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Unicorns bändigen die Hurricanes

Aurieus Adegbesan lief mit den Unicorns den Hurricanes davon
Foto: Manfred Löffler

Saarländer unterliegen den Schwäbisch Hall Unicorns mit 14:37 / Nick Alfieri fällt viele Wochen aus

Die Saarland Hurricanes waren für die Schwäbisch Hall unicorns am Samstag im Optima Sportpark kein leichter Gegner. Am Ende überzeugten die Haller aber mit einem 37:14-Erfolg.

Bereits der zweite Spielzug der Saarland-Offense war es, der auf der Stirn von Halls Head und Defense Coach Siegfried Gehrke Sorgenfalten produzierte: Unicorns-Linebacker Nick Alfieri musste verletzt vom Platz. Wenig später stellte sich heraus, dass er sich einen Bruch des Schlüsselbeins zugezogen hatte und nun für mindestens acht Wochen pausieren muss. Die auf der Linebacker-Position derzeit ohnehin nur dünn besetzten TSG-Footballer wurden dadurch vor eine große Herausforderung gestellt, die aber zunächst am Ergebnis nicht abzulesen war.

Den ersten saarländischen Ballbesitz beendete Nikolas Knoblauch indem er einen saarländischen Fumble sicherte. Bis Anfang des zweiten Viertels legten die Haller in der Folge durch zwei Touchdowns von Tyler Rutenbeck und einem weiteren von Bastian Ziegler (zwei PAT Tim Stadelmayr) mit 20:0 vor. Dann agierten die Saarländer aber mit einer für die TSGler neuen Offense-Formation. „Darauf waren wir nicht vorbereitet“, sagte Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Wir konnten uns darauf nicht schnell genug einstellen.“

Kam hinzu, dass nun die Stunde von Saarlands Amerikaner Corey Brown schlug. Fast im Alleingang bewegte er den Ball für die Hurricanes mit raumgreifenden Läufen und Passfängen im Eiltempo über das Feld. Einerseits ließ er dabei die Haller Defense alles andere als gut aussehen und andererseits legte er damit die Grundlage für zwei saarländische Touchdowns durch Todd Harrelson (beide PAT Philip Gabel).

Dass die Hurricanes in dieser Phase nicht näher als 13 Punkte an die Unicorns heran kamen, hatte zwei Gründe. Einerseits ließ sich die Haller Offense nicht aus dem Tritt bringen und legte beim 20:7-Zwischenstand durch einen sehenswerten 26-Yard-Pass von Marco Ehrenfried auf Patrick Donahue (PAT Stedelmayr) auf 27:7 nach. Andererseits war es die Schwäche der Hurricanes-Offense in Spielsituationen kurz vor der Haller Endzone, bei denen die Gäste mehrfach zwingende Chancen vergaben. „In der Goalline-Offense müssen wir noch eindeutig besser werden“, merkte dann auch der saarländische Head Coach Tom Smythe nach dem Spiel kritisch an.

In der zweiten Hälfte zeigte sich zunächst dasselbe Bild. Hall erhöhte durch Bastian Ziegler (PAT Stedelmayr) auf 34:14 und Christian Köppe setzte kurz drauf den saarländischen Angriffsbemühungen durch einen abgefangenen Haupert-Pass ein Ende. Dann aber war es die Hurricanes-Defense, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. Halls Offense geriet schwer unter Druck und konnte der Hurricanes-Endzone erst Mitte des letzten Viertels wieder nahe kommen. Dies nutzte Tim Stadelmayr für ein 23-Yard-Fieldgoal zum 37:14.

Dass dies auch der Endstand sein sollte war auch der erwähnten saarländischen Goalline-Schwäche geschuldet. An der Haller 2-Yard-Linie erkämpfen sie sich vier neue Versuche, brachten den Ball aber nicht in der Haller Endzone unter.

Hurrcianes-Headcoach Tom Smythe sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns gegenüber dem letzten Jahr verbessert, aber wir haben heute nun mal gegen das beste Team der Süd-Liga gespielt. Auf diesem Level sind wir noch nicht, wollen uns aber weiter in diese Richtung entwickeln“. Auch Siegfried Gehrke zollte seinen Gegnern Respekt: „Die Hurricanes haben uns stark gefordert, mit neuen Formationen überrascht und sie haben sich zu keinem Zeitpunkt im Spiel aufgegeben.“ Zur Situation in seiner Defense meinte er: „Wir müssen angesichts der Personalsituation Umstellungen vornehmen. Das wird die Herausforderung der kommenden Woche werden.“

Die Punkte für Hall erzielten: Tyler Rutenbeck (12), Tim Stadelmayr (7), Bastian Ziegler (12) und Patrick Donahue (6).

Zuschauer: 1.353

Viertelergebnisse: 14:0 / 13:14 / 7:0 / 3:0 / Final: 37:14

Alle Punkte:
7:0 – Tyler Rutenbeck – 33-Yad -Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
14:0 – Bastian Ziegler – 7-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
20:0 – Tyler Rutenbeck – 8-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT missed)
20:7 – Todd Harrelson – 18-Yard-Pass von Alexander Haupert (PAT Philip Gabel)
27:7 – Patrick Donahue – 26-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
27:14 – Todd Harrelson – 18-Yard-Pass von Alexander Haupert (PAT Philip Gabel)
34:14 – Bastian Ziegler – 2-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
37:14 – Tim Stadelmayr – 23-Yard-Fieldgoal

Text: Axel Streich
Foto: Manfred Löffler

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