German Bowl

New Yorker Lions gewinnen den German Bowl XXXVII

German Bowl XXXVII - SH Unicorns vs. NY Lions -6534

Die drei magischen der Zahlen der New Yorker Lions am Tag des German Bowl XXXVII lauten 10-10-10. Denn am 10. Oktober gewinnen die Lions von Head Coach Troy Tomlin ihren insgesamt 10. Deutschen Meistertitel und bauen damit ihren Titel als deutscher Rekordmeister weiter aus.

Zum Ende der Partie stand ein 41:31 (10:6; 10:6; 14:12; 7:7) Sieg gegen starke Schwäbisch Hall Unicorns auf dem Scoreboard, die sich bis zum Ende kämpferisch gegen die drohende Niederlage stemmten. Wer von den knapp 12.000 anwesenden Footballfans aus ganz Deutschland dachte, das der German Bowl wieder mit einem klaren Sieg für die Braunschweiger wie im letzten Jahr enden würde, wurde gleich von Beginn an eines besseren belehrt.

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Nach dem Kick-Off der Partie durch Unicorns Kicker Thomas Rauch, schafften es die New Yorker Lions gerade mal bis zur eigenen 43 Yard Linie, ehe man sich nach einem ausgespielten vierten Versuch der starken Verteidigung der Haller geschlagen geben musste. Diese zeigten dann gleich in ihrem ersten Offense-Drive der Partie, das sie nicht gewillt waren, am heutigen Tag sich erneut wieder früh geschlagen geben zu müssen. Nach einem 23 Yard Lauf von Runningback Christian Rycraw und einer Strafe wegen Passbehinderung gegen die Defense der Lions, fanden sich die Haller schnell fünf Yards vor der Endzone der Lions wieder.

Von dort vollendete Rycraw mit einem fünf Yard Lauf zum 0:6 (PAT nicht gut) zur ersten Führung für die Einhörner. Aber die New Yorker Lions konterten umgehend und benötigten gerade mal drei Spielzüge, um ihrerseits erstmalig in Führung zu gehen. Erst lief Runningback David McCants von der eigenen 20 Yard Linie für einen Raumgewinn von 12 Yards, dann fand Quarterback Casey Therriault seinen Receiver Janos Knopf mit einem 12 Yard Pass. Für den Abschluss zum 7:0 (PAT T. Goebel) sorgte die Kombination Therriault auf Niklas Römer mit einem 56 Yard Pass.

Ebenfalls besser lief es für die Defense der Löwenstädter im nächsten Angriffsdrive der Unicorns. In drei Versuchen gelang es der Offense der Haller dieses Mal nicht die Verteidigung der New Yorker Lions zu überwinden und auch der ausgespielte vierte Versuch führte, nach einem Sack von Sorie Bayoh gegen Marco Ehrenfried, nicht zum gewünschten Erfolg. So bekamen die Löwen in guter Ausgangssituation an der Unicorns 40 Yard Linie die Chance auf weitere Punkte.

Mit Pässen von Therriault auf Christian Bollmann und Evan Landi gelangten die Löwen bis an die 17 Yard Linie der Unicorns. Doch nach einer Strafe wegen einem tiefen Block gegen die Braunschweiger mussten man sich mit einem 42 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel zum 10:6 zufrieden geben. Mit diesem Spielstand ging es ins zweite Spielviertel und beide Teams fanden erst einmal keine Mittel gegen die jeweils stark agierende Verteidigung des Gegners. So dauerte es einige Zeit, ehe die Lions als erstes Team wieder in Reichweite der gegenerischen Endzone kamen. Pässe von Therriault auf Janos Knopf, sowie auf Christian Bollmann und Evan Landi brachten den Angriff der Braunschweiger bis an die acht Yard Linie der Schwäbisch Haller voran. Von dort vollendete der spätere MVP der Partie Evan Landi, nach erneutem Pass von Therriault, zum 17:6 (PAT T. Goebel). Die Freude auf Seiten der Braunschweiger hielt aber nicht lange an. Nach dem Kick-Off Return von Moritz Böhringer bis an 36 Yard Linie, war es abermals der schnelle Runningback der Unicorns Rycraw, der die Verteidigung der Lions aushebelte und über 64 Yards zum 17:12 (TPC nicht gut) in die Endzone der Braunschweiger einlief. Bei nur noch knapp eine Minute Spielzeit bis zur Halbzeitpause kamen die New Yorker Lions noch einmal in Ballbesitz. Ein Lauf von McCants, ein 25 Yard Passfang von Christian Bollmann und eine Strafe gegen die Haller sorgten mit dem Pfiff zur Halbzeit für ein 37 Yard Fieldgoal zum 20:12 von Tobias Goebel.

