GFL

Unicorns ziehen Scorpions den Stachel

Unicorns vs. Scorpions
Foto: Stefan Mörkels (AmFiD)

TSG-Footballer gewinnen 48:14 gegen Stuttgart und sichern sich das Heimrecht fürs Viertelfinale

Mit 48:14 besiegten die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag vor 1.650 Zuschauern die Stuttgart Scorpions im Haller Optima Sportpark. Hall sicherte sich damit den elften GFL-Sieg in Folge und das Heimrecht für das Viertelfinale in den Playoffs.

Eines ist nach dem Heimsieg der Schwäbisch Hall Unicorns vom Samstag sicher: Weiter als auf den zweiten Platz kann der Tabellenführer in der GFL-Süd nicht mehr zurückfallen. Damit ist auch klar, dass man im Viertelfinale der diesjährigen Playoffs am 17. September ein Heimspiel haben wird.

Der 48:14-Erfolg gegen die Stuttgart Scorpions beinhaltete aber auch noch andere Besonderheiten aus Haller Sicht. So gelang es Quarterback Marco Ehrenfried sieben Touchdown-Pässe zu werfen. Ein Rekordergebnis in dieser Saison, das er sich nun mit Brandon Cornette von den Dresden Monarchs teilt. Vier von diesen Pässen fing Receiver Tyler Rutenbeck, der damit eine neue Rekordmarke in der diesjährigen GFL setzte. Hinzu kommt, dass die Unicorns nun in der ewigen Punktspielbilanz mit den Scorpions die Nase vorne haben: 22 Siege, zwei Unentschieden und 21 Niederlagen.

Das Einzige, was den samstäglichen Nachmittag aus Haller Sicht etwas trübte war die Tatsache, dass man Stuttgarts Spielmacher Shane Carden nicht so in den Griff bekam, wie man sich das vorgenommen hatte. „Das war schon ärgerlich, dass Carden oft wichtige Firstdowns aus dritten und vierten Versuchen selbst erlaufen konnte“, meinte auch Halls Head Coach Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Wir wussten, dass er das in solchen Situationen tun würde, konnten ihn aber trotzdem oft nicht stoppen.“

Cardens Läufe waren auch die Grundlage für die zwei Stuttgarter Touchdowns im zweiten Viertel. Allzu sehr mussten sich die Unicorns darüber aber nicht grämen. Hatten sie sich doch davor im Eiltempo bereits eine 28:0-Führung erspielt. Besonders in den ersten Spielminuten beeindruckte die Haller Offense mit Geschwindigkeit. Bereits nach dem zweiten Spielzug stand es 7:0 durch Tyler Rutenbeck (PAT Thomas Rauch). Beim zweiten Haller Ballbesitz lief Anthony Bilal im zweiten Spielzug über 52 Yards an die Stuttgarter 2-Yard-Linie und direkt danach vollendete Aurieus Adegbesan (PAT Rauch).

Auch wenn man einen Firstdown an Stuttgarts 1-Yard-Linie ungenutzt ließ, legten die Haller noch vor dem ersten Seitenwechsel durch Tyler Rutenbeck (PAT Rauch) zum 21:0 nach. Beim 28:0 zum Start in das zweite Viertel war es erneut Rutenbeck (PAT Rauch) der diesmal mit einem sagenhaften 72-Yard-Pass in die Stuttgarter Endzone eindringen konnte.

„Wir haben bereits Ende des ersten Viertels begonnen, die ersten Backups in der Defense einzusetzen“, sagte Siegfried Gehrke später. Sicher auch ein Grund dafür, dass Stuttgart dann mit besagten zwei Touchdowns auf 14:28 verkürzen konnte. Zur Pause mussten sie aber dennoch eine 35:14-Führung der Haller akzeptieren, für die Patrick Donahue (PAT Rauch) sorgte.

In der zweiten Halbzeit konzentrierten sich die Unicorns dann darauf, das Spiel mit immer mehr Ersatzspielern zu kontrollieren. Besonders gut konnten sich am Samstag in der Defense mit Devin Benton, Cody Pastorino und Gerhard Jäger aber drei Spieler der ersten Garde in Szene setzen. Jäger vereitelte sogar per Pass-Interception in der eigenen Endzone weitere Stuttgarter Punkte.

Dasselbe Kunststück gelang im letzten Viertel Jan Klenk, der vor einer Woche noch mit der Haller U19 Deutscher Jugendmeister wurde. Gleiches gilt für Elfaz Öncül, der als großes Tallent in der Offense Line gilt und am Samstag sogar in der Starting-Formation des Unicorns-Angriffs auflaufen durfte.

Rutenbecks vierter Touchdown (PAT Rauch) im dritten Viertel und Patrick Donahues zweiter im letzten Spielabschnitt stellten den 48:14-Endstand für die TSG-Footballer her. Am Ende ein verdienter Sieg, der es den Hallern erlaubt ohne großen Druck das schwere Auswärtsspiel in Kempten am kommenden Sonntag zu bestreiten.

„Wir wollten das Spiel heute eigentlich etwas knapper gestalten. Das ist uns leider nicht gelungen, zumal uns die schnellen 21 Punkte von Hall im ersten Viertel schon auch etwas überrascht haben“, sagte Stuttgarts Head Coach Timo Klinkmüller nach dem Spiel. Sein Kollege Siegfried Gehrke bestätigte dann auch, dass das durchaus geplant war: „Im Hinspiel haben wir uns von den Scorpions überrumpeln lassen. Das sollte uns heute nicht noch einmal passieren. Wir wollten schnell zu Punkten kommen und das hat dann ja auch ganz gut geklappt.“

Die Punkte für Hall erzielten: Tyler Rutenbeck (24), Thomas Rauch (6), Aurieus Adegbesan (6) und Patrick Donahue (12).

Zuschauer: 1.637

Viertelergebnisse: 21:0 / 14:14/ 7:0 / 6:0 / Final: 48:14

Alle Punkte:
7:0 – Tyler Rutenbeck – 29-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
14:0 – Aurieus Adegbesan – 2-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
21:0 – Tyler Rutenbeck – 1-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
28:0 – Tyler Rutenbeck – 72-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
28:7 – Rocco Scarfone – 9-Yard-Pass von Shane Carden (PAT Fabian Weigel)
28:14 – Fabian Weigel – 35-Yard-Pass von Fabian Weigel (PAT Fabian Weigel)
35:14 – Patrick Donahue – 30-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
42:14 – Tyler Rutenbeck – 17-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Thomas Rauch)
48:14 – Patrick Donahue – 14-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT missed)

Text: Axel Streich
Foto: Stefan Mörkels (AmFiD)

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