GFL

Scorpions feiern lang ersehnten zweiten Heimsieg

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Foto: Sarah Philipp

Deutliches 46:10 über Munich Cowboys

Nicht unbedingt schön, aber erfolgreich und verdient – so lässt sich der 46:10 Sieg der Stuttgart Scorpions über die Munich Cowboys vor 1.157 Zuschauern auf der Waldau in aller Kürze zusammenfassen. Da es an diesem Tage jedoch nicht darum ging, einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern lediglich darum im sechsten Heimspiel der Saison endlich den zweiten Heimsieg einzufahren, zeigten sich die Gastgeber dementsprechend zufrieden im Anschluss an die Partie. Allen voran Timo Klinkmüller, der in seinem zweiten Spiel als GFL Head Coach den ersten Sieg feiern konnte. So gab er im Interview mit GFL-TV zu Protokoll, dass er vom geschlossene Auftritt seiner Truppe zum Beispiel sehr angetan war und viele Aktionen bereits so umgesetzt werden konnten, wie er sich dies vorstellt. Nicht übersehen hatte er allerdings die Nachlässigkeiten, welche seine Mannschaft sich durchaus auch erlaubt hatte, allen voran etliche unnötige Strafen. Am meisten dürfte er sich am Ende schließlich darüber gefreut haben, dass es seiner Mannschaft nach den eher mäßigen Leistungen in den letzten Heimpartien, wieder einmal gelungen war, von Beginn an das dominierende Team zu sein und so stets das Heft des Handelns in der Hand zu halten. Zwar gaben sich die Cowboys redlich Mühe, die Partie so lang wie möglich ausgeglichen zu gestalten, doch schien die Truppe von Kevin Herron ein ums andere Mal fast schon überfordert zu sein mit den Aufgaben, vor die sie gestellt wurden. Dazu traten die Cowboys mit einem recht dünnen Kader an, was bereits in der ersten Halbzeit zu der einen oder anderen Erschöpfungserscheinung führte.

Die ersten Punkte des Tages erzielte Richard Rewitzer mit dem 07:00 für die Gastgeber (alle PAT des Tages: Fabian Weigel) nach knapp drei gespielten Minuten. Wie in der Vorwoche gegen Schwäbisch Hall agierte Stuttgart zumeist mit einer Hurry up Offense und wie auch die Unicorns, kam München damit besonders zu Beginn kaum zurecht. Überhaupt war die Verteidigung der Gäste dem Angriff der Scorpions klar unterlegen, was diesem die Möglichkeit gab, nach der Kritik der letzten Wochen ein wenig Selbstvertrauen zu tanken. Umgekehrt lief im ersten Quarter zunächst nicht viel zusammen in der Cowboys-Offense, weshalb die nächsten Punkte wiederum Stuttgart gehörten: Julien Tipton war es, welcher per Lauf auf 13:00 erhöhte. Wenig später fing Konstantin Katz einen eher dürftig geworfenen Pass von Cowboys-Quarterback Jake Schaefer per Interception ab, dieses Mal aber schafften es die Hausherren nicht, den Ball in die Endzone zu befördern. Dafür waren nun die Münchner an der Reihe: Nachdem sich der Angriff zum Ende des Quarters hin langsam stabilisiert hatte, verkürzte Keith Hilson nach Pass von Schaefer auf 13:07 (alle PAT des Tages: Robert Werner).

Bei diesem Spielstand ging es in das zweite Viertel und hier war das Match mitunter sehr zerfahren. Beide Mannschaften begingen etliche Regelverstöße, welche entsprechend geahndet wurden, insbesondere die Scorpions brachten sich so immer wieder selbst um zuvor erreichten Raumgewinn. Die Cowboys jedoch verstanden es nicht, aus diesen Fehlern Kapital zu schlagen, ergo fielen sie letztendlich nicht weiter ins Gewicht. So zog Stuttgart bis zur Halbzeit auf 27:10 davon, Touchdowns durch Patrick Geiger und Rocco Scarfone stand ein Münchner Field Goal durch Robert Werner gegenüber.

Dieser hatte nach rund zwei Minuten im dritten Viertel die Möglichkeit, ein weiteres Field Goal zu erzielen, allerdings war sein Kick aus 55 Yards zu kurz. Damit lieferte er Sergio Taylor die unfreiwillige Vorlage zu einem sehenswerten Return bis tief in die Cowboys-Hälfte. In den folgenden Spielzügen erlaubten sich die Scorpions erneut einige Fouls, was in rund 20 Yards Raumverlust resultierte. Endgültig vorbei war der Drive dann als Marice Sutton einen Pass von Shane Carden an der 18 Yard Linie der Gäste abfing. Dessen Gegenüber machte es nicht viel besser, denn nur kurze Zeit später warf Jake Schaefer seine zweite Interceptions des Tages; Daniel Gromer gelang diese noch ehe der Ball in die Stuttgarter Hälfte gelangen konnte. Resultat dieses Turnovers war das 34:10 durch Steffen Haenelt nach Pass von Carden Mitte des Quarters. Haenelt war es auch, der das 40:10 besorgte, dieses Mal per Lauf über drei Yards, womit es nicht weiter weh tat, dass Weigel kurz zuvor einen Field Goal Versuch aus 38 Yards vergeben hatte.

Im letzten Abschnitt steckten die Cowboys trotz des Rückstands zunächst nicht auf, doch als Quarterback Schaefer nach rund vier Minuten durch Moritz Lang seine dritte Interception hinnehmen musste, war die Partie letztendlich entschieden. Beide Teams ließen nun auch ihre Backups zum Einsatz kommen, ehe es dem Stuttgarter Quarterback-Oldie Günther Michel vorbehalten war, in der letzten Minute per Lauf über ein Yard den Endstand von 46:10 herzustellen.

Die Scorpions bleiben somit auf dem fünften Rang der GFL-Süd und wahren ihre Minimalchance auf einen Play-off Platz. Als nächstes steht am kommenden Samstag das Derby bei den Unicorns aus Schwäbisch Hall aus dem Programm. (JH)

1| 02:38| 07:00| Richard Rewitzer (Pass Shane Carden, 24 yds), PAT Fabian Weigel
1| 07:40| 13:00| Julien Tipton (Lauf, 1 yd), TPC failed
1| 11:52| 13:07| Keith Hilson (Pass Jake Schaefer, 6 yds), PAT Robert Werner
2| 01:23| 20:07| Patrick Geiger (Lauf, 1 yd), PAT Fabian Weigel
2| 04:10| 20:10| Robert Werner (Field Goal, 29 yds)
2| 11:24| 27:10| Rocco Scarfone (Pass Shane Carden, 6 yds), PAT Fabian Weigel
3| 06:06| 34:10| Steffen Haenelt (Pass Shane Carden, 26 yds), PAT Fabian Weigel
3| 11:06| 40:10| Steffen Haenelt (Lauf, 3 yds), TPC failed
4| 11:20| 46:10| Günther Michel (Lauf, 1 yd), TPC failed

Text: Jack Hanson
Foto: Sarah Philipp

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