Auch nach dem Wiederanpfiff zum dritten Quarter ging der offene Schlagabtausch zwischen beiden Teams weiter. Erneut war es ein Big-Play der Schwäbisch Hall Unicorns der die Abwehr der Löwen überlistete.

Nach dem Kick-Off der Lions durch Tobias Goebel, returnierte Moritz Böhringer den Ball bis in die Hälfte der Löwen zurück. Einen weiteren Spielzug später bediente Marco Ehrenfried Patrick Donahue mit einem Pass über 32 Yards bis an die sechs Linie der Braunschweiger. Für die Überbrückung der restlichen Yards bis in die Endzone war ebenfalls Patrick Donahue zuständig, der mit einem Lauf den Abstand für die Unicorns auf 20:18 (TPC nicht gut) verkürzte. Aber auch der Angriff der New Yorker Lions um Spielmacher Casey Therriault, wusste erneut wie man die Abwehr der Haller knacken kann. Ein Lauf von McCants und zwei lange Pässe von Therriault auf Evan Landi und die Löwen standen bereits wieder nur sieben Yards von der Endzone der Haller entfernt.

Die verbleibenden Yards überbrückte Casey Therriault zum 27:18 (PAT T: Goebel) selbst. Jetzt ging es Schlag auf Schlag und es folgten weitere Punkte beider Teams in kurzer zeitlicher Abfolge. Die Schwäbisch Hall Unicorns zeigten ihre Gefährlichkeit besonders im Passspiel und Marco Ehrenfried bediente seine Passempfänger Moritz Böhringer und Patrick Donahue nach Belieben und brachte sein Team Schritt für Schritt Richtung Braunschweiger Endzone. Für den Touchdown zum 27:25 (PAT T. Rauch) war dann letztendlich Wide Receiver Aurieus Adegbesan, nach acht Yard Pass von Ehrenfried, verantwortlich.

Die New Yorker Lions fackelten erneut nicht lange und stellten ihrerseits den alten Abstand zeitnah her. Wie bereits beim ersten Touchdown fand Therriault erneut mit einem langen Pass Niklas Römer über nahezu die Hälfte des Spielfeldes, bis an die fünf Yard Linie der Unicorns.

Von dort aus war es David McCants überlassen für das 34:25 (PAT T: Goebel) zu sorgen. Doch der dritte Spielabschnitt war noch nicht beendet und auch die Haller erhielten noch einmal die Chance zu punkten, vergaben aber die Möglichkeit mit einem 40 Yard Fieldgoal, welches weit am Tor vorbei ging. Somit ging es mit der knappen neun Punkte Führung für die New Yorker Lions in den vierten und letzten Speilabschnitt. Ehe aber die nächsten Punkte erzielt wurden, verging geraume Zeit, da weder die New Yorker Lions, noch die Schwäbisch Hall Unicorns, etwas nennenswertes im Angriff zu Stande brachten. Über die Hälfte des Spielabschnitts verging, bevor es die New Yorker Lions waren, die den letztendlich entscheidenden Touchdown zu ihren Gunsten erzielen konnten.

Läufe von David McCants und Max Merwarth folgten Passfänge von Niklas Römer und Evan Landi, die das Team der Löwen bis an die 20 Yard Linie der Haller brachte. Den 20 Yard Touchdown-Pass von Therriault 41:25 (PAT T. Goebel) fing dann Anthony Dablé.

Bei noch etwas mehr als zwei Minuten Spielzeit setzten die Unicorns noch einmal alles auf eine Karte und konnten auch zum 41:31 (TPC nicht gut) durch Patrick Donahue, nach zwei Yard Pass von Ehrenfried verkürzen, doch der folgende Versuch eines Onside-Kicks scheiterte.

Somit brauchten die New Yorker Lions nur noch ab knien um ihren insgesamt zehnten Meistertitel in der Geschichte der Braunschweiger Footballer zu gewinnen.

Scoreboard

00:06 5 Yard TD-Lauf C. Rycraw (PAT nicht gut)
07:06 56 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Römer (PAT T. Goebel)
10:06 42 Yard Fieldgoal T. Goebel
17:06 8 Yard TD-Pass C. Therriault auf E. Landi (PAT T. Goebel)
17:12 64 Yard TD-Lauf C. Rycraw (TPC nicht gut)
20:12 30 Yard Fieldgoal T. Goebel
20:18 3 Yard TD-Lauf P. Donahue (TPC nicht gut)
27:18 7 Yard TD-Lauf C. Therriault (PAT T. Goebel)
27:25 8 Yard TD-Pass M. Ehrenfried auf A. Adegbesan (PAT T. Rauch)
34:25 5 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
41:25 20 Yard TD-Pass C. Therriault auf A. Dablé (PAT T. Goebel)
41:31 2 Yard TD-Pass M. Ehrenfried auf P.Donahue (TPC nicht gut)

Foto: Stefan Mörkels (AmFiD) | Flickr

Pressemeldung der Schwäbisch Hall Unicorns

Ein kleines Stück hat noch gefehlt

Schwäbisch Hall Unicorns unterliegen den Braunschweig NewYorker Lions im Hygia German Bowl mit 31:41

Die Favoriten aus Braunschweig haben es geschafft: Zum zehnten Mal holten sie sich am Samstag in Berlin den Titel des Deutschen Meisters. Die Schwäbisch Hall Unicorns machten es ihnen dabei alles andere als leicht und zeigten den 12.000 Zuschauern im Jahn-Sportpark eine spannende Partie.

Die große Frage vor dem Kickoff zum 37. German Bowl war, ob sich die Schwäbisch Hall Unicorns wie im Vorjahr chancenlos gegen die favorisierten Braunschweig NewYorker Lions zeigen würden, oder ob es ihnen gelingen könnte, den Rekordmeistern aus Niedersachsen auf dem Weg zum zehnten Titel ein Bein zu stellen. Am Ende setzten sich die Lions zwar auch diesmal gegen die Unicorns durch, ein Spaziergang wie zwölf Monate zuvor war dies für die Braunschweiger allerdings nicht. Bis ins letzte Viertel hinein behielten die TSG-Footballer ihre Eisen im Feuer und erst knapp drei Minuten vor Spielende konnten die Lions das Spiel mit dem Touchdown zum 41:25-Zwischenstand für sich entscheiden.

Die Haller, die von 600 Fans und ihrem Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim nach Berlin begleitet wurden, zeigten sich über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner. Die erwartet starke Braunschweiger Defense war es aber, die insbesondere in der ersten Halbzeit dafür sorgte, dass sich der Haller Angriff zunächst schwer tat, den eigenen Rhythmus zu finden.

Christan Rycraw erlief zunächst die Haller 6:0-Führung und sorgte im zweiten Viertel mit einem sehenswerten 64-Yard-Lauf zum 12:17 dafür, dass die Haller den Anschluss an die Lions nicht verloren. Im Haller Passspiel lief in dieser Phase aber nur wenig zusammen. Quarterback Marco Ehrenfried wurde von der schnellen Braunschweiger Defense stark unter Druck gesetzt. Er hatte nur wenig Zeit, seine Passempfänger präzise zu bedienen und diese zeigten ihrerseits bei einigen Bällen auch Nerven.

Mit einer Braunschweiger 20:12-Führung ging man in die Pause und danach trumpften zunächst die Unicorns auf. Ehrenfried-Pässe auf Moritz Böhringer und Patrick Donahue brachten sie an die Braunschweiger 3-Yard-Linie. Ein weiterer Pass auf Donahue stellte das 18:20 her und Hall war auf Schlagdistanz. Doch Braunschweig konterte und der Haller Defense gelang es nicht, ihren Gegner ohne Punkte vom Ballbesitz zu trennen. Die Folge war das 27:18 durch den überragenden Braunschweiger Spielmacher Casey Therriault. Aurieus Adegbesan besorgte auf Anspiel von Ehrenfried mit 25:27 (PAT Thomas Rauch) erneut den Anschluss, doch auch darauf fanden die Lions mit einem Lauf von David McCants die aus ihrer Sicht richtige Antwort und stellten beim 34:25 den alten Abstand wieder her.

In der Rückschau war es dann auch das dritte Viertel, in dem das Spiel letztendlich entschieden wurde. So meinte auch Halls Head Coach Siegfried Gehrke später: „Unsere Defense hat viele gute Aktionen gezeigt, in den entscheidenden Momenten im dritten Viertel hätten wir aber konsequenter verteidigen und die Lions mindestens einmal ohne Punkte stoppen müssen.“

Es ging ins letzte Viertel und Braunschweig war in erster Linie darauf bedacht, den Vorsprung zu halten. Mehrfach wechselte der Ballbesitz bevor Therriault in der vorvorletzten Spielminute Anthony Dable zum 41:25 bediente. Hall blieb danach lediglich noch Zeit für Ergebniskosmetik durch einen Pass von Ehrenfried auf Donahue zum 31:41 Endstand.

„Wir haben einen großen Schritt gemacht, aber es hat noch nicht ganz gereicht“, sagte Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Wir hatten vor dem Spiel gesagt, dass wir bis zu 30 Lions-Punkte zulassen können. Das ist uns leider nicht gelungen“, analysierte Gehrke, der im Haller Trainerstab selbst für die Haller Verteidigung verantwortlich ist.

Troy Tomlin, Cheftrainer der Braunschweiger, meinte: „Die Unicorns haben uns ein hartes Spiel geliefert. Damit hatte ich gerechnet, denn ich weiß wie gut sie sind und dass das Spiel im letzten Jahr auf Haller Seite ein Ausrutscher war.“

Der vierte Auftritt in einem German Bowl war für die Schwäbisch Hall Unicorns der sportliche Abschluss einer erneut sehr erfolgreichen Saison. Gefeiert wird dies zusammen mit den Fans am kommenden Montag ab 18:00 Uhr auf dem Haller Marktplatz.

Die Punkte für Hall erzielten: Christian Rycraw (12), Patrick Donahue (12), Thomas Rauch (1) und Aurieus Adegbesan (6).

Zuschauer: 12.000

Viertelergebnisse: 10:6 / 10:6 / 14:13 / 7:6 / Final: 41:31

Alle Punkte:
0:6 – Christian Rycraw – 5-Yard-Lauf (PAT missed)
7:6 – Niklas Römer – 56-Yard-Pass von Casey Therriault (PAT Tobias Goebel)
10:6 – Tobias Goebel – 41-Yard-Fieldgoal
17:6 – Evan Landi – 8-Yard-Pass von Casey Therriault (PAT Tobias Goebel)
17:12 – Christian Rycraw – 64-Yard-Lauf (CON failed)
20:12 – Tobias Goebel – 37-Yard-Fueldgoal
20:18 – Patrick Donahue – 3-Yard-Lauf (CON failed)
27:18 – Casey Therriault – 7-Yard-Lauf (PAT Tobias Goebel)
27:25 – Aurieus Adegbesan – 9-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
33:25 – David McCants – 5-Yard-Lauf (PAT Tobias Goebel)
41:25 – Anthony Dable – 20-Yard-Pass von Casey Therriault (PAT Tobias Goebel)
41:31 – Patrick Donahue – 3-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (CON failed)

Text: Axel Streich

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