German Bowl

New Yorker Lions sichern sich den 9. Meistertitel im GermanBowl XXXVI

New Yorker Lions siegen deutlich im German Bowl XXXVI und sichern sich den 9. Meistertitel

Mit einem in der Deutlichkeit nicht zu erwartenden 47:9 (7:3; 27:0; 6:0; 7:6) Sieg vor über 12.500 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark besiegen die New Yorker Lions die Schwäbisch Hall Unicorns und sichern sich ihren insgesamt neunten Deutschen Meistertitel.

Den German Bowl XXXVI begann Lions Kicker Tobias Goebel mit den Kick-Off. Nach einem Return von Unicorns Lucas Schäfer bis an die 30 Yard Linie startete der Angriff der Haller ihre erste Angriffsserie. Mit Laufspiel über Marcus Sims und Pässe von Quarterback Marco Ehrenfried auf seine Receiver Will Powell, Felix Brenner und Sebastian Küstner arbeiteten sich die Einhörner kontinuierlich Yard für Yard in Richtung Braunschweiger Endzone.

Letztendlich war aber nach einer gelungenen Abwehraktion von New Yorker Lions Defense Back Tissi Robinson 11 Yards vor der Braunschweiger Endzone Schluss und für Schwäbisch Hall sprang lediglich ein 29 Yard Fieldgoal durch Maximilian Leutert zum 0:3 heraus. Nach dem Kick-Off Return von David McCants bis an Braunschweigs 33 Yard Line betrat Casey Therriault mit seiner Offense erstmalig den Rasen. Mit nur fünf vollständigen Pässen auf Niklas Römer, Janos Knopf, Christian Bollmann und Anthony Dablé führte der Spielmacher der New Yorker Lions seinen Angriff bis 15 Yards vor die Schwäbisch Haller Endzone. Die verbleibenden Yards überbrückte Runningback David McCants unnachahmlich mit einem klasse Lauf zum 7:3 (PAT T. Goebel).

Den folgenden Angriffsdrive der Unicorns stoppte die Abwehr der Lions bereits an der 45 Yard Linie der Haller und zwang sie zum Punt. Erneut benötigte der Angriff der Lions nur wenige Spielzüge um zu Beginn des zweiten Spielabschnitts durch einen weiteren Touchdown-Lauf von McCants, dieses Mal über fünf Yards, ihre Führung auf 14:3 auszubauen. Vorausgegangen waren u.a. zwei Läufe von Casey Therriault selbst, mit Raumgewinn von 26 und 29 Yards.

Danach ging es bis zur Halbzeit Schlag auf Schlag. Die Verteidigung der New Yorker Lions ließ dem hoch eingeschätzten Angriff der Unicorns um Marco Ehrenfried und Runningback Marcus Sims keine Chance und erstickte nahezu jeden nennenswerten Raumgewinn im Keim bzw. sorgte für Turn-Over.

Den Anfang machte Lions Passverteidiger Patrick Ihl, der einen Passversuch von Marco Ehrenfried tief in der eigenen Hälfte der Braunschweiger abfing und den Ball bis an die 22 Yard Linie der Einhörner zurücktrug. Nach einigen unvollständigen Pässen in die Endzone der Haller nahm Braunschweigs Spielmacher erneut selbst das Heft in die Hand und sorgte erst für ein neues First Down und dann mit einem 14 Yard Lauf, der mit einem Salto ähnlichen Sprung in der Endzone von Schwäbisch Hall zum 20:3 endete, der Versuch einer Two-Point Conversion durch Christian Bollmann scheiterte knapp.

Für die Schwäbisch Hall Unicorns ging das Desaster weiter. Gleich im ersten Spielzug nachdem Kick-Off verlor Runningback Marcus Sims den Ball tief in der eigenen Hälfte und das freie Spielgerät konnte von der nun herausragenden Verteidigung der New Yorker Lions gesichert werden.

Sechs Spielzüge später erhöhte Anthony Dablé nach einem 15 Yard Pass von Therriault auf 27:3 (PAT T. Goebel). Doch damit nicht genug bis zur Halbzeit, denn bei den Schwäbisch Hall Unicorns lief zu diesem Zeitpunkt der Partie nicht viel zusammen. Nach einem vollständigen Pass von Ehrenfried auf seinen Receiver Will Powell bis an 50 Yard Linie folgte gleich beim nächsten Passversuch der nächste Turn-Over für die Defense der Braunschweiger.

