Berlin Adler

New Yorker Lions ringen Berlin Adler nieder

Evan Landi
Foto: Karsten Reißner

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte, besiegen die New Yorker Lions die Berlin Adler letztendlich noch deutlich mit 7:33
(0:0; 7:10; 0:13; 0:10).

Das Spiel begann mit dem Kick-Off durch New Yorker Lions Kicker Tom van Duijn und einem Return von Berlins Hemaseh Heidary bis an die 16 Yard Linie der Adler.

Gleich der erste Spielzug drohte für die Gastgeber im Desaster zu Enden. Berlins Quarterback Lemar Johnson rutschte der Ball direkt nach dem Snap aus den Händen und von dort in die Arme von Lions Linebacker Jacob Schridde, der das Spielgerät noch bis an die 10 Yard Linie der Adler vorantrug. Etwas von der Situation überrumpelt fand sich mit einmal die Offense der Braunschweiger auf dem Feld in aussichtsreicher Position wieder. Doch nach vier ergebnislosen Versuchen musste der Angriff der Löwen das Spielfeld wieder verlassen und Berlin erhielt das Angriffsrecht zurück.

Zwar konnten die Hauptstädter im besonderen durch ihren mobilen Quarterback Lemar Johnson Raumgewinn und First Downs erzielen, doch an Braunschweigs 37 Yard Linie war dann auch mit dem Vorwärtsdrang der Adler Schluss und die Offense der Lions übernahm wieder das Angriffsrecht. Mit einem langen Pass bis an Berlins 40 Yard Linie von Evan Landi, der erneut für den verletzten Grant Enders wieder Regie im Angriff der Löwen führte, auf seinen Ballfänger Anthony Dablé, gelangten die Braunschweiger schnell in Schlagdistanz.
Auch der nächste Pass von Landi auf Tissi Robinson über 40 Yards in die Endzone der Berliner fand ihr Ziel, doch der Touchdown wurde auf Grund einer Holding Strafe gegen die Lions zurück gepfiffen. Damit nicht genug, verletzte sich Tissi Robinson auch noch beim dem Spielzug so schwer, das er den weiteren Verlauf des Spiels nur noch von der Seitenlinie aus verfolgen konnte. Für den negativen Abschluss des Drives sorgte dann ein etwas zu lang geratender Pass von Landi auf Tom van Duijn, den Adler Verteidiger Sebastian Karl abfangen konnte.

Positives konnten die Hausherren aus dem Turn Over aber nicht für sich herausschlagen und nach einem Sack von Braunschweigs Mamadou Sy gegen Lemar Johnson wechselte abermals das Angriffsrecht. Mit guter Ausgangsposition arbeiteten sich die New Yorker Lions u.a. mit einem 18 Yard Passfang von Tight End Lukasz Omelanczuk bis an die 12 Yard Linie der Adler heran. Für die ersten Punkte sorgte Tom van Duijn mit einem 27 Yard Fieldgoal zum 0:3. Die nächste Angriffsserie startete für die Gastgeber an ihrer 19 Yard Linie. Nach zwei Pässen über 15 Yards und 14 Yards von Johnson auf seinen japanischen Receiver Yuki Ikei, folgte die erste und einzige Unkonzentriertheit der Defense der Lions, die die Berliner in Person ihres Spielmacher Lemar Johnson gnadenlos ausnutzten. Eine Lücke in der Defense der Löwen nutzte Johnson und lief über 58 Yards zum Touchdown und zur 7:3 Führung (PAT Nicolai Schumann) in die Endzone der Gäste. Die nächsten beiden Angriffsserien endeten für beide Teams jeweils in einem Punt, ehe die Lions kurz vor der Halbzeit endlich ihren Rhythmus im Angriff fanden. Pässe von Evan Landi auf seine Receiver Niklas Römer und Tom van Duijn, sowie Läufe von Runningback Chris Smith brachten die Löwen bis an die drei Yard Linie der Adler. Von dort bediente Landi mit einem gefühlvollen Pass Anthony Dablé in der Endzone der Adler zum 7:10 (PAT T. van Duijn).

Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Den dritten Spielabschnitt begannen die Adler mit dem Kick-Off, den Lions Spieler Durrell Givens bis an die eigene 43 Yard Linie zurücktrug. Von dort startete der Angriff der Löwen die nächste erfolgreiche Serie. Tom van Duijn und David McCants sorgten für Raumgewinn und nach einem langen Passversuch von Landi auf Dablé sorgte die Defense der Adler mit einer Strafe wegen Passbehinderung für weiteren großen Raumgewinn. Die verbleibenden 13 Yards bis in die Endzone der Berlin Adler überbrückte Evan Landi selbst zum zwischenzeitlich 7:17 (PAT T. van Duijn).

Die nächsten zwei Drives der Berlin Adler endeten in Punts und so war es der Angriff der Braunschweiger der die nächste Chance auf Punkte erhielt. Mit zwei langen Pässen (50 und 37 Yards) von Landi auf Dablé fand sich die Offense der Lions umgehend an der 2 Yard Linie der Adler wieder. Von dort vollendete Fullback Maximilian Merwarth zum 7:23 (PAT nicht gut). Die Defense der Braunschweiger machte es dem Angriff der Hausherren jetzt immer schwerer Raumgewinn zu erzielen und setzte Berlins Quarterback unter Dauerdruck. Resultat war eine Interception von Lions Passverteidiger Kevin Kus an Berlins 28 Yard Linie.
Mit dem letzten Seitenwechsel ins vierte Quarter übernahm die Offense der Löwen wieder das Angriffsrecht und machte umgehend dort weiter wo sie im letzten Angriff aufgehört hatten, nämlich mit Punkten.
Kicker Tom van Duijn erhöhte die Führung der Löwen mit einem 37 Yard Fieldgoal auf 7:26. Die Berlin Adler wollten sich aber noch nicht geschlagen geben und kämpften aufopfernd gegen die drohende Niederlage.

Mit vollständigen Pässen auf seine Receiver Ikei, Heidary und Vilanova führte Lemar Johnson sein Team bis an die 30 Yard Linie der Lions und ließ sich dabei auch nicht von einem Sack durch Braunschweigs Sorie Bayoh aus der Ruhe bringen. Doch der nächste Pass geriet zu ungenau. Durrell Givens schnappte sich den Ball vor den Augen des wartenden Berliner Receivers und trug ihn bis in die Spielfeldhälfte der Gastgeber zurück. Dort verlor er jedoch den Ball und noch bevor dieser ins „Aus“ rollen konnte sicherte Adler Runningback Vincent Beaujean das Spielgerät zu Gunsten seines Teams. Erfolg konnten die Hausherren nicht aus dieser Aktion verbuchen, denn nach vier mehr oder weniger erfolglosen Versuchen erhielten die New Yorker Lions das Angriffsrecht an der eigenen 32 Yard Linie zurück. Zwei Läufe über 19 Yards und 21 Yards vom niederländischen Runningback der New Yorker Lions Chris Smith und mit weniger als zwei verbleibenden Spielminuten auf der Uhr kam das Team von Head Coach Troy Tomlin noch einmal in Schlagdistanz an Berlins 18 Yard Linie.

Auch die restlichen Yards bis in die Endzone zum 7:33 überbrückte dann Smith mit einem weiteren Lauf und sorgte somit auch für den Endstand des Spiels, da Berlin mit auslaufender Uhr keinen weiteren Raumgewinn erzielen konnte.

Wie bereits in den Spielen zu vor brauchte die Mannschaft der New Yorker Lions nahezu eine Halbzeit um ihren Spielrhythmus zu finden, um dann in Halbzeit zwei die Partie für sich zu entscheiden. Am nächsten Wochenende warten mit den Dresden Monarchs der wohl schwerste Gegner und Konkurrent in der GFL Gruppe Nord auf die Braunschweiger, die solche Anlaufschwierigkeiten wohl nicht zulassen werden.

Scoreboard

00:03 – 29 Yard Fieldgoal Tom van Duijn
07:03 – 58 Yard Touchdown-Lauf Lemar Johnson (PAT N. Schumann)
07:10 – 3 Yard Touchdown-Pass Evan Landi auf Anthony Dablé (PAT T. van Duijn)
07:17 – 13 Yard Touchdown-Lauf Evan Landi (PAT T. van Duijn)
07:23 – 2 Yard Touchdown-Lauf Maximilian Merwarth (PAT nicht gut)
07:26 – 37 Yard Fieldgoal Tom van Duijn
07:33 – 13 Yard Touchdown-Lauf Chris Smith (PAT T. van Duijn)

Foto: Karsten Reißner

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