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New Yorker Lions besiegen Berlin-Fluch nach sieben Jahren

Erstmalig nach der Saison 2007 gewinnen die New Yorker Lions wieder ein Spiel gegen die Berlin Adler im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Zum Ende der Partie stand es vor geschätzten 2.000 Zuschauern 3:35 (3:0; 0:7; 0:14; 0:14) aus Sicht der

Berlin Adler und die New Yorker Lions konnten nach acht Auswärtsniederlagen in Folge gegen die Adler, endlich wieder einen Sieg mit nach Hause nehmen.

Den Grundstein zum Sieg setzte eine bravuröse Leistung der Verteidigung der Braunschweiger Footballer. Dazu kam, dass das Team von Head Coach Troy Tomlin sich speziell in der zweiten Halbzeit nicht durch die unzähligen Strafen aus der Ruhe bringen ließ und so letztendlich den Berlin Adler den Schneid abkaufte.

Das Spiel begann mit dem Kick-Off der Lions durch Tobias Goebel. Mit Pässen auf seine Receiver Daniel Vöhringer und Glenn MacKay brachte Berlin Adler Quarterback Darius Outlaw seine Farben bis knapp an die Mittellinie. Dort musste sich das Team der Gastgeber erstmalig per Punt vom Angriffsrecht trennen.

Aber auch die Mannschaft der Braunschweiger startete holperig und musste nach einen Sack der Adler Defense gegen Casey Therriault punten. Es folgte bereits jetzt, zur Mitte des ersten Spielviertel, der einzige erfolgreiche Drive der Berlin Adler des gesamten Spiels.

Nach einem vollständigen Pass von Outlaw auf seinen Runningback Marten Vollbrecht über 17 Yards und einen eigenen Lauf des Berliner Spielmacher bis an Braunschweigs 29 Yard Linie, verwandelte Adler Kicker Phillip Andersen das abschließende 47 Yard Fieldgoal zum 3:0 und der ersten Führung für die Hausherren.

Bis auf viele Strafen, im Besonderen gegen die New Yorker Lions, passierte im ersten Spielabschnitt nicht mehr viel. Wenn die Lions Raumgewinn erzielten, dann meistens über Runningback David McCants. Zwei Pässe von Therriault fanden ihren Weg zu Tommi Pinta bzw. Janos Knopf.

Alle anderen nennenswerten Raumgewinne der Braunschweiger wurden durch Strafen zurück gepfiffen, so auch ein 37 Yard Fieldgoalversuch von Tobias Goebel. Das die Berlin Adler daraus keinen Kapital schlagen konnten, lag an der starken Verteidigung der Löwen.

Immer besser kam die Abwehr von Dave Likins ins Spiel und setzte Berlins Spielmacher unter Druck. Daraus resultierten Sacks von Jacob Schridde, Robert Zernicke und Kerim Homri. Zum Ende des zweiten Quarters kam erstmalig der Angriff der New Yorker Lions, nach einem weiteren Punt der Hauptstädter, ins Rollen.

Einem Return von McCants bis kurz vor die Mittellinie folgten zwei Pässe von Therriault auf Anthony Dablé und ein weiterer auf McCants. Für den erfolgreichen Abschluss der Angriffserie sorgte die Kombination Therriault auf Niklas Römer über 30 Yards zum 3:7 (PAT T. Goebel).

Bei noch etwas mehr als 2 Minuten Spielzeit bis zur Halbzeit betrat die Offense der Gastgeber noch einmal das Feld. Mit erfolgreichen Pässen auf seine Ballfänger Vöhringer und McKay führte Outlaw sein Team bis an die Mittellinie.

Dort war es abermals Lions Quarterback-Jäger Jacob Schridde, der den Berliner Spielmacher zu Boden bringen konnte. Bei dem Sack verlor Outlaw den Ball und Schridde selbst trug das freie Spielgerät bis in die Endzone der Adler zurück.

Doch der Jubel wurde durch eine weitere Flagge unterbrochen, die zwar den Turn-Over bestehen ließ, den Touchdown aber ungültig machte. Bei noch 20 Sekunden Restzeit bekam die Braunschweiger Offense somit eine erneute Möglichkeit in aussichtsreicher Feldposition auf Punkte.

Nach einem kurzen Pass von Therriault auf Dablé lief der amerikanische Spielmacher der Löwen zum Touchdown, doch erneut wurde dieser auf Grund einer Strafe aberkannt. Zu allem Überfluss folgte noch eine weitere gegen die Teamzone der New Yorker Lions.

Somit musste der Angriff der Löwen bei noch sechs Sekunden Spielzeit von der 48 Yard Linie ihr Glück versuchen, doch der Passversuch von Therriault kam nicht an und somit ging es mit dem doch eher unerwarteten Spielstand von 3:7 in die Halbzeit.

Nach der Halbzeitpause spielte nahezu nur noch eine Mannschaft und die hieß New Yorker Lions. Je mehr das Spiel voranschritt, je mehr dominierte das Team von Troy Tomlin die Partie.

Zwar endete der erste Drive der Braunschweiger noch in einen Fumble von Therriault und Ballbesitz für die Berlin Adler tief in der eigenen Hälfte. Doch nach zwei weiteren Sacks von Schridde und Francis Bah an Adler Spielmacher Outlaw und einem gescheiterten Punt-Fake der Berliner, übernahmen die Lions das Angriffsrecht wieder an ihrer eigenen 37 Yard Line. Ein Lauf von McCants und einem langen Pass von Therriault auf Dablé bis an die Berliner sieben Yard Linie, folgten noch zwei weitere Läufe von Wirbelwind McCants, der letzte über zwei Yards, zum Touchdown und der 3:14 Führung (PAT T. Goebel).

Braunschweigs Defense lief jetzt zur Höchstform auf und gewährte den Hausherren kaum noch Raumgewinn. Einen Passversuch von Darius Outlaw fing Löwenverteidiger und Geburtstagskind Durrell Givens ab und returnierte den Ball bis an Berlins 24 Yard Line.

Zwei Spielzüge später erhöhte Casey Therriault mit einem fünf Yard Lauf die Führung der Lions auf 3:21 (PAT T. Goebel).

Bedingt durch eine Strafe gegen Braunschweig kamen die Berlin Adler mühelos bis an die Mittellinie, dort hatte die Lions Verteidigung erneut etwas gegen weiteren Raumgewinn. Berlins Runningback Vollbrecht konnte bei einem harten Tackle der Löwen Defense den Ball nicht festhalten und das freie Spielgerät sicherte Christian Petersen zum erneuten Turn-Over. Bis zum Wechsel ins vierte und letzte Spielviertel konnte keine der beiden Teams nennenswerten Raumgewinn erzielen. Einzig der negative Höhepunkt der unzähligen Strafen des Spiels, die Ejection von New Yorker Lions Defense Line Spieler Francis Bah.

Das vierte Quarter begannen die Lions an der eigenen 38 Yard Linie. Einem 17 Yard Pass von Therriault auf Tommi Pinta bis an die Mittellinie folgte ein 47 Yard Touchdown-Lauf von David McCants zum 3:28 (PAT T. Goebel). Die Berlin Adler mussten sich nach drei weiteren mehr oder weniger erfolglosen Versuchen, inklusive eines weiteren Sack der Braunschweiger Defense durch Joseph LeBeau, per Punt vom Angriffsrecht trennen. Anders der Angriff der Lions. Mit Laufspiel über McCants, Andrew und Therriault kontrollierte man die Uhr und machte Yard für Yard bis zur Mittellinie Boden gut.

Von dort war es dann dieses Mal Michael Andrew überlassen aus 50 Yards den nächsten Touchdown zum 3:35 (PAT T. Goebel) zu erzielen.

Der negative Abschluss für die Berlin Adler war der folgende Kick-Off durch Tobias Goebel. Den kurzen angedrehten Kick konnten die Berliner nicht sichern und das Special-Team der Lions sicherte das Spielgerät. Die verbleibende Zeit auf der Spieluhr ließen die New Yorker Lions kontrolliert mit Laufspielzügen herunterlaufen und knieten letztendlich zum Sieg ab.

Damit gewannen die New Yorker Lions auch ihr zehntes Spiel in der regulären GFL-Saison 2014 und sind weiterhin ungeschlagen.

Scoreboard

03:00 47 Yard Fieldgoal Phillip Andersen
03:07 30 Yard TD-Pass Casey Therriault auf Niklas Römer (PAT T. Goebel)
03:14 2 Yard TD-Lauf David McCants (PAT T. Goebel)
03:21 5 Yard TD-Lauf Casey Therriault (PAT T. Goebel)
03:28 47 Yard TD-Lauf David McCants (PAT T. Goebel)
03:35 50 Yard TD-Lauf Michael Andrews (PAT T. Goebel)

Text: Holger Fricke
Foto: Karsten Reißner / New Yorker Lions

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