GFL Süd

Hurricanes zeigen Scorpions die Grenzen auf

Auch nach dem zweiten Spiel der laufenden GFL-Saison müssen die Stuttgart Scorpions weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Anders als in der Vorwoche jedoch musste man sich dieses Mal einem Gegner geschlagen geben, der schlicht und ergreifend besser war und darum verdient als Sieger vom Feld ging. 31:21 für die Saarland Hurricanes lautete am Ende das Resultat vor 1.640 Zuschauern in Neunkirchen. Dabei erschwerten sich die Gastgeber das Leben oftmals selbst, denn immer wieder machten sie eigenen Raumgewinn durch mehr oder weniger überflüssige Fouls zunichte. Auf der anderen Seite verstanden die Scorpions es aber nicht, aus diesen Fehlern Kapital zu schlagen bzw. produzierten mit zunehmender Spieldauer ebenfalls immer mehr Fehler. Ausschlaggebend für die Niederlage dürfte schließlich gewesen sein, dass die Defense insgesamt zu lange auf dem Feld und dementsprechend erschöpft war in den entscheidenden Situationen, während die Stuttgarter Offense nie zu ihrem Rhythmus fand und zu oft den Ball rasch wieder abgab. Insbesondere Quarterback Conner Sullivan wird das Spiel noch lange im Gedächtnis behalten, denn die Hurricanes-Defense setzte ihn zumeist gehörig unter Druck. Umgekehrt gelang das den Scorpions zu selten und da die Saarländer mit Alexander Haupert über einen Quarterback verfügen, der sein Fach versteht, wusste er diese Freiräume konsequent zu nutzen.

Die ersten Punkte des Tages gelangen Saarbrücken, ein Field Goal von Philip Gabel brachte sie Mitte des ersten Quarters mit 03:00 in Führung. In der Folge mussten sich die Scorpions zwar per Punt vom Ballbesitz trennen, jedoch ließ der Returner den Ball beim Catch fallen und Stuttgart eroberte ihn in der gegnerischen Red Zone. Diese Einladung nahm das Team von Head Coach Fabian Birkholz gerne an und so erzielte Fabian Weigel nach Pass von Sullivan die 07:03-Führung (alle PAT des Tages: Weigel). Im zweiten Quarter zeigte der Druck der Saarländer Verteidigung dann erstmals Wirkung, als Darius Marmol einen Pass von Sullivan abfangen konnte. Im Anschluss an diese Interception gelangten die Gastgeber erstmals bis in die Endzone, wegen einer Strafe wurde dem Touchdown jedoch die Anerkennung verwehrt. Obendrein verschoss Philip Gabel wenig später einen Field Goal-Versuch, sodass alles für die Gäste zu laufen schien. Doch die Canes hielten den Stuttgarter Angriffen nach wie vor bestens Stand und kurz vor der Halbzeit kam dann auch die Offense zum Erfolg: Corey Braun erzielte nach Pass von Haupert über sechs Yards das 10:07 ((alle PAT des Tages: Gabel).

Im dritten Abschnitt gelang beiden Angriffsreihen zehn Minuten lang recht wenig, ehe bei rund zwei verbleibenden Minuten erneut Weigel einen Pass von Sullivan zum 10:14 verwandelte. Die Antwort folgte prompt, denn noch vor dem Seitenwechsel zum vierten Quarter war es wiederum Corey Brown, der die Gastgeber mit 17:14 in Front brachte. Zu Beginn des letzten Abschnitts ließ dann ein weiteres Mal die Canes-Defense aufhorchen: Charles Clay fing einen zu hoch geworfenen Pass von Sullivan ab und trug ihn zum 24:14 zurück in die Endzone. Im Gegenzug konnten die Skorpione zwar durch Lauf von Christian Holmes über kurze Distanz auf 21:24 verkürzen, zu mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen. Leon Helm stellte mit seinem Touchdown zum 31:21 rund sechs Minuten vor Ende der Partie schließlich den Endstand her.

Einig waren sich die Stuttgarter Verantwortlichen im Nachhinein in der Bewertung der Niederlage. So gab Head Coach Birkholz zu Protokoll, dass es seinem Team nicht gelungen sei, die gute Leistung der ersten Partie gegen Frankfurt zu wiederholen. Dazu bemängelte er den bereits angesprochenen fehlenden Druck auf den gegnerischen Quarterback, während die Offense zu wenig gelungene Drives an den Tag legte. Dem pflichtete der stellvertretende Vorsitzende Erwin Schmidt bei, welcher einen der Schlüssel ebenfalls darin sah, dass die Defense sich über die gesamte Spieldauer hin zu wenig Verschnaufpausen gönnen konnte.

 

Text: Jack Hanson

Bild: Stuttgart Scorpions

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