GFL

Unicorns sichern sich die Playoffs

Patrick Donahue entkommt seinen Bewachern.
Foto: Manfred Löffler

Schwäbisch Hall Unicorns gewinnen 48:21 bei den Stuttgart Scorpions / drei Touchdowns in acht Minuten

Mit einem 48:21 holten sich die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag bei den Stuttgart Scorpions ihren neunten GFL-Sieg in Folge. Sie bleiben damit Tabellenführer in der GFL-Süd und haben ihr Ticket für die diesjährigen Playoffs bereits in der Tasche.

Mit einer schweren Hypothek in der Offense- und in der Defense-Line gingen die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Stuttgarter GAZi-Stadion ins Spiel gegen die dort heimischen Scorpions. Die Defense musste auf Devin Benton verzichten, der auf einer Familienfeier in den USA weilte. Die Offense vermisste hingegen Christian Rothe, der sich im Training am Oberschenkel verletzt hatte. Für ihn musste Moritz Schreiber auf die Guard-Position wechseln und Kevin Becker sprang dafür als Center ein.

Diese Umstellung war der Haller Offense zumindest in der ersten Halbzeit ebenso anzumerken, wie die zweiwöchige Spielpause. Bei einigen Spielzügen fehlte es am Rhythmus und am Timing und Quarterback Marco Ehrenfried musste sich beim Snap mehrfach nach dem Ball strecken.

Kam hinzu, dass die Scorpions mit einem überraschend schnellen Angriffsspiel aufwarteten, mit dem sie die Haller Defense gleich zu Spielbeginn auf dem falschen Fuß erwischten. Keine zwei Minuten brauchten die Landeshauptstädter für ihren ersten Angriffszug über 75 Yards, von denen sie 60 mit vier schnellen Pässen überbrückten. Abgeschlossen wurde er mit der 7:0-Führung der Gastgeber.

Danach mussten die Stuttgarter Fans aber bis zum letzten Viertel auf weitere Scorpions-Punkte warten, auch wenn der Unicorns-Angriff zunächst keinen überlegenen Eindruck machen konnte. Das 7:0 beantwortet Patrick Donahue zwar postwendend beim nachfolgenden Kickoff mit einem 90-Yard-Return zum 7:7 (alle PAT von Tim Stadelmayr), danach mühte man sich aber sehr gegen die Stuttgarter Defense. Selbst ein Firstdown an der Stuttgarter 2-Yard-Linie konnte nicht mit einem Touchdown sondern Anfang des zweiten Viertels nur mit einem Fieldgoal von Tim Stadelmayr zum 10:7 verwertet werden.

Erst drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff konnte Aurieus Adegbesan einen 22-Yard-Pass von Marco Ehrenfried zum 17:7 verwandeln und kurz darauf erzielte Tim Stadelmayr ein weiteres Fieldgoal zum 20:7-Halbzeitstand. Gut für die Unicorns, dass ihre Defense die Stuttgarter Offense nach der schnellen Führung in den Griff bekam und selbst zwingende Chancen der Scorpions vereiteln konnte.

Nach der Pause zeigte sich dann aber eine andere Unicorns-Offense. Die Schützlinge von Offense-Coach Jordan Neuman schienen die zweiwöchige Spielpause abgeschüttelt zu haben und sorgten innerhalb von nur acht Minuten für die Vorentscheidung. Anthony Bilal überzeugte zunächst mit einem Kickoff-Return bis an die Stuttgarter 32-Yard-Linie und überquerte die Goalline wenig später mit einem 11-Yard-Lauf zum 27:7. Ein Quarterback-Sack von Thomas Rauch zwang die Scorpions danach zum Befreiungskick, worauf Tyler Rutenbeck mit einem 56-Yard-Pass von Ehernfried zum 34:7 bedient wurde.

Stuttgart musste in der Folge erneut einen Punt spielen, der in den Händen von Patrick Donahue landete. Über 75 Yards konnte er das Lederei bis in die Stuttgarter Endzone zum 41:7 zurücktragen. Das Spiel war damit vier Minuten vor dem letzten Seitenwechsel so gut wie entschieden.

Stuttgart gab aber nicht auf. Ein abgefangener Ehrenfried-Pass legte den Grundstein für den 14:41-Anschluss durch Lasse Ahlgrimm (alle PAT Fabian Weigel) nach Pass von Shane Carden. Wenig später wurde Weigel von Carden bedient und es stand 21:41. Patrick Donahue war es mit seinem dritten Touchdown an diesem Tag allerdings vorbehalten, die letzten Punkte der Partie zu erzielen und per 42-Yard-Pass von Ehrenfried den 48:21-Endstand herzustellen. Das Ergebnis hätte sogar noch höher ausfallen können, die Unicorns knieten an der Stuttgarter 5-Yard-Linie aber ab und ließen die letzte Spielminute ablaufen.

Mit nun 18:0 Punkten kann das Team von Head Coach Siegfried Gehrke nicht mehr weiter als auf den vierten Tabellenplatz in der GFL-Süd abrutschen, selbst wenn man alle fünf restlichen Punktspiele verlieren würde. Somit sind die Unicorns bereits jetzt sicher für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Außerdem haben sie mit dem Sieg in Stuttgart die ewige Punktspielbilanz gegen die Scorpions erstmals in ihrer 33-jährigen Geschichte ausgeglichen: 21 Siege, 1 Unentschieden und 21 Niederlagen.

Die Punkte für Hall erzielten: Patrick Donahue (18), Tim Stadelmayr (12), Aurieus Adegbesan (6), Anthony Bilal (6) und Tyler Rutenbeck (6).

Viertelergebnisse: 7:7 / 0:13 / 0:21 / 14:7 / Final: 21:48

Alle Punkte:
7:0 – Fabian Weigel – 2-Yard-Pass von Shane Carden (PAT Fabian Weigel)
7:7 – Patrick Donahue – 90-Yard-Kickoff-Return (PAT Tim Stadelmayr)
7:10 – Tim Stadelmayr – 27-Yard-Fieldgoal
7:17 – Aurieus Adegbesan – 22-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
7:20 – Tim Stadelmayr – 33-Yard-Fieldgoal
7:27 – Anthony Bilal – 11-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
7:34 – Tyler Rutenbeck – 56-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
7:41 – Patrick Donahue – 75-Yard-Punt-Return (PAT Tim Stadelmayr)
14:41 – Lasse Ahlgrimm – 49-Yard-Pass von Shane Carden (PAT Fabian Weigel)
21:41 – Fabian Weigel – 20-Yard-Pass von Shane Carden (PAT Fabian Weigel)
21:48 – Patrick Donahue – 42-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

Text: Axel Streich
Foto: Manfred Löffler

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