Safety Durrell Givens fing einen Pass vom Haller Quarterback ab und sicherte somit seiner Mannschaft erneut das Angriffsrecht. Mit der Spieluhr im Blick führte Therriault seine Offense Yard für Yard über das Feld. Vollständige Pässe auf J. Knopf, A. Dablé und C. Bollmann, sowie Läufe von D. McCants und Michal Andrew führten bis an die 1 Yard Linie der Unicorns. Von dort vollendete M. Andrew zum 34:3 (PAT T. Goebel), welches auch gleichzeitig den Halbzeitstand darstellte.

Nach der Halbzeitpause änderte sich das Spielgeschehen nicht. Die New Yorker Lions dominierten weiterhin sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung die Partie und die Schwäbisch Hall Unicorns fanden keine Mittel ihrerseits die Braunschweiger zu stoppen oder selbst zu punkten. Die Unicorns starteten die zweite Spielhälfte mit dem Kick-Off, welcher nach einem Return von Patrick Ihl zu einem ersten Versuch des Braunschweiger Angriffs an der 42 Yard Linie führte. Läufe von McCants und Therriault, als auch Pässe von Therriault auf seine Ballfänger Römer, Hanselmann und Dablé führten die Braunschweiger Offense bis zwei Yards vor die Endzone der Einhörner. Von dort erhöhte M. Andrew die Führung der Löwen auf 40:3 (PAT geblockt).

Die erste Angriffsserie der Schwäbisch Haller in Halbzeit zwei startete für die Einhörner erfolgreich und brachte sie bis an die 32 Yard Linie der Lions, doch dort war Schluss mit dem Vorwärtsdrang und auch ein ausgespielter vierter Versuch brachte nicht den erhofften Erfolg und die Offense der Lions kam erneut zum Zug.

Mit nun vermehrten Laufspiel durch das Runningbackduo Andrew, McCants und damit verbundener Kontrolle der Spieluhr ging es Schritt für Schritt Richtung Haller Endzone. Bei noch acht verbleibenden Spielminuten im vierten Quarter war es dann abermals D. McCants überlassen aus drei Yards für das 47:3 (PAT T. Goebel) zu sorgen.

Verschnaufen konnte der Angriff der New Yorker Lions aber nicht lange. Schuld daran war erneut die Defense der Braunschweiger, die umgehend durch Kerim Homri für das nächste Turn-Over sorgte. Der Linebacker der Löwen fing den dritten Pass im Verlauf des Spiels vom Haller Spielmacher Ehrenfried ab und brachte seine Farben an der 36 Yard Linie der Einhörner wieder in Ballbesitz.

Auf Seiten der Braunschweiger übernahm nun James Peterson die Regie im Angriff und auf der Runningback Position übernahm Sven Rosemann die Verantwortung im Laufspiel. Punkte gab es, auch bedingt durch Strafen gegen die New Yorker Lions, keine mehr und Schwäbisch Hall bekam noch einmal die Chance zur Ergebniskorrektur.

Letztendlich gelang den Schwäbisch Hallern auch nach Läufen von Marcus Sims und Pässen von Ehrenfried auf Powell, Schäfer und Häfner entsprechend Raumgewinn, um nach einem weiteren Pass vom Haller Spielmacher auf seinen Ballfänger Adegbesan für den 47:9 Endstand zu sorgen. Die New Yorker Lions ließen nur noch kontrolliert die Uhr auslaufen und beendeten die Partie mit einem Punt.

Damit blieben die New Yorker Lions in der GFL Saison 2014 ungeschlagen und bauen die Anzahl von German Bowl Siegen auf neun aus.

Zum wertvollsten Spieler der Partie wurde wie bereits im letzten Jahr Quarterback Casey Therriault gewählt.

Scoreboard:
00:03 29 Yard Fieldgoal M. Leutert
07:03 15 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
14:03 05 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
20:03 14 Yard TD-Lauf C. Therriault (TPC nicht gut)
27:03 15 Yard TD-Pass C. Therriault auf A. Dablè (PAT T. Goebel)
34:03 01 Yard TD-Lauf M. Andrew (PAT T. Goebel)
40:03 02 Yard TD-Lauf M. Andrew (PAT nicht gut)
47:03 03 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
47:09 21 Yard TD-Pass M. Ehrenfried auf A. Adegbesan (PAT nicht gut)

Text: Holger Fricke
Fotos: Stefan Mörkels | Flickr

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