Allgäu Comets

Unicorns gewinnen gegen Allgäu Comets

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Foto: Manfred Löffler

So stellt man sich ein Spitzenspiel vor: Zwei Teams auf Augenhöhe, ständig wechselnde Führung, grandiose Spielzüge und Spannung bis zum Schluss. Die Schwäbisch Hall Unicorns und die Allgäu Comets zeigten am Samstag im Haller Optima Sportpark all das – mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber: 35:34.

Die 1.500 Zuschauer im Optima Sportpark konnten sich am Sonntag nicht beklagen. Es wurde ihnen ein so spannendes Spiel geboten, wie man es in Schwäbisch Hall schon lange nicht mehr zu sehen bekam. Mit den Unicorns und ihren Gästen aus dem Allgäu trafen zwei absolut ebenbürtige Teams aufeinander und beide Cheftrainer waren sich nach den 48 spannungsgeladenen Spielminuten einig: „Das glücklichere Team hat heute gewonnen.“

Dabei zeigten die Haller insbesondere im Angriff Licht und Schatten. So hatte auch Quarterback Marco Ehrenfried schon bessere Tage gesehen. Oft bediente er seine Passempfänger mit zu unpräzise geworfenen Pässen und einer davon landete auch in den Händen des Comets-Verteidigers Greg Williams. „In den entscheidenden Momenten hat Marco aber die wichtigen Plays gemacht“, sagte Halls Head Coach Siegfried Gehrke nach dem Spiel und hob damit die starken Aktionen seines Spielmachers an diesem Tag hervor.

Besonders gut konnte sich am Samstag Tyler Rutenbeck in Szene setzen, der neben einem Touchdownpass auch die Anspielstation bei mehreren dieser „wichtigen Plays“ war. Viermal waren die Unicorns am Samstag in Rückstand geraten. Rutenbeck sorgte zusammen mit Aurieus Adegbesan und Joseph Joyner dafür, dass die Unicorns sich davon nicht beeindrucken ließen und jedes Mal wieder in Führung gingen.

Mitte des ersten Viertels waren es die Comets, die sich die erste Führung erspielen konnten. Cedric Townsend warf einen 12-Yard-Pass auf Matthew Green und im Extrapunktversuch erhöhte Green per Conversion gleich auf 8:0. Das Duo Townsend-Green war es auch, das das ganze Spiel über am auffälligsten bei den Gästen agierte. Townsend hatte am Ende einen Touchdown selbst erlaufen, vier weitere erzielte er per Pass, von denen drei Matthew Green fangen konnte.

Nach einem gescheiterten Haller Fieldgoal-Versuch begann die stärkste Phase der Haller Defense. Devin Benton und Thomas Rauch sorgten mehrfach für Raumverlust bei den Comets und Cody Pastorino konnte einen Townsend-Pass abfangen. Mit dieser Verteidigung im Rücken kam die Unicorns-Offense besser ins Spiel und sorgte mit zwei Touchdown- und einem Conversion-Pass auf Patrick Donahue sowie einem Extrapunktkick von Tim Stadelmayr für das 15:8.

Wenig später kam Kempten aber auf 14:15 heran und schaffte 45 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durch Daniel Conroy sogar die 20:15-Führung. Den TSG-Footballern gelang nun das Kunststück, das Blatt in Windeseile wieder zu wenden. Bei auslaufender Uhr war es schließlich ein 35-Yard-Pass von Ehrenfried auf Rutenbeck (PAT Stadelmayr), der den 22:20-Halbzeitstand herstellte.

In der zweiten Hälfte sollte sich an dem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe nichts ändern. Townsend und Green holten Mitte des dritten Viertels die erneute Comets-Führung mit 28:22. Als Hall kurz darauf an der Allgäuer 6-Yard-Linie scheiterte, mussten die Unicorns-Fans schon schlimmes befürchten. Doch die Haller Defense war zur Stelle, zwang die Allgäuer zum Befreiungskick und holte die Unicorns-Offense zum Start ins letzte Viertel an der eigenen 8-Yard-Linie wieder auf den Platz.

Ein Ehernfried-Pass über 60-Yards auf Tyler Rutenbeck aus einem Trickspielzug wirkte wie ein Befreiungsschlag und kurz darauf vollendete Aurieus Adegbesan (PAT Stadelmayr) zum 29:28. Die hauchdünne Haller Führung machten aber erneut Townsend und Green zunichte: 6 Minuten vor Schluss stand es 34:29 für Kempten und Hall machte es weiter spannend. Zwei Minuten später musste man den Ball ohne Punkte erzielt zu haben erneut den Kemptenern überlassen, die ihrerseits allerdings auch zum Befreiungskick greifen mussten. Hall bekam an der eigenen 23-Yard-Linie die letzte Chance, dieses Spiel für sich entscheiden zu können.

Mit einem 44-Yard-Lauf holte Bastian Ziegler vier neue Versuche für Hall an der Kemptener 5-Yard-Linie. Joseph Joyner wurde von Ehrenfried bedient und Hall lag 42 Sekunden vor Spielende hauchdünn mit 35:34 vorne. Die anschließend misslungene Conversion hätte den Hallern fast noch einen Punktgewinn gekostet, denn mit dem letzten Spielzug der Partie setzten die Comets zu einem 41-Yard-Fieldgoal-Versuch an. Der Ball flog aber weit links an den Torstangen vorbei, sodass die Unicorns sich über eine weiterhin verlustpunktfreie Tabellenführung in der GFL-Süd freuen konnten.

„Die letzten Angriffszüge vor der Halbzeit und vor Spielende waren entscheidend. Ich bin froh, dass wir die beide erfolgreich gestalten konnten und am Ende als glücklicher Sieger vom Platz gehen konnten“, sagte Siegfried Gehrke nach dem Spiel. Zum Haller Neuzugang Anthony Bilal sagte Gehrke: „Er hat heute ein paar Mal aufblitzen lassen, was wir von ihm erwarten dürfen. Nach nur zwei Trainingseinheiten mit dem Team war aber klar, dass er heute noch nicht im Mittelpunkt stehen konnte.“

Die Punkte für Hall erzielten: Patrick Donahue (14), Tim Stadelmayr (3), Tyler Rutenbeck (6), Aurieus Adegbesan (6) und Joseph Joyner (6).

Zuschauer: 1.471

Viertelergebnisse: 8:8 / 14:12 / 0:8 / 13:6 / Final: 35:34

Alle Punkte:
0:8 – Matthew Green – 12-Yard-Pass von Cedric Townsend (CON Grant Israel)
8:8 – Patrick Donahue – 22-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (CON Patrick Donahue)
15:8 – Patrick Donahue – 47-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
15:14 – Cedric Townsend – 10-Yard-Lauf (CON failed)
15:20 – Daniel Conroy – 27-Yard-Pass von Cedric Townsend (CON intersepted)
22:20 – Tyler Rutenbeck – 35-Yad-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
22:28 – Matthew Green – 11-Yard-Pass von Cedric Townsend (CON Matthew Green)
29:28 – Aurieus Adegbesan – 15-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
29:34 – Matthew Green – 27-Yard-Pass von Cedric Townsend (CON failed)
35:34 – Joseph Joyner – 5-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (CON failed)

Text: Axel Strecih
Foto: Manfred Löffler

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