Bielefeld Bulldogs

Gamecocks schlagen Bulldogs in Bielefeld

Nils Dobmeier (#89) und Lars Borchwald (#88)_Foto Kerstin Offer
Foto: ohne Angabe

Bester GFL2-Saisonstart der Vereinsgeschichte
Kampfhähne etablieren sich nach 33:53-Auswärtserfolg in Nordstaffel-Spitzengruppe

Jahrelang war die Rußheide, Heimstadion der Bielefeld Bulldogs, ein ganz schlechtes Pflaster für die Gamecocks. Seit dem Bonner 14:28-Sieg im „Abstiegsendspiel“ 2015 scheint der Fluch endgültig der Vergangenheit anzugehören, denn am Donnerstag gewannen die Kampfhähne abermals deutlich in Bielefeld: 33:53 hieß es am Ende für „Columbia Blue“.

Ein Erfolg der Gäste in der Feiertags-Partie zeichnete sich dann auch schon früh ab: Cocks-Quarterback Simon Nassar zeigte sich erneut in guter Form und fand Receiver Travis Poitier per Pass zum Führungs-Touchdown (Extrapunkt Lars Borchwald gut). Beim nächsten Bonner Score half die Bielefelder Defense tatkräftig mit – und die Geistesgegenwart von Receiver Nils Dobmeier: Nassars eigentlich für Borchwald gedachter Pass wurde abgefälscht, und während mehrere Bulldogs-Verteidiger andächtig auf das Spielgerät warteten, schnappte sich Dobmeier den Rebound einfach kurzentschlossen und baute die Bonner Führung auf 0:13 aus (Extrapunkt nicht gut).

Bielefeld gelang zwar noch im ersten Quarter der Anschluss durch einen Touchdown-Pass von US-Quarterback Hank Kujak auf Rückkehrer Bert Smith jr., der die Vorsaison beim Lokalrivalen Paderborn Dolphins verbracht hatte, doch Bonn konnte die Gastgeber durch einen Touchdown-Run von erneut Poitier samt Extrapunkt von Borchwald zum 6:20 sofort wieder auf Distanz halten. An diesem Bild änderte sich auch im weiteren Spielverlauf wenig: So folgte einem Touchdown von Spielmacher Kujak auf Maximilian Nolte ein Doppelschlag von Simon Nassar, der erst Poitier und dann Dobmeier mit Touchdown-Pässen bediente; Borchwald verwandelte jeweils die Extrapunkte, sodass es mit einem Drei-Score-Abstand von 13:34 in die Pause ging.

Im dritten Viertel konnte Bulldogs-Neuzugang Kujak sein Team mit zwei Scoring Plays auf Tobias Bögel (Extrapunkt und 2-Point-Conversion nicht gut) abermals heranbringen, doch auf der Gegenseite war auch die Combo Nassar/Dobmeier (Extrapunkt nicht gut) erneut erfolgreich, wodurch die Kontrahenten mit einem 25:40-Zwischenstand ins Schluss-Quarter gingen.

Bielefelds Hoffnungen auf ein spätes Comeback zerschlugen sich spätestens mit dem Touchdown-Lauf von Cocks-Runningback Felix Zenner (Extrapunkt Borchwald gut) zum 25:47; der Neu-Gamecock, in der Offseason von den Bad Kreuznach Thunderbirds an den Rhein gewechselt, fand damit bereits im zweiten Spiel hintereinander die gegnerische Endzone. Bert Smith nach Pass von Kujak und D-Liner Joe Donner mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion sollte schließlich noch ein wenig Ergebniskosmetik zum 33:47 gelingen, bevor Nassar für Bonn den Sack endgültig zumachte. Abnehmer des insgesamt sechsten Touchdown-Passes des Kanadiers war wiederum Poitier, der damit seinen vierten Score des Tages (3 Receiving/1 Rushing) feiern konnte. Da der Versuch einer Two-Point-Conversion zum Abschluss scheiterte, war mit dem 33:53 auch der Endstand erreicht.

Cocks-Headcoach Stefan Naumann hatte ein gutes, wenngleich nicht perfektes Spiel seiner Truppe gesehen: „Ich bin zufrieden und stolz auf mein Team. Bielefeld hat gut gegengehalten. Trotzdem glaube ich, dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Unsere Offense hat sich besonders spielfreudig gezeigt. Auch wenn ich es nicht mag, einzelne Spieler hervorzuheben: Travis Poitier und Simon Nassar haben sich großartig präsentiert. Dennoch haben wir stellenweise erneut Unkonzentriertheiten gezeigt. Daran werden wir arbeiten.“

Der Auswärtssieg bedeutet nicht nur den besten GFL2-Saisonstart der Gamecocks, sondern führt Bonn nach dem ersten Saisonviertel in die Spitzengruppe der GFL2-Nordstaffel. Nach den Wochenend-Partien Paderborn gegen Lübeck (38:31) und Köln gegen Potsdam (37:19) belegen die Kampfhähne nach vier Spielen mit 6:2 Punkten hinter den Cougars (4 Spiele/8:0) und den Crocodiles (5/8:2) aktuell den dritten Tabellenplatz.

Text: Noël Martin Heyen
Foto: ohne Angabe

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