sie immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Peter Müller brachte die Marburger dann aber per Fieldgoal zur Pausen-Führung.

Nach dem Seitenwechsel wurde die bis dahin schon starke Düsseldorfer Defense schlicht dominant: Bis vier Minuten vor dem Ende ließen die Gäste lediglich einen Firstdown der ‚Söldner‘ zu. „Ich habe draußen gesessen und überlegt, was man noch machen kann, um diese Abwehr zu knacken, mir ist nichts eingefallen“, gestand Marburgs Nationalmannschafts-Quarterback Joachim Ulrich nachher seine Ratlosigkeit ein. Aus der starken Deckung ragten Philip Kalisch und Marvin Heck noch heraus, die nachher genau wie die Defenseliner um Peter Mayer und Pascal Hohenberg noch ein Sonderlob vom Headcoach erhielten.

Hingegen tat sich der Angriff weiterhin recht schwer. Erst mit dem ersten Spielzug des Schlussviertels brachte das bewährte Duo von Quarterback Robert Demers und Passempfänger Niklas Römer die Düsseldorfer in Führung. Erneut wurde Marburg gestoppt, erneut marschierten die Rheinländer schier unaufhaltsam Richtung Endzone. Dann wurde es dramatisch: Robert Demers wurde 15 Yards vor der Marburger Goallinie hart getackelt, verlor den Ball, den die Gastgeber zurückeroberten, 224 Sekunden vor Schluss. Doch die ‚Dee‘ hielt: Nur einmal kamen die Mercenaries durch Runningback Patrick Trumpfheller noch zu großem Raumgewinn, doch ein Foul (Chop-Block) gegen Panther Peter Mayer machte die Aktion zunichte. 95 Sekunden vor dem Ende hatten die Panther den Ball, den sie diesmal nicht mehr abgaben – Sieg.

Marburg Mercenaries – Düsseldorf Panther 10:14 (0:0, 10:7, 0:, 0:7)

7:0 Bastian Nau, 5-Yard-Pass von Joachim Ulrich, PAT Peter Müller (12:32 Minuten gespielt)
7:7 Yannik Baumgärtner 28-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Markus de Haer (19:28)
10:7 Peter Müller, 30-Yard-Fieldgoal (23:45)
10:14 Niklas Römer, 10-Yard-Pass von Robert Demers, PAT Markus de Haer (36:06)

Text: Jürgen Nitsch
Foto: Connie Anderson

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