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Souveräner Auftritt gegen Bandits bringt ersten Heimsieg

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Foto: Timo Raiser

Scorpions beim 53:07 in allen Belangen überlegen

Im zweiten Heimspiel der Saison ist es endlich geglückt: Nach einem 53:07 gegen die Rhein-Neckar Bandits aus Mannheim, durften die Stuttgart Scorpions ihren ersten Heimsieg im umgebauten GAZI-Stadion auf der Waldau feiern. An diesem bestand zu keinem Zeitpunkt der Partie ein Zweifel, zu überlegen waren die Hausherren ihren Gästen aus der Kurpfalz.

Dabei hatten diese ganz gefällig begonnen; bereits in ihrem ersten Drive konnte Quarterback Sonny Weishaupt seine Offense über das ganze Feld führen, was in der 07:00 Führung durch Nicolai Henn mündete. Dies jedoch markierte den Weckruf für die Scorpions und so erzielte Quarterback Tom Schneider per Lauf rund zwei Minuten später das 06:07. Von da an fanden die Bandits kein Mittel mehr gegen die hervorragend aufgelegte Stuttgarter Defense. Sowohl die Defense Line, als auch das Backfield, waren jederzeit Herr des Geschehens, so dass der Raumgewinn meist nur wenige Yards betrug und die Drives der Gäste entweder durch Punts oder Turnover on Downs endeten. Die Stuttgarter Offense hingegen zeigte eine ausgewogene Mischung aus Pass- und Laufspiel, das 12:07 durch Jermaine Guynn war da nur die logische Folge. Wenig später sollte dann Neuzugang Dylan Potts zeigen, weshalb er aus den USA auf die Waldau geholt wurde. Nachdem er zuvor bereits bei einigen Catches sein Potential andeutete, brachte er mit der Art und Weise, wie er auf 18:07 erhöhte, die rund 1.000 Zuschauer ins Schwärmen: Einen Pass von Schneider fing er fast still stehend an der Mittellinie, ehe er einen Sprint hinlegte, der die Verteidiger aussehen ließ wie Slalomstangen und dem kein Gegenspieler auch nur ansatzweise folgen konnte. Bestach sein Vorgänger auf der Wide Receiver Position im letzten Jahr, Mar’Quone Edmonds, noch durch seine Größe und körperliche Präsenz, so scheinen bei Potts in erster Linie seine Explosivität und Beweglichkeit seine größten Trümpfe zu sein.

Beim Stand von 18:07 ging es schließlich in das zweite Quarter und hier versetzten die Skorpione den Bandits innerhalb von knapp 90 Sekunden den endgültigen K.O.: Steffen Haenelt sorgte per Lauf für das 25:07 und im Anschluss griff Head Coach Jemil Hamiko in die Trickkiste; zur Überraschung aller ließ er beim folgenden Kick-off einen sogenannten Squib Kick spielen. D.h. anstatt den Ball, wie gewöhnlich in dieser Situation, tief in die Mannheimer Hälfte kicken zu lassen, schoß Marco Di Raimondo den Ball flach und hart in die Defense hinein. Dort konnte Nicolai Henn das Leder nicht unter Kontrolle bringen, was Matt Burnett dazu nutzte, es wieder für die Scorpions zu sichern. Resultat dieses Ballbesitzes war das 32:07 durch Dylan Potts wenig später und mit diesem Ergebnis sollte es auch in die Pause gehen. Zuvor kam es allerdings noch zur einzig unschönen Szene des Tages: Bei einem Sack gegen Tom Schneider griff Bandits-Verteidiger Andreas Nowak diesem ins Gesichtsgitter, resultierend in einer persönlichen Strafe. Aus dieser Situation heraus entstand eine Rangelei, welche erst durch das beherzte Eingreifen von Schiedsrichtern und Head Coaches aufgelöst werden konnte. Umsichtig zeigten sich die Unparteiischen hierbei; sie beließen es bei jeweils zwei persönlichen Strafen pro Team und im Anschluss beruhigten sich die Gemüter auf beiden Seiten wieder.

In der zweiten Halbzeit stellten die Hausherren durch weitere Touchdowns von Potts, Bryan Yankson und Patrick Geiger schließlich den Endstand von 53:07 her und beide Coaches verlegten sich darauf, ihren Backups ein wenig Spielpraxis zu verschaffen. So übernahmen bei den Scorpions zunächst Steffen Haenelt und wenig später Quarterback-Legende Günther “Doc” Michel – unter großem Beifall der Fans – das Zepter im Angriff, während Scorpions-Eigengewächs Martin Güney für die Mannheimer als Spielmacher agieren durfte; aus seiner Sicht leider ebenso wenig erfolgreich wie sein Vorgänger Sonny Weishaupt.

Zufrieden zeigte sich im Nachhinein Jemil Hamiko, allerdings nicht ohne auch einen kleinen Appell an seine Truppe. Denn diese habe zwar eine ansprechende Leistung gezeigt und auch mit Nachdruck gezeigt, dass mit ihr auch in dieser Saison zu rechnen ist, doch sei zugleich ebenso noch Luft nach oben, besonders im Angriff, auszumachen.

Weiter geht es für die Men in Red am 30. Mai mit dem Rückspiel in Mannheim, ehe am 06. Juni die Allgäu Comets auf der Waldau zu Gast sind.

Quarter| Clock| Score
1| 04:02| 00:07| Nicolai Henn (Pass Sonny Weishaupt, 9 yds), PAT Nicolai Henn
1| 06:29| 06:07| Tom Schneider (Lauf, 1 yd)
1| 10:06| 12:07| Jermaine Guynn (Lauf, 9 yds)
1| 10:51| 18:07| Dylan Pott (Pass Tom Schneider, 52 yds)
2| 02:08| 25:07| Steffen Haenelt (Lauf, 5 yds), PAT Pascal Flöser
2| 03:24| 32:07| Dylan Potts (Pass Tom Schneider, 10 yds), PAT Pascal Flöser
3| 04:21| 39:07| Dylan Potts (Pass Tom Schneider, 22 yds), PAT Pascal Flöser
4| 05:44| 46:07| Bryan Yankson (Lauf, 3 yds), PAT Pascal Flöser
4| 09:36| 53:07| Patrick Geiger (Lauf, 22 yds), PAT Pascal Flöser

Text: J. Hanson
Foto: Timo Raiser

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