Berlin Rebels

Lions ringen starke Rebels nieder

Jacob Schridde_Sorie Bayoh
Foto: Karsten Reißner / New Yorker Lions

In einem Spiel, welches die New Yorker Lions erst in Halbzeit zwei mit 9:31 (0:3; 6:7; 3:14; 0:7) zu ihren Gunsten entscheiden konnten, bewiesen starke Berlin Rebels, das sie in dieser Saison ein Wort um die Vergabe der Play-Off Plätze mitreden wollen.

Das Spiel begann furios zu Gunsten der Lions. Nach dem Kick-Off der Berlin Rebels, fand Quarterback Grant Enders im aller ersten Spielzug mit einem langen Pass über 50 Yards seinen Receiver Niklas Römer, der sich mutterseelen allein auf den Weg Richtung Berliner Endzone machte. Doch sowohl das Team an der Seitenlinie, als auch die mitgereisten Fans aus Braunschweig jubelten zu früh. Römer trat kurz vor Erreichen der Endzone ins Aus und die Löwen mussten sich letztendlich nach drei mehr oder weniger erfolglosen Spielzügen mit einem 26 Yard Fieldgoal zum 0:3 von Tobias Goebel zufrieden geben.

Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts dominierten hauptsächlich die beiden Verteidigungsreihen das Spielgeschehen. Sowohl auf Seiten der New Yorker Lions, als auch auf Seiten der Gastgeber lief im Angriff nicht viel zusammen. Die Löwen schafften es nicht einmal über die Mittelinie und die Berlin Rebels kamen nach einem verunglückten Punt Braunschweigs lediglich zu einem 35 Yard Fieldgoalversuch, der aber weit am Tor vorbeiging. Erst kurz vor dem ersten Seitenwechsel gelang den Rebels der erste erfolgreiche Drive des Spiels. Mit Läufen ihres Runningbacks Larry McCoy und Pässen von Darius Outlaw speziell auf Gregor Lietzau, näherten sich die Gastgeber Yard um Yard der Braunschweiger Endzone. Für die 6:3 Führung der Rebels sorgte Outlaw kurz nach Beginn des zweiten Quarters mit einem 19 Yard Pass auf seinen Tight End Joey Krüger (PAT nicht gut). Zu allem Verdruss verletzte sich Benjamin Krahl schwer am Bein und musste für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Im Angriff der Lions ging es weiterhin nur schleppend voran und man tat sich schwer gegen die aggressive Defense der Gastgeber ein adäquates Mittel zu finden. Anders die Defense des Rekordmeisters, diese kam jetzt immer besser ins Spiel und setzte die Hauptstädter ihrerseits unter Druck. So kam u.a. Jacob Schridde zu seinem ersten Sack der Saison.

Ungefähr zur Hälfte des zweiten Quarters gelang den New Yorker Lions um Quarterback Grant Enders dann ihrerseits endlich der erste erfolgreiche Angriff. Beginnend von der eigenen 44 Yard Linie kam man mit Läufen durch McCants und Enders, sowie ein 22 Yard Pass von Enders auf seinen Tight End Evan Landi bis an die 4 Yard Linie der Rebels voran. Von dort aus wurde zwar der folgende Touchdownlauf von Jabari Johnson auf Grund einer Holding Strafe noch aberkannt, aber nur zwei Spielzüge später bediente Braunschweigs Spielmacher seinen Tight End Lukasz Omelanczuk über 8 Yards zur 6:10 Führung (PAT T. Goebel). Mit auslaufender Uhr bekamen die Löwen zwar noch einmal vor der Halbzeitpause die Chance mit einem 43 Yard Fieldgoal durch T. Goebel die Führung auszubauen, doch der Ball ging knapp links an den Torstangen vorbei.

Die Coaches der New Yorker Lions um Head Coach Troy Tomlin schienen in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn bei den New Yorker Lions schien nun auch in der Offense der Motor endlich rund zu laufen. Nach einem weiteren Punt der Berlin Rebels, startete der Braunschweiger Angriff an der eigenen 5 Yard Linie. Einem Lauf von McCants über 6 Yards folgte eine 89 Yard Granate des amerikanischen Spielmachers der Löwen auf seinen Receiver Anthony Dablé, der damit die Führung der Löwen zum 6:17 (PAT T. Goebel) ausbaute. Doch die Gastgeber steckten nicht auf und konterten umgehend ihrerseits. Ein langer Pass von Outlaw auf seinen Ballfänger Lietzau, sowie kraftvolle Läufe von Outlaw und Runningback McCoy und Berlin stand an der Lions 11 Yard Linie. Es folgte eine weitere Sternstunde der Braunschweiger Defense. Erneut Jacob Schridde, als auch Simon Bohlmann, konnten den Berliner Spielmacher in zwei aufeinanderfolgenden Spielzügen für Raumverlust zu Boden bringen.

Zusätzlich kassierten die Hausherren noch eine Strafe, welche endgültig nur zu einem 48 Yard Fieldgoal ihres Kickers Maximilian von Wachsmann und dem 9:17 Anschluss führte. Den folgenden Kick-Off Return für Braunschweig konnten die Rebels nach einem Fumble von Dablé für sich zu einem neuen First Down an Braunschweigs 39 Yard Linie umwandeln. Zu weiteren Punkten führte dieser Ballverlust auf Grund einer weiteren starken Leistung der Verteidigung der Lions aber nicht. Im Gegenteil, mit Wut im Bauch sorgte Anthony Dablè noch kurz vor dem letzten Seitenwechsel für einen erneuten Ausbau der Führung für die Braunschweiger. Dieses Mal trug er das Spielgerät nach einem 60 Yard Pass von Grant Enders zur 9:24 (PAT T. Goebel) Führung in die Endzone der Berliner.

Mit diesem Spielstand ging es ins letzte und vierte Spielviertel und die Berlin Rebels rannten weiterhin verzweifelt gegen das übermächtig erscheinende Verteidigungsbollwerk der New Yorker Lions an. Egal was sie auch versuchten, weiter als bis zur Mittelinie ging es nicht voran. Anders die Löwen in Person von David McCants, der ein First Down an der eigenen 25 Yard Linie dazu nutzte, mit einem seiner unwirklich erscheinenen Läufe über 72 Yards die Führung der Lions auf 9:31 (PAT T. Goebel) auszubauen. Hakenschlagend und Tackle ausweichend ließ er Gegenspieler um Gegenspieler aussteigen und lief unter dem Jubel seiner Teamkameraden in die Endzone der Berliner ein.

Danach war die Spannung letztendlich aus der Partie gewichen und auf beiden Seiten passierte nicht wirklich mehr viel. Die Braunschweiger spielten auf Seiten der Offense auf Ballsicherung und die Verteidigung stand weiterhin ihrem Mann und konnte sogar noch in Person von Kevin Kus einen Passversuch von Darius Outlaw abfangen. Punkte gab es keine weiteren mehr, aber auch die Back-Ups der Löwenstädter auf beiden Seiten des Balls erhielten jetzt Einsatzzeit. So wurde u.a. Evan Landi zum Quarterback und Runningback Chris Smith bekam seine ersten Läufe im Jersey der Lions.

Nach dem Schlusspfiff sah man auf Seiten der New Yorker Lions nur in glückliche Gesichter, die nach dem schweren Start in die Partie nun froh über den doch letztendlich deutlichen aber schwer erkämpften Sieg waren. Auch Head Coach Troy Tomlin war im Besonderen mit der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft und der deutlichen Leitungssteigerung zufrieden, zollte aber auch den Berlin Rebels großen Respekt für das Geleistete.

Lange Zeit zum Ausruhen haben die Braunschweiger nicht, denn bereits in einer Woche (2. Mai, Kick-Off 19.30 Uhr, Innsbruck) warten im ersten BIG6 Spiel der Saison 2015 mit den Innsbruck Swarco Raiders, eines der stärksten Teams Europas auf den deutschen Rekordmeister.

Scoreboard
00:03 26 Yard Fieldgoal Tobias Goebel
06:03 19 Yard TD-Pass Darius Outlaw auf Joey Krueger (PAT nicht gut)
06:10 08 Yard TD-Pass Grant Enders auf Lukasz Omelanczuk (PAT T. Goebel)
06:17 89 Yard TD-Pass Grant Enders auf Anthony Dablé (PAT T. Goebel)
09:17 48 Yard Fieldgoal Maximilian von Wachsmann
09:24 60 Yard TD-Pass Grant Enders auf Anthony Dablé (PAT T. Goebel)
09:31 72 Yard TD-Lauf David McCants (PAT T. Goebel)

Foto: Karsten Reißner / New Yorker Lions

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