Cologne Falcons

Cologne Falcons schlagen Berlin Adler und erreichen Playoffs

Falcons WR Jannik Leyerdecker

Die Cologne Falcons haben in der Hauptstadt den Europameister Berlin Adler mit 26:23 bezwungen und beenden die reguläre GFL-Saison als Tabellendritter vor den Kiel Baltic Hurricanes. Damit haben sie zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2006 die Endrunde erreicht.

Bereits das erste Viertel zeigte, dass sich die Kontrahenten nichts schenken wollten. Berlin startete das Spiel und gleich der erste Drive war erfolgreich und die Adler gingen mit 7:0 in Führung. Doch Falcons-Quarterback Robert Demers fand die richtige Antwort, indem er Philipp Schmitz über 26 Yards zum 7:7-Ausgleich bediente. Danach stellten die Berliner umgehend durch Glenn MacKAy den alten Abstand zum 14:7 wieder her.

Der zweite Falcons Drive ging bis ins zweite Viertel, aber sie mussten punten. Doch der Befreiungsschlag war so gut, dass sich die Adler an ihrer eigenen Ein-Yard-Linie wiederfanden. Zwar verschafften sie sich Luft und kamen gefährlich nach an die Falcons-Endzone, als Mark Scherenberg gut fünf Minuten vor der Pause die erste Interception des Berliner Spielmachers Darius Outlaw sicherte und so Köln wieder in Ballbesitz brachte. Daraus resultierte dann der 14:14-Ausgleich durch Jannik Leyendecker, der eine 35 Yards-Pass von Robert Demers sicherte. Sechs Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit verwandelte Adler Kicker Phillip Anderson ein 29 Yards-Field Goal, dass den 17:14 Halbzeitstand markierte.

Das dritte Viertel sollte das der Domstädter werden. Nachdem Defensive Coordinator Brian Michalowski einige Adjustments durchgeführt hatte, kamen die Falcons immer besser ins Spiel und die Kölner Verteidigung ließ keine Punkte zu und machte immer mehr Druck. Der Kölner Angriff seinerseits setzte sich durch Jannik Leyendecker erfolgreich in Szene, der einen 69 Yard-Pass von Robert Demers sicherte und so erstmals die Kölner 21:17-Führung markieren konnte. Defensive Linesman Alex Boes konnte einen abgeschlagenen Passversuch von Darius Outlaw sichern, der damit seine zweite Interception geworfen hatte. Die Gäste bauten daraufhin im Gegenzug den Abstand durch ein 24 Yards-Field Goal von Philip Stentzel auf 24:17 weiter aus.

Das vierte Viertel sollte und musste dann die Entscheidung bringen. Den Gastgebern würde ein Unentschieden reichen, um an den Falcons vorbei zu ziehen und deren Saison zu beenden. Gleich zu Beginn fing Donnie Avant den Ball ab. Das war dann die dritte Interception von Darius Outlaw in diesem Spiel, bei bis dahin fünf in der gesamten GFL-Saison. Doch leider konnten die Falcons keine Punkte daraus machen und mussten punten. Doch auch die Adler scorten nicht, versuchten sogar den vierten Versuch und Acht auszuspielen und schafften dies nicht. So bekamen die Falcons das Ei an der eigenen 34 Yards-Linie bei gut sieben Minuten Restspielzeit. Aber die Falcons kamen nicht raus, gingen rückwärts und mussten abermals punten.

Kurz vor der Zwei-Minuten-Warnung standen die Berliner dann an der acht-Yards-Linie der Falcons und Darius Outlaw selbst erlief den wahrscheinlich alles entscheidenden Touchdown zum 23:24. Jetzt nur noch der PAT und die Hauptstädter wären wieder im Rennen gewesen. Dabei sei bemerkt, dass die PAT-Ausbeute der Adler bei 100 Prozent lag. Doch der Snap flog an dem Holder vorbei und Niko Lester schnappte sich das Ei, rannte über das gesamte Feld bis in die Adler-Endzone. Und statt des Unentschieden stand es nun 26:23 aus Falcons-Sicht.

Noch etwas unter zwei Minuten. Die Adler hatten noch drei Auszeiten. Die Falcons erwarteten einen Onside-Kick, den die Adler auch versuchten, doch Routinier Estrus Crayton lenkte das Ei ins Aus. Berlin hatte zwar noch alle drei Auszeiten, doch Demers warf ein First Down auf Philipp Schmitz an der eigenen 35 Yards. Bei 1 Minute 35 Sekunden nahmen die Adler die letzte Auszeit, um letztmalig die Spieluhr anzuhalten. Die Falcons-Offense ließ sich aber nicht irritieren, erspielte ein neues First Down und konnte die Uhr auslaufen lassen und dann ihre Playoff-Teilnahme feiern.

Head Coach Martin Hanselmann strahlte dementsprechend nach dem Schlusspfiff und resümierte; „Unser Team hat ein gutes und konzentriertes Spiel gemacht. Dabei konnten wir über einen großen Zeitraum unseren Gameplan umsetzen. Der wirklich gesamten Teamleistung verdanken wir diesen Sieg. Player of the Day ist Philipp Schmitz in der Offense und Andreas Merz in der Defense. Beide haben großartiges geleistet heute.“

Der nächste Gegner im Playoffs-Viertelfinale ist dann der Zweite der Südgruppe, die Stuttgart Scorpions, auf die die Falcons am 21. September um 15:00 Uhr im Eberhard Baur Stadion in Esslingen treffen werden.

Scoring

1. Viertel
07:00 Cedric Marcia, 11 Yards-Lauf (PAT Phillip Anderson)
07:07 Philipp Schmitz, 26 Yards-Pass von Robert Demers (PAT Philip Stentzel)
14:07 Glenn MacKay, 11 Yards-Pass von Darius Outlaw (PAT Phillip Anderson)

2. Viertel
14:14 Jannik Leyendecker, 35 Yards-Pass von Robert Demers (PAT Philip Stentzel)
17:14 Phillip Anderson, 29 Yards-Field Goal

3. Viertel
17:21 Jannik Leyendecker, 69 Yards-Pass von Robert Demers (PAT Philip Stentzel)
17:24 Philip Stentzel, 24 Yards-Field Goal

4. Viertel
23:24 Darius Outlaw 8 Yards-Lauf
23:26 Niko Lester Defense PAT

Foto: Kurt Tillmann

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