Cologne Crocodiles

Crocodiles starten mit Auftaktsieg in die GFL

TD Cologne Crocodiles
Foto: Stefan Mörkels (AmFiD)

Vergangenen Sonntag war es endlich soweit, die Crocodiles starteten mit ihrem Heimspieldebüt im Höhenberger Sportpark gegen die Hildesheim Invaders in die lange ersehnte Erstligasaison. Mit dem Gegner empfing man den Aufsteigervorgänger der Saison 2015 im Oberhaus des Deutschen Football und setzte mit einem 41:26 Sieg bereits die erste Duftmarke.

In der neuen alten Spielstätte im Flughafenstadion begannen die Aufsteiger aus Köln fast schon traditionell mit dem Kick Off. Der für das junge Team noch ungewohnten in der GFL üblichen elektronischen Spielzuguhr wohl geschuldeten Situation musste dieser jedoch bereits wegen Spielverzögerung direkt fünf Meter zurückversetzt durchgeführt werden. Nach der Ballaufnahme durch den Gegner wurde dieser zunächst an einem raumbringenden Return gehindert. Wohl aufgrund der Aufstellung der auch an diesem Tag wieder hervorragend von Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper eingestellten Verteidigung der Kölner verunsichert, nahmen die Invaders zunächst auch schon ihre erste Auszeit. Nach diesem kuriosen Spielbeginn entwickelte sich in der Folge dann aber doch ein packendes und stets hart aber fair geführtes Auftaktspiel zwischen den Kontrahenten. Nachdem die Hildesheimer in ihrem ersten Drive von der Kölner Verteidigung ohne zählbaren Erfolg gestoppt werden konnte, kam nun zum ersten Mal der Kölner Angriff um Offense Koordinator David Odenthal unter Leitung von Quarterback Benjamin Mentges aufs Feld. Gleich die erste Angriffssequenz konnte abschließend durch Lauf von US Import Kevin Anthony Parks in der Endzone zum ersten Touchdown der Saison erfolgreich beendet werden. Nach ebenfalls erfolgreichem Kick von Noah Plöttner stand es 7:0 für die Hausherren. Nach dem folgenden Kick kamen die Gäste aus Niedersachsen nun wieder in Ballbesitz. Nutzen konnten sie diesen jedoch nicht. Auf Höhe der eigenen 40 Yard Linie verlor man den Ball, ein sogenannter Fumble, und Kölns Verteidigung sicherte geistesgegenwärtig das Spielgerät umgehend für die eigenen Farben. Wiederum durch Lauf von Kevin Anthony Parks über einen Meter und anschließendem Kick durch Noah Plöttner nutzte der Aufsteiger diese Gelegenheit zum 14:0. Das Anfangsviertel zum Vergessen krönten die Invaders im anschließenden Drive mit einem weiteren von Köln gesicherten Ballverlust, diesmal an der eigenen 30 Yard Linie. Trotz der Nähe zur Endzone hielt die Hildesheimer Verteidigung diesmal jedoch Stand, so dass die Kölner lediglich mit einem Fieldgoal durch Noah Plöttner für weitere drei Punkte zum 17:0 kamen. Doch auch die Verteidigung der Krokodile stoppte die nächsten Angriffsbemühungen der Gegner und zwang diese, sich per Befreiungskick, dem Punt, wieder vom Angriffsrecht zu trennen.

Somit wurden dann zum ersten Mal die Seiten gewechselt. Auch die Kölner wurden nun erfolgreich an weiteren Punkten gehindert, sodass auch sie sich gezwungen sahen, den Ball zum Gegner zu kicken. Nun gelang es auch den besser ins Spiel kommenden Gästen, zu ihren ersten Punkten und nach ebenfalls erfolgreichem Kick dem 17:7 Anschluss zu kommen. Jedoch zeigten die Crocodiles, die von der Führung begünstigt keinerlei Nervosität an den Tag legten, dass sie an diesem Tag nicht gewillt waren, mit einer Auftaktniederlage in die Saison zu starten. Spielmacher Benjamin Mentges führte erneut seine Offense mit hauptsächlich kraftvollem Laufspiel seiner hervorragenden Runningbacks Meter um Meter überlegt über das Spielfeld. Letztendlich war es Eigengewächs Denis Dauben zunächst nicht vergönnt mit seinem Lauf in die Endzone zu gelangen.

Den fehlenden Meter für weitere sechs Punkte brachte dann jedoch erneut Kevin Anthony Parks zum 24:7 aufs Board. Die beiden nächsten Angriffsversuche sowohl der Hildesheimer, als auch der Kölner konnten sodann von der gegnerischen Verteidigung jeweils gestoppt werden. Der Kölner Punt ging hierbei vorbildlich nahe der Invaders Endzone innerhalb von nur einem Meter ins Aus, sodass die Gäste an dieser für sie unschönen Stelle wiederum in Ballbesitz gelangten. Leider aus Kölner Sicht konnten sie sich nicht nur aus dieser misslichen Situation befreien, sondern die Sequenz auch noch mit ihrem zweiten Touchdown nebst Extrapunkt zum 24:14 beenden. Kurz vor der Halbzeit schafften die Crocodiles es jedoch noch mit dem zweiten Fieldgoal von Noah Plöttner zum 27:14 Pausenstand zu erhöhen.

Die 1.265 Zuschauer nutzten bei schönstem Footballwetter die anschließende Pause, um sich an den Getränkeständen und dem Speiseangebot zu stärken und/oder sich mit den neuesten zahlreichen Fanutensilien für die folgenden Schlachten zu wappnen und an der zu Gunsten der Crocodiles ausgeschriebenen Tombola mit einem Reisegutschein als Hauptgewinn teilzunehmen.

Nach der Pause starteten nun die Hausherren mit dem Angriffsrecht, mussten sich jedoch per Punt gleich wieder hiervon trennen. Im folgenden Angriffsdrive der Gäste gelang es dann Rückkehrer und Publikumsliebling Randyn Lloyd „Yogi“ Hale, einen Pass des Gästespielmachers an der Mittellinie abzufangen und bis zur 23 Yard Linie zurück zu tragen. Diese Chance nutzte Quarterback Benjamin Mentges mit seiner Angriffsformation und schloss erneut durch Lauf von Kevin Anthony Parks und Kick von Noah Plöttner zum 34:14 ab. Wiederum konnte Hildesheim von Kölns starker Defense am Anschluss gehindert werden. Nun gönnte sich der Crocodiles Spielmacher seine Interception und fand bei einem Passversuch lediglich des Gegners Arme. Diesen Ballverlust verwandelten die Gäste nun zu einem weiteren Touchdown durch einen 35 Yard Interception Return Lauf in die Endzone der Domstädter. Der anschließende Kick ging jedoch neben die Stangen, sodass es nur zum 34:20 reichen sollte. Den folgenden Drive schlossen die Crocodiles, diesmal durch einen sehenswerten Lauf von Kölns Andre Frisch über 40 Yards und Kick von Noah Plöttner, zum vorentscheidenden 41:20 ab.

Nach dem letzten Seitenwechsel können die Hildesheim Invaders um ihren Headcoach und Joe Roman erneut mit einem Touchdown punkten. Doch auch dieses Mal bleibt ihnen der Extrapunkt verwehrt, der Ball prallt von der linken Stange ab. Es steht 41:26. In der Folge ist der Kölner Trainerstab nur noch bemüht, die Uhr runterlaufen zu lassen. Leider erleiden die Domstädter in dieser späten Phase in aussichtsreicher Position ihren nächsten Ballverlust durch Fallenlassen und Sicherung durch die Invaders. Trotz mutigem Anrennen reicht die Zeit letztlich jedoch nicht mehr um erneute Ergebniskosmetik und weitere Punkte für einen etwaig in der Endabrechnung vielleicht noch wichtigen direkten Vergleich einzufahren. Somit siegt der Aufsteiger letztlich auch in der Höhe verdient sein erstes GFL Spiel mit 41:26 und hat gezeigt, dass die Vorbereitungsspiele und die hieraus gezogenen Lehren genutzt wurden. Leider gab es bei dem Spiel trotz stets fairem Verhalten auf beiden Seiten einige Verletzungen zu beklagen. Die Crocodiles wünschen allen Verletzten auf diesem Wege gute Besserung.

Headcoach Patrick Köpper war somit auch nach dem Spiel sichtlich stolz auf sein junges Team. Gleichwohl bereitete er seine Mannen aber auch gleich darauf vor, dass es in dieser Liga nun nur noch Schlag auf Schlag geht. Gleich in der kommenden Woche fährt das Team nach Kiel zu den Baltic Hurricanes, die – zumal zu Hause – gleich nochmal ein anderes Kaliber darstellen dürften. Das nächste Heimspiel bestreiten die Crocodiles dann am 14.05.2017 (Kick Off 15:00 Uhr) gegen den alten Bekannten Berlin Adler im Höhenberger Sportpark.

Text: Heike Akhlaghi
Foto: Stefan Mörkels (AmFiD)

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