Düsseldorf Panther

Panther und Hanselmann gehen getrennte Wege

Mit Bedauern müssen die Düsseldorf Panther bekannt geben, dass es keinen neuen Vertrag für Martin Hanselmann als Trainer des GFL-Halbfinalisten geben wird. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Wochen fiel jetzt die Entscheidung gegen die Fortsetzung der vierjährigen, überaus erfolgreichen Zusammenarbeit. Entscheidender Knackpunkt der zur Trennung von dem 48–Jährigen führte, war letztlich, dass die sportlichen Ziele und wirtschaftliche Machbarkeit nicht vereinbar sind. Als Anerkennung seiner Verdienste um den Verein soll Hanselmann die Ehrenmitgliedschaft der Panther verliehen werden.

Einen direkten Nachfolger als Cheftrainer des sechsmaligen deutschen Meisters wird es voraussichtlich nicht geben. „Genau wie wir die Vorstandsarbeit künftig auf noch mehr Schultern verteilen werden, wollen wir, dass künftig auch die sportlichen Aufgaben von verschiedene Leuten geschultert werden“, erklärte Vorstandsmitglied Marcel Friedrich. „Wir sind Martin sehr dankbar für das, was er hier aufgebaut hat. Menschlich und sportlich hat er uns viel gegeben“, sagte Friedrich. „Mit Martin hatten wir jemanden, der mit seinen Gedanken nicht nur beim Sport stehen blieb. Er war in der Lage, die Gedanken eines Vorstandes zu verstehen und in ihrem Sinne zu arbeiten.“

Mit Rücksicht auf sein eigenes Unternehmen, Hanselmann betreibt gemeinsam mit seinem Bruder den ctk-Sportpark, ein Fitness-Studio im fränkischen Neusitz nahe Rothenburg ob der Tauber, war der Panther-Headcoach bislang nur von Donnerstag bis Sonntag in Düsseldorf. Ein Fulltime-Engagement des ehemaligen Nationaltrainers und Vorsitzenden des American Football Verbands Bayern wäre mit den begrenzten finanziellen Ressourcen der Panther nicht zu ermöglichen.

„Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht gemeinsam weitergehen kann“, sagte Hanselmann, „ich habe hier in den vergangenen Jahren etwas aufgebaut, das ich gerne fortgesetzt hätte.“ In seinen vier Jahren in Düsseldorf führte Hanselmann die junge Mannschaft der Raubkatzen aus dem Mittelfeld der zweiten Liga bis in die German Football League und in der abgelaufenen Saison sogar bis ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft.

Satte 15 Jahre zuvor waren die Panther mit dem Finaleinzug 1996 (12:31 gegen die Hamburg Blue Devils) zuletzt erfolgreicher gewesen. Erreicht wurde die Runde der letzten vier, obwohl Hanselmann als einziger Coach in der GFL mit Robert Demers einem erst 20-jährigen deutschen Quarterback die Verantwortung übertragen hatte. So sind die Panther, die im Sommer mit sieben Spielern im deutschen Nationalteam bei der WM in Österreich vertreten waren, in der Ära Hanselmann zur ersten Adresse für junge deutsche Akteure geworden.

Daran soll in Düsseldorf angeknüpft werden. „Es gilt jetzt unser sportliches Programm, ganzheitlich auszubauen, Brücken zwischen den Abteilungen zu bilden, Trainer miteinander zu vernetzen und zu stärken sowie noch mehr in das Programm zu investieren“, erläuterte Friedrich: „Wir haben großes vor, doch ist der Weg dorthin nicht mit einem Sprint zu erreichen. Den Weg, unsere Ziele und unsere Werte haben wir klar vor Augen. Diese werden wir nun zunächst allen Trainern des Vereins vorstellen, den Spielern der Ersten und dann in der Jahreshauptversammlung.“

Dort will sich auch – voraussichtlich Ende November – die erweiterte neue Vorstands-Crew den Mitgliedern vor- und zur Wahl stellen. Der bisherige ‚Finanzminister‘ Lutz Horsch wird – wie schon seit längerem bekannt, nicht mehr kandidieren. Um seine bisherigen Arbeitsbereiche wollen sich künftig Uwe Praß (Kontakte zu Verband, Mitgliedern und anderen Vereinen) und Markus de Haer (Finanzen, Steuern, Rechtliches), bestens bekannt als bisheriger Kicker des GFL-Teams, kümmern. Frank Joachim (Sport) und Marcel Friedrich (Sponsoren, Marketing, Öffentlichkeit) sollen den Panthern erhalten bleiben, Markus Shenouda als Verantwortlicher für Gameday Operations und Eventplanung soll außerdem dazu kommen.

Text: Jürgen Nitsch
Foto: Stefan Mörkels | Flickr

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