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Unicorns wieder ganz vorne im Süden

Foto: Manfred Löffler
Foto: Manfred Löffler

Marburg Mercenaries unterliegen bei den Schwäbisch Hall Unicorns chancenlos mit 6:44

Vor 1.150 Zuschauern wurden die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Haller Hagenbachstadion ihrer Favoritenrolle gerecht. Im vorletzten Spiel an dieser Wirkungsstätte besiegten sie die Marburg Merceneries mit 44:6.

Seit langem war das Spiel der Unicorns am Samstag gegen Mercenaries mal wieder eines, bei dem die Witterungsbedingungen Einfluss auf das Spielgeschehen hatten. Abgesehen von ein paar wenigen Tropfen wurden die 1.150 Zuschauer zwar vom Regen verschont, der starke und böige Wind wurde von beiden Trainercrews aber sehr wohl ins Kalkül gezogen.

So verkniffen sich beide Teams lange und hohe Kickoffs, wenn sie gegen den Wind kicken mussten. Genauso waren lange Pässe nur selten und vermehrt von Marburg in der zweiten Hälfte zu sehen, als es den Gästen angesichts des hohen Rückstands um viel und schnellen Raumgewinn ging.

In diese Situation kamen die Hessen, weil sich die Haller Offense in der ersten Hälfte in hervorragender Punktelaune präsentierte. Schon im zweiten Spielzug zeigte Runningback Christian Rycraw, dass er einen guten Tag erwischt hatte. Mit einem Lauf über 77 Yards düpierte er die Marburger Defense und erzielte das 7:0 (PAT Tim Stadelmayr). Wenig später setzte der zweite Haller Angreifer seine erste Duftmarke: Moritz Böhringer, von Marco Ehrenfried per Pass bedient, machte nach 52 Yards das 14:0 (PAT Stadelmayr). Damit nicht genug, denn Böhringer legte noch im ersten Viertel mit einem 65-Yard-Pass von Ehrenfried zum 21:0 (PAT Stadelmayr) nach.

Die Marburger Defense wusste darauf weder im ersten noch in den folgenden drei Viertel eine passende Antwort. In der hessischen Offense wirkte der neue Quarterback EJ White durchaus als ein stabilisierender Faktor, aber auch er vermochte es nicht, die Unicorns-Defense in echte Bedrängnis zu bringen. Chancen hatten die Marburger nur dann, wenn sie auf ihrem Weg richtung Unicorns-Endzone durch Haller Straf-Yards unterstützt wurden. Aber auch das, sollte ihnen vor der Pause keine Punkte bringen.

Die sammelten weiter die Haller Gastgeber. Durch einen 6-Yard-Pass von Ehrenfried auf Patrick Donahue, den Extrapunkt und ein 28-Yard-Fieldgoal von Tim Stadelmayr setzten sich die TSG-Footballer mit 31:0 ab. Und dann half auch noch die Haller Defense beim Punktesammeln mit. Gerhard Jäger fing einen Pass von Marburgs White ab und trug ihn über 40 Yards in die Marburger Endzone (PAT Stadelmayr) zum 38:0-Halbzeitstand.

Die Mercenaries nutzten nach der Pause einige Unkonzentriertheiten der Haller Defense aus und kamen durch Andrecus Lindeley zu ihrem Ehrentouchdown an diesem Tag, Der Extrapunkt nach dem 6:38 wurde von den Unicorns aber geblockt. Darüber hinaus verwalteten die TSGler das Ergebnis, probierten verschiedene eher selten gespielte Spielzüge aus und brachten einige Spieler auf für sie ungewohnten Positionen zum Einsatz. Die Backups schickte Head Coach Siegfried Gehrke dann verstärkt auf den Platz, nachdem Marco Ehrenfried im letzten Viertel Patrick Donahue über 13 Yards zum 44:6-Endstand bedient hatte.

Halls Chef- und Defense-Trainer Siegfried Gehrke zeigte sich mit seiner Offense sehr zufrieden: „Die Jungs haben in der ersten Hälfte richtig Dampf gemacht!“ Anders sein Urteil über seine Defense: „Wir haben heute etwas zu soft gespielt.“ Er merkte aber auch selbstkritisch an: „Vielleicht lag das aber auch daran, dass mir selbst heute die richtige Einstellung gefehlt hat.“

Am kommenden Wochenende werden die Schwäbisch Hall Unicorns ihr letztes GFL-Spiel im Haller Hagenbachstadion austragen. Ab Ende August spielen sie im neu geschaffenen Sportpark am Kocher. Zum Abschied aus dem Hagenbachstadion, in dem sie bereits 1984 ihr erstes Heimspiel bestritten haben, laden sie alle Fans nach dem Spiel gegen Saarbrücken zur Happy Hour mit Freibier ein.

Die Punkte für Hall erzielten: Christian Rycraw (6), Tim Stadelmayr (8), Moritz Böhringer (12), Patrick Donahue (12) und Gerhard Jäger (6).

Zuschauer: 1.150

Viertelergebnisse: 21:0 / 17:0 / 0:6 / 6:0 / Final: 44:6

Alle Punkte:
7:0 – Christian Rycraw – 77-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
14:0 – Moritz Böhringer – 52-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
21:0 – Moritz Böhringer – 65-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
28:0 – Patrick Donahue – 6-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
31:0 – Tim Stadelmayr – 28-Yard-Fieldgoal
38:0 – Gerhard Jäger – 40-Yard-Interception-Return (PAT Tim Stadelmayr)
38:6 – Andrecus Lindeley – 5-Yard-Lauf (PAT blocked)
44:6 – Patrick Donahue – 13-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT missed)

Text: Axel Streich
Foto: Manfred Löffler

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