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Scorpions rutschen aus den Play-off Rängen

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Foto: Gamma Sigma

30:35 Heimniederlage gegen Saarland Hurricanes

972 Zuschauer hatten sich am vergangenen Samstag bei ungemütlichen äußeren Bedingungen im GAZi-Stadion auf der Waldau eingefunden, um zu verfolgen, wie sich die Stuttgart Scorpions im Heimspiel gegen die Saarland Hurricanes präsentieren würden. Und so trist wie das Wetter über weite Strecken war, war anschließend die Stimmung bei denen, welche es mit der Truppe von Jemil Hamiko hielten. Denn während die Skorpione im Hinspiel noch mit 31:17 die Oberhand behielten, mussten sie sich nun nach einer durchwachsenen Leistung mit 30:35 geschlagen geben und sind dadurch auf den fünften Rang – d.h. auch aus den Play-off Rängen – gerutscht. Nach wie vor haben sie im direkten Vergleich gegen die Saarbrücker die besseren Karten – jener könnte am Ende über Glück und Unglück entscheiden – jedoch darf man sich nun keinen Ausrutscher mehr erlauben, soll die Endrunde erreicht werden.

Den Hurricanes genügte an diesem Tage eine solide Leistung, um verdientermaßen die Oberhand zu behalten unterm Fernsehturm. Zwar wussten die Hausherren mitunter durchaus zu gefallen, doch unterliefen ihnen erneut zu viele Fehler. Die Offensive um Quarterback Shane Carden zeigte sich zumeist zu einfallslos und war von daher mit zunehmender Spieldauer immer leichter auszurechnen, die Verteidigung hingegen zog besonders im Passspiel zu oft den Kürzeren gegen ihre Kontrahenten. Dazu gelang es bis ins dritte Quarter hinein nicht, den Vorsprung einmal auf mehr als sieben Punkte auszubauen, obwohl die Möglichkeiten dazu durchaus gegeben waren; und wann immer die Canes wiederum das Tempo anzogen, fand man nicht die richtigen Mittel, um sie in die Schranken zu weisen.

Nach dem ersten Abschnitt noch lag Stuttgart nicht unverdient in Front: Manuel Fischer und Fabian Weigel (alle PAT des Tages: Pascal Flöser) erzielten zwei Touchdowns für die Gastgeber, letztgenannter nach einem sehenswerten Pass von Carden über satte 90 Yards, Todd Harrelson brachte die Gäste nach einem Pass von Alexander Haupert auf das Scoreboard. Schon da bestanden die Stuttgarter Angriffsbemühungen oftmals aus kurzen Läufe durch die Mitte, immer wieder gelangen ihnen aber immerhin Spielzüge für entscheidenden Raumgewinn. Mitte des zweiten Quarters hatte Pascal Flöser dann die Chance, den Vorsprung per Field Goal auf zehn Punkte auszubauen, doch verfehlte der Ball sein Ziel. Die Strafe folgte auf dem Fuße, denn nicht mal eine Minute später glich Wesley Miller zum 14:14 aus. Jene letzten Minuten vor und jene ersten nach der Halbzeit waren es rückblickend wohl, in denen die Partie zu Gunsten der Hurricanes entschieden werden sollte. So gingen die Scorpions bei weniger als zwei Minuten verbleibender Spielzeit zwar durch Carden mit 21:14 in Führung, in die Kabine retten konnten sie die Führung jedoch nicht und so stand es nach dem zweiten Touchdown von Miller zur Pause 21:21.

Direkt nach dieser setzte die Stuttgarter Defense gleich ein Ausrufezeichen: Matt Burnett konnte einen Ball von Haupert abfangen und holte den Hausherren so das Angriffsrecht weit in der Saarländer Hälfte zurück. Im Anschluss kam man bis an die 1 Yard Linie heran, zu mehr als einem Field Goal durch Flöser – gleichbedeutend mit dem 24:21 – sollte es allerdings nicht reichen. Wieder ließ die Antwort nicht lange auf sich warten, gerade mal drei Minuten später gingen die Canes durch Bryan Billy erstmals in Führung (24:28) und diese sollten sie auch nicht mehr aus der Hand geben. Konzentriert spielten sie nun ihr Spiel und stellten besonders durch die Offense die Scorpions immer wieder vor Probleme. Im letzten Abschnitt erhöhte Jason Thompson dann auf 24:35, ehe es Stuttgart nochmal mit dem Mute der Verzweiflung versuchte. Rund fünf Minuten vor Ende der Partie wurden sie dafür belohnt und kamen durch Rocco Scarfone nochmal auf 30:35 heran, doch als Wesley Miller in der Schlussphase einen Pass von Carden per Interception abfangen konnte, war das Stuttgarter Aufbäumen jäh beendet und die Partie gelaufen.

Den Scorpions bleibt nun eine Woche Zeit zu Verschnaufen, ehe am 16. Juli die nächste schwere Aufgabe wartet: Dann geht es zum Aufsteiger nach Frankfurt, wo das Ruder wieder herumgerissen werden soll. (JH)

Quarter| Clock| Score
1| 05:55| 07:00| Manuel Fischer (Pass Shane Carden, 2 yds), PAT Pascal Flöser
1| 11:37| 07:07| Todd Harrelson (Pass Alexander Haupert, 34 yds), PAT Philip Gabel
1| 12:00| 14:07| Fabian Weigel (Pass Shane Carden, 90 yds), PAT Pascal Flöser
2| 06:11| 14:14| Wesley Miller (Lauf, 1 yd), PAT Philip Gabel
2| 10:22| 21:14| Shane Carden (Lauf, 2 yds), PAT Pascal Flöser
2| 12:00| 21:21| Wesley Miller (Lauf, 1 yd), PAT Philip Gabel
3| 04:28| 24:21| Pascal Flöser (Field Goal, 22 yds)
3| 07:33| 24:28| Bryan Billy (Pass Alexander Haupert, 4 yds), PAT Philip Gabel
4| 04:57| 24:35| Jason Thompson (Pass Alexander Haupert, 33 yds), PAT Philip Gabel
4| 06:38| 30:35| Rocco Scarfone (Pass Shane Carden, 49 yds), PAT no good

Text: Jack Hanson
Foto: Gamma Sigma

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