Dresden Monarchs

Dresden mit Paukenschlag in Braunschweig!

QB #87 Evan Landi
Foto: Michael Hundt (MHU Pictures)

Die Dresden Monarchs setzen mit ihrem zweiten Sieg 2015 ein deutliches Ausrufungszeichen! In einem hochklassigen Match beim Meister in Braunschweig gewannen die Sachsen am Ende hauchdünn mit 26:27 (0:7/6:7/13:7/7:6).

Spiele gegen die Lions aus Braunschweig sind immer etwas Besonderes. Siege gegen die Lions sind selten und in der Regel immer denkbar knapp. Doch so eng, so umkämpft, so dramatisch auf der Zielgerade ging es wirklich selten zu. Das erinnerte an den allerersten Sieg der Monarchs gegen Braunschweig, damals im August 2004, 31:28, im ehemaligen Dresdner Harbig-Stadion, als die Lions in den Schlusssekunden mit mehreren vergeblichen Hail Mary Pässen versuchten das Spiel noch zu drehen. Ein solcher Alles-oder-nichts-Pass besiegelte auch diesmal die überraschende Niederlage des amtierenden Meisters. Der war zwar vollständig, endete aber EIN Yard vor der Monarchs Endzone.

Dresden begann an diesem Samstagabend vor knapp 5.000 Fans stark. Im ersten Drive bewegte sich die Offense, angeführt von QB Clay Belton schrittweise übers Feld. Es galt die wohl beste Defense der Liga zu beeindrucken und die eigene Nervosität zu bekämpfen. Ein paar Wackler und folgerichtige Strafen warfen Dresden zwar immer wieder zurück. Am Ende stand aber doch die erste Führung fest. Donald Russell zeigte seinen ersten Touchdownlauf des Abends und Jan Hilgenfeld komplettierte mit dem Zusatzpunkt zum 0:7.

Gleich im Anschluss wurde deutlich wie umkämpft, wie wild dieses Spiel noch hin und her gehen sollte. Beide Teams mussten den Ball nach Fehlern an die Defense schenken. Doch beide Teams konnten daraus keinen Nutzen ziehen. So vergab Dresden die höhere Führung noch im ersten Quarter bei einem misslungenen Fieldgoalversuch. Im zweiten Viertel lief das dann besser: Wieder schlug Russell zu, diesmal nach einem Pass von Belton. (PAT Hilgenfeld 0:14). Doch Braunschweig schlug postwendend zurück. Den anschließenden Kickoff der Monarchs trug Laufmaschine David McCants übers komplette Feld zum Anschluss zurück (PAT nicht gut, 6:14).

Die Seiten wurden gewechselt und Braunschweig drückt deutlich stärker. Sicher, Braunschweig ist seit Jahren in der GFL das Maß der Dinge. Um sich an die letzte Niederlage in der Liga zu erinnern muss man schon über ein Jahr zurückdenken. Braunschweig musste aber an diesem Samstag auf etliche Waffen verzichten. So war z.B. QB Grant Enders nach einer Verletzung von Anfang an zum Zuschauen verdammt. Dennoch ist der Kader der Lions so gut und breit aufgestellt, dass nach so einer Hiobsbotschaft nicht gleich alles in sich zusammen fällt. Vor allem weil man mit David McCants einen überragenden Spieler in seinen Reihen hat, der so einen Fight auch mal allein schultern und auch gewinnen kann. Mit diesem McCants arbeitete sich das Team der Braunschweiger Stück für Stück zurück ins Spiel. 3 Touchdowns in Halbzeit zwei gingen auf sein Konto. Und damit auch die verdiente Führung mit 26:21 im Schlussviertel (Donald Russel hatte zwischenzeitlich für Dresden auf 12:21 erhöht.)

Und dann folgten Schlussminuten, die das ohnehin schon heiß umkämpfte Spiel völlig auf die Spitze trieb. Dresden wollte seine letzte Chance nutzen. Mühte sich im letzten Drive übers Feld. Braunschweig stemmte sich dagegen. Aus Sicht der Schiedsrichter nicht immer mit fairen Mitteln, was zu Strafen und geschenktem Raumgewinn für Dresden führte. Den finalen Touchdown holte, ganz ohne Hilfe, Receiver Radko Zoller nach kurzem Pass von Belton (PAT Hilgenfeld 26:27). 29 Sekunden blieben den Lions noch. Und es schien, als ob ihnen die erneute Wende gelingen würde. QB Evan Landi feuerte seinen letzten Pass ins gelobte Land, Janos Knopf griff zu – und ging ein Yard vor der Goalline zu Boden. Schluss!

Bei allem Verletzungspech der Lions – Dresden kämpft und gewinnt am Ende mit ein wenig Glück aber auch verdient dieses Spiel. Doch die Revanche steht schon vor der Tür. Zum nächsten Heimspiel empfangen die Monarchs am 6. Juni die NewYorker Lions aus Braunschweig.

Foto: Michael Hundt (MHU Pictures)

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