Berlin Adler

Huskies trotz Niederlage in den Playoffs

Foto: Michael Zelter / zelter media
Foto: Michael Zelter / zelter media

Zwischenzeitlich waren die 776 Zuschauer mucksmäuschenstill im Stadion Hammer Park beim letzten Heimspiel der Hamburg Huskies. Zu schwach war die Leistung der Hamburg Huskies im Spiel gegen die Berlin Adler, die mit 16:10 ihren zweiten Saisonsieg in der Hansestadt feierten. Dank der Schützenhilfe der Kiel Baltic Hurricanes, die bei den Berlin Rebels mit 27:17 gewannen, haben es die Huskies dennoch als Vierter vorzeitig in die Playoffs geschafft. Hier trifft der Aufsteiger in drei Wochen auf den frischgebackenen Südmeister Schwäbisch Hall.

„Wir haben heute ein hochklassiges Drittliga-Spiel von beiden Mannschaften gesehen, so ein niveauarmes GFL habe ich selten erlebt“, so Headcoach André Schleemann nach der Partie. „Irgendwie hat heute „Will nicht“ gegen „Kann nicht“ gespielt, und „Kann nicht“ hat gewonnen. Aber so ist das halt, wenn man ohne Quarterback spielt“.

„Die Mannschaft war durch das Durcheinander der letzten Wochen völlig blockiert“, sagte Huskies-Sportdirektor Max Paatz. Der erst im August geholte US-Quarterback Jordan Giza ist wegen eines Formfehlers nicht mehr spielberechtigt und schon wieder abgereist. Ersatzmann Dave Duddeck, der seine Sache vergangenes Wochenende gegen Dresden gut gemacht hatte, befindet sich auf einem lange geplanten Auslandsaufenthalt – die Huskies gehen ohne etatmäßigen Quarterback ins letzte Saisonspiel und in die Playoffs.

So musste Schleemann wieder umstellen und bot Curtis Slater (eigentlich Defensive Back) als Spielmacher ran. Zu allem Übel fehlte im Angriff auch noch Touchdown-Maschine Tyson Giza, der mit einer Fußverletzung ausfiel und wohl auch im letzten Saisonspiel in Kiel nicht zur Verfügung steht. Das Ergebnis: In der Offensive passte kaum etwas zusammen, mehr als ein Fieldgoal durch Nassim Amroun sprang in der ersten Hälfte für den Aufsteiger nicht heraus.

In der zweiten Hälfte lenkte dann Jonathan Senger (eigentlich Wide Receiver) den Angriff der Huskies – doch am Ende langte es nur noch zur Ergebniskosmetik durch den Touchdown von Marvin Amankwah. Die Adler aus Berlin waren an diesem Samstag das bessere von zwei schwachen Teams, das sich durch weniger Fehler auf die Siegerstraße brachte. Schleemann: „Die Adler haben auch aus dem letzten Loch gepfiffen, aber sie haben einen Weg gefunden, uns zu schlagen.“

Foto: Michael Zelter / zelter media

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