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Scorpions unterliegen den Allgäu Comets mit 14:35

Eine schmerzhafte 14:35 Niederlage mussten die Stuttgart Scorpions am Samstag gegen die Allgäu Comets aus Kempten hinnehmen. Diese zeigten sich vor 1.391 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau als das bessere Team und waren von daher auch der verdiente Sieger einer überraschend deutlichen Partie. Diese hatte mit rund fünfzehn Minuten Verspätung begonnen, denn pünktlich um 18 Uhr zog ein Gewitter über das Stadion hinweg, weshalb die Verantwortlichen den Kick-off auf 18.15 Uhr verschoben. Bis dahin hatten Blitz und Donner glücklicherweise nachgelassen, doch der Regen hielt sich hartnäckig über den Höhen Stuttgarts.

Nicht beeindrucken von den widrigen äußeren Umständen ließen sich dabei die Gäste aus dem Allgäu, welche von Anfang an das Heft in die Hand nahmen und auf beiden Seiten des Balles bissiger, konsequenter und auch zielstrebiger ans Werk gingen. So erzielten sie gleich in ihrem ersten Drive die 07:00 Führung durch einen Lauf von Grant Isdale (alle PAT des Tages: Christian Hafels), während die Stuttgarter ihre ersten beiden Drives jeweils mit einem Turnover on Downs beenden mussten. Neben der starken Kemptener Verteidigung scheiterte die Offense der Gastgeber ein ums andere Mal an sich selbst. Seien es unnötige Strafen, unpräzise Pässe oder schlichtweg falsche Entscheidungen, es lief nur wenig zusammen.

Im zweiten Quarter kam es dann so, wie es der Eindruck des ersten – aus Stuttgarter Sicht – schon befürchten ließ: Innerhalb von knapp sechs Minuten erzielten die Comets drei Touchdowns, jeweils nach Pass von Cedric Townsend und Matthew Green, und deckten die Schwächen in der Stutttgarter Defense jeweils gnadenlos auf. Anschließend fingen sich die Scorpions allerdings ein wenig und nachdem die Comets rund drei Minuten vor der Pause einen Field Goal Versuch nicht verwerten konnten, keimte auch auf den Rängen wieder ein wenig Hoffnung auf. Umso mehr, als dass die Offense um Quarterback Shane Carden nun ihren ersten gelungenen Drive hinlegen konnte und für diesen mit dem 07:28 durch Rocco Scarfone (alle PAT des Tages: Pascal Flöser) belohnt wurde. Die Kemptener versuchten im Gegenzug den alten Abstand wiederherzustellen und fast wäre Ihnen dies auch gelungen: Erneut lief Matthew Greene nach einem Pass von Townsend auf die Stuttgarter Endzone zu, wo ihn Konstantin Katz und Daniel Gromer wenige Yards vor dem Ziel jedoch zu Fall brachten; Green verlor den Ball, Matt Burnett sicherte ihn für Stuttgart in der eigenen Endzone mit dem Resultat Touchback für die Hausherren. Danach tat sich nichts mehr und es ging beim Stand von 07:28 in die Kabinen.

Zu Anfang des dritten Viertels blieben beide Angriffsreihen wirkungslos, aufregend wurde es wieder nach rund sieben gespielten Minuten: Da verlor der Kemptener Running Back Daniel Conroy nach einem Gemeinschaftstackle der Stuttgarter Bentoua, Metzger und Lang an der eigenen 30 Yard Linie den Ball, nachdem er ihn schon beim Hand-off kaum kontrollierten konnte. Somit kamen die Hausherren wieder in Ballbesitz und konnten wenig später durch Scarfones 14:28 weiter verkürzen. Aber dauerte es nicht lang, bis die Allgäuer die Hoffnung im Stuttgarter Lager wieder zunichtemachten, nämlich gerade mal 02,41 Minuten Spielzeit. Dann erzielte Grant Isdale mit einem Lauf den Touchdown zum 14:35 und da war jedem klar, dass sich am Ausgang der Partie nicht mehr viel ändern würde.

Das letzte Quarter war schließlich geprägt von strömendem Regen, unnötigen Strafen und vergeblichem Anrennen der Scorpions, gegen einen Gegner, der die Führung souverän über die Zeit brachte. Am Ende bleibt festzuhalten, dass bei den Scorpions alles zusammen passen muss, damit sie gegen eine Mannschaft von diesem Kaliber eine Siegchance haben. Darüber hinaus scheinen ihnen im Angriff die Mittel zu fehlen, um den Gegenüber auch einmal zu überraschen, und genau das ist mitunter notwendig, will man ganz oben mitspielen. Selbstkritisch zeigte sich im Anschluß an die Partie Head Coach Jemil Hamiko, indem er die Verantwortung dafür übernahm, dass sich seine Truppe nicht in der Verfassung präsentierte, die bei solch einer bedeutsamen Partie eigentlich zu erwarten wäre. Weiter geht es für die Scorpions am kommenden Sonntag in Marburg, wo alles darangesetzt werden soll, die nächsten Punkte einzufahren, um zumindest das Minimalziel Play-offs zu erreichen. (JH)

Quarter| Clock| Score
1| 03:58| 00:07| Grant Isdale (Lauf, 45 yds), PAT Christian Hafels
2| 00:05| 00:14| Matthew Green (Pass Cedric Townsend, 7 yds), PAT Christian Hafels
2| 03:23| 00:21| Matthew Green (Pass Cedric Townsend, 35 yds), PAT Christian Hafels
2| 05:52| 00:28| Matthew Green (Pass Cedric Townsend, 75 yds), PAT Christian Hafels
2| 10:04| 07:28| Rocco Scarfone (Pass Shane Carden, 43 yds), PAT Pascal Flöser
3| 09:06| 14:28| Rocco Scarfone (Pass Shane Carden, 20 yds), PAT Pascal Flöser
3| 11:47| 14:35| Grant Isdale (Lauf, 8 yds), PAT Christian Hafels

Text: J. Hanson
Bilder: Gamma Sigma/ Ralf Klengel

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