Berlin Rebels

Unicorns ziehen ins Halbfinale ein

Playoffs 2016: Unicorns vs. Rebels
Foto: Manfred Löffler

TSG-Footballer gewinnen 24:14 gegen starke Berlin Rebels / Receiver Tyler Rutenbeck verletzt

Trotz einer mäßigen Leistung in der zweiten Hälfte haben die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Optima Sportpark mit einem 24:14-Erfolg gegen die Berlin Rebels vor knapp 1.800 Zuschauern zum siebten Mal den Sprung ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geschafft.

Das Spiel zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Berlin Rebels hielt das, was man sich von diesem Viertelfinale versprechen durfte. Es traf der zweitbeste Passangriff der Liga (Hall) auf den besten Laufangriff (Berlin) und beide sahen sich jeweils gut darauf vorbereiteten Defense-Reihen gegenüber. Dabei waren es die Haller, die den Rebels zunächst mehr Kopfzerbrechen machten als umgekehrt. In der zweiten Hälfte gewannen allerdings die Gäste die Oberhand und konnten die Partie bis ins letzte Viertel spannend gestalten.

Es ging um nichts weniger als den Einzug ins Halbfinale und das merkte man beiden Teams an. Viele technische Fouls waren Ausdruck der Nervosität und so gab es mehrere Phasen, in denen das Spiel einen etwas zerfahrenen Eindruck machte. Die Unicorns ließen sich davon aber nicht beirren. Zwei Touchdownpässe von Marco Ehrenfried auf Tyler Rutenbeck und Patrick Donahue (alle PAT Tim Stadelmayr) jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Viertels sorgten für die Haller 14:0-Führung. Bei einem Fieldgoalversuch scheiterte Thomas Rauch knapp an der linken Torstange, sodass es zunächst bei diesem Zwischenstand blieb.

Die Berliner Offense tat sich gegen die sehr gut aufgelegte Haller Defense sichtlich schwerer. Auch wenn Runningback Larry McCoy wie erwartet einige Glanzpunkte setzen konnte, mussten die Rebels ihren Ballbesitz immer wieder ohne Punkterfolg an die Unicorns abtreten. Kurz vor der Pause war es Christian Köppe, der den Ball nach einer verunglückten Ballabgabe zu einem Puntversuch für die Haller an der Berliner 5-Yard-Linie sichern konnte. Kurz darauf nutzte Marco Ehrenfried diese Chance zum 21:0-Halbzeitstand.

Viele der fast 1.800 Zuschauer im Stadion erwarteten eine zweite Halbzeit, die für die Haller gegen einen so starken Gegner zwar anstrengend werden würde, in der man aber den insgesamt siebten Viertelfinalerfolg in der Vereinsgeschichte der Unicorns sicher ins Ziel bringen würde. Es sollte anders kommen, denn der Haller Angriff lief nach der Pause lange nicht mehr so rund wie zuvor. Zunächst musste man mit ansehen, wie Berlins Larry McCoy aus einem vierten Versuch heraus über 47 Yards zum 7:0 (PAT Ben Herrmann) in die Haller Endzone sprintete. Danach kam der Unicorns-Angriff zunächst gar nicht aufs Feld, denn Berlin holte sich durch einen Onside-Kick den Ballbesitz sofort wieder zurück.

Die Haller Defense wusste zunächst schlimmeres zu verhindern, trennte Berlin wieder vom Ball und legte damit den Grundstein für die nächsten, zugleich aber auch letzten Punkte der Unicorns in diesem Spiel. Diese erzielte Thomas Rauch mit einem 21-Yard-Fieldgoal zum 24:7.

Zum Start ins letzte Viertel legte dann Larry McCoy für Berlin nach. Mit seinem 4-Yard-Lauf zum 14:24 (PAT Herrmann) wollte er die Aufholjagd der Rebels einläuten, doch die Unicorns-Defense machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Sie hielt unter anderem mit einem stark aufspielenden Devin Benton Hall im Spiel und sorgte dafür, dass die Rebels über einen vergebenen Fieldgoalversuch hinaus keine zwingenden Chancen mehr bekamen. Das Laufspiel der Unicorns-Offense wurde hingegen von Berlin neutralisiert und im Passspiel lief bei den Hallern zu wenig zusammen. So kontrollierte man in der Schlussphase zwar gekonnt die Spieluhr, weitere Punkte konnten aber nicht erzielt werden.

In die Freude der Haller über den siebten Halbfinaleinzug mischte sich ein Wermutstropfen: Tyler Rutenbeck zog sich eine Verletzung am Schlüsselbein zu. Der nach erzieltem Raumgewinn beste Haller Passempfänger verletzte sich an der Schulter und wird für das Halbfinale sowie wohl auch für ein mögliches Finale ausfallen.

„Ich freue mich über das gewonnene Viertelfinale und gratuliere dem Team dazu“, sagte Halls Head Coach Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Mit der zweiten Halbzeit können wir allerdings nicht zufrieden sein. Das war auch schon vor zwei Wochen gegen Frankfurt so und daran müssen wir in dieser Woche dringend arbeiten.“

Das Halbfinale findet am kommenden Samstag, dem 24. September um 17:00 Uhr im Optima Sportpark statt. Der Gegner wird am Sonntag, 18. September im Spiel zwischen den Dresden Monarchs und den Saarland Hurricanes ermittelt,

Die Punkte für Hall erzielten: Tyler Rutenbeck (6), Tim Stadelmayr (3), Patrick Donahue (6), Marco Ehrenfried (6) und Thomas Rauch (3).

Zuschauer: 1.763

Viertelergebnisse: 7:0 / 14:0 / 3:7 / 0:7 / Final: 24:14

Alle Punkte:
7:0 – Tyler Rutenbeck – 16-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)
14:0 – Patrick Donahue – 12-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmyr)
21:0 – Marco Ehrenfried – 1-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
21:7 – Larry McCoy – 47-Yard-Lauf (PAT Ben Herrmann)
24:7 – Thomas Rauch – 21-Yard-Fieldgoal
24:14 – Larry McCoy – 4-Yard-Lauf (PAT Ben Herrmann)

Text: Axel Streich
Foto: Manfred Löffler

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