Düsseldorf Panther

Düsseldorf Panther verpflichten Olaf Fries

#9 Olaf fries 2011 bei den Mönchengladbach Mavericks

Nein, der direkte Weg war das sicher nicht, den Olaf Fries im Verlauf seiner Football-Karriere zurückgelegt hat, bis er jetzt endlich in Düsseldorf angekommen ist. Nach den Stationen Langenfeld, Mönchengladbach, Teneriffa und Köln hat der gebürtige Solinger es nun endlich zu den Panthern geschafft. „Ich freue mich, dass er bei uns ist. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Erfahrung und seiner Vielseitigkeit ist er eine echte Verstärkung für unseren Angriff“, begrüßt Headcoach Clifford Madison den Nationalspieler als neue Raubkatze.

Welche Qualitäten – und nicht zuletzt, welchen Speed – der Wide Receiver und Kickreturner Fries auf den Platz bringt, weiß der jetzige Cheftrainer der Düsseldorfer seit ziemlich genau vier Jahren. Da half der damals 20-jährige Super-Sprinter der Longhorns durch seinen Kick-off-Return-Touchdown über 85 Yards entscheidend mit, dass Langenfeld die favorisierten Berlin Rebels in deren Mommsenstadion mit 30:27 entzauberte. Das war einer von Olafs sieben Touchdowns in jener Spielzeit und eine von nur drei Niederlagen der Hauptstädter, die unter Headcoach Madison in die erste Liga aufstiegen. Cheftrainer der Longhorns war übrigens ‚DeeJay‘ Anderson, der jetzt als Runningbacks Coach der Panther mit an den Strippen zog, dass Olaf endlich ein Panther wurde.

Warum es vorher nie geklappt hatte? „Düsseldorf hatte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nie ergeben. In Langenfeld liegen meine Wurzeln und im Jugendalter haben all meine Freunde dort gespielt. Außerdem lag es direkt um die Ecke und zu dieser Zeit besitzt man noch nicht die nötige Mobilität, um mehrmals die Woche nach Düsseldorf zu fahren“, erzählt die neue Raubkatze. Die bereits 2011 Erstliga-Luft schnupperte: Nach einem Insolvenzverfahren mussten seine Langenfelder mitten aus der Zweitliga-Saison heraus zwangsabsteigen. Olaf wechselte  zu den Mavericks nach Mönchengladbach. „um dort Spielerfahrung zu sammeln und um zu schauen, ob ich auch dort mitspielen kann.“

Das Pech blieb ihm treu: Mit 12 Passfängen für 277 Yards (Schnitt 23,1) und vier Touchdowns sowie einer Reihe von Klasse-Returns bewies Fries in dem internationalen All-Star-Team der Mavericks uneingeschränkt seine Erstliga-Tauglichkeit. Doch nach dem Halbfinal-Aus beim späteren Meister Schwäbisch-Hall war die allzu teure Gladbacher Herrlichkeit im Spätherbst 2011 vorbei – schon wieder war Olafs Verein pleite. Höchste Zeit also für eine Football-Pause, um „den Kopf frei zu bekommen“. Statt in der GFL verbrachte der Student der Sporthochschule Köln im Sommer 2012 ein Urlaubssemester als Tauchguide auf Teneriffa.

Im vorigen Herbst begann seine Saison-Vorbereitung – erneut nicht in Düsseldorf, sondern rheinaufwärts beim Aufsteiger Falcons, wo Fries aber – darauf legt er Wert – „nie einen Spielerpass unterschrieben“ hat. Der (in den Hintergründen immer noch ungeklärte) Rauswurf von Kölns Cheftrainer und Präsident David Odenthal und die Ungewissheit über die bevorstehende Saison spielte aber in Olafs Entscheidung für Düsseldorf nur „eine kleine Rolle“, wie er unterstreicht.

Wichtiger war „jedoch das Personal in Düsseldorf. Sebo (Schönbroich), Robert (Demers) und viele andere, wie auch die Coaches-Crew, kenne ich durch Spiele gegen- und miteinander schon seit Jahren“, erzählt ‚The Freeze‘, der eiskalte Touchdown-Sammler. „Ich weiß, wozu die Mannschaft in der Lage sein kann. Darum mein Entschluss nach Düsseldorf zu gehen.“ Genauso klar und pragmatisch sind auch seine Ziele für die Saison mit den Panthern, für die Olaf beim Testspiel bei den Wiesbaden Phantoms am Samstag erstmals auf dem Rasen stehen wird. „Ich will meinen Teil zum Erfolg beitragen und mit den Panthern eine erfolgreiche Saison spielen. ‚One game at a time‘ und dann schauen wir, wohin uns die Saison führt.“

Text: Jürgen Nitsch
Foto: Stefan Mörkels